Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header1.jpg

Die Autoren von BookOla.de erstellen Rezensionen von Romanen, Kurzgeschichten
und allem was von bekannten und unbekannten Autoren zu Papier gebracht wird.
Die Links zu Amazon sind sogenannte Affiliate-Links.
Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich
von Amazon eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht, aber dieser kleine
Betrag hilft mir, die Unkosten der Seite zu bestreiten.

und nun findet man auch unsere ersten Gehversuche auf Mastodon

Satans's Braut  

 


© 2002 anonym (Name dem Webmaster bekannt)
Er kommt nachts über den Balkon in ihre Wohnung und sie hört ihn nicht.

Nicole Ashton ist zu diesem Zeitpunkt weg, sehr weit weg, sie ist wieder bei ihrem Vater in Pentsburgh.

Ihr Vater kommt wieder betrunken nach Hause, die Tür knallt gerade zu, als sie den Fernseher abschaltet um ins Bett zu gehen. Als sie gerade das Licht ausmachen will hört sie Gebrüll von unten. Sie bleibt erschrocken stehen und lauscht. Sie weiß das sie nicht hören sollte was jetzt passiert, sie sollte es nicht hören und schon gar nicht sehen. Als sie einmal von der Treppe herunter geschielt hatte kam ihr Vater hoch und verprügelte sie. Sie war erst 11 und konnte noch nicht verstehen was mit ihrem Vater los war wenn er so heim kam, aber sie wusste wie es immer ablief. Meistens kam er sehr spät, wenn sie schon längst im Bett sein sollte, ihre Mutter aber erlaubt hatte das sie länger aufblieb, und dann begann das Geschrei und manchmal schlug ihre Mutter und dann schlief Hugh Ashton auf dem Sofa oder auf dem Fußboden ein und am Morgen war ihm immer fürchterlich schlecht und er hatte Kopfschmerzen. Jetzt hört das Geschrei plötzlich auf, und sie hört nur noch ihre Mutter leise weinen, und dann die quietschende Kühlschranktür. Eine Weile herrscht Stille, dann öffnet sie langsam die Tür. Sie weiß das sie ins Bett gehen sollte, dass sie Prügel bekommt wenn er sie erwischt, doch sie muss nach unten sehen. Es ist die kindliche Neugier, die sie gegen jedes bessere Wissen ans Geländer treibt, sie blickt nach unten und sieht nichts, aber da hört sie plötzlich Schritte im Flur. Sie begreift das ihr Vater jetzt hochkommt, dass er sie nicht erwischen darf. Sie läuft in ihr Zimmer, schaltet das Licht aus und verkriecht sich schnell unter der Bettdecke. Schritte knarren auf der Treppe, dann ist es still und plötzlich geht die Tür auf. Ein dünner Lichtstrahl fällt in ihr Gesicht, dann ist er weg und sie kneift die Augen zusammen.

"Na? Schläft meine Kleine schon? Braves Mädchen." Seine Stimme klingt rau, unwirklich, nicht wie die ihres Vaters.

"Aber deinen Vater kannst du nicht hereinlegen!", faucht er wütend. Er packt sie unsanft am Arm, zerrt sie mitsamt der Bettdecke auf den Boden. Sie keucht erschrocken, dann beginnt sie zu weinen.

"Dach ich’s mir doch du Mistkröte, ich hab dich doch vorhin auf der Treppe gehört. Hab ich dir nicht tausend Mal gesagt dass du nicht solange aufbleiben darfst? Hat deine Mutter dir das erlaubt? Sag schon!"

"Nein, Daddy." Schluchzend.

Er gibt ihr eine knallende Ohrfeige, sie fällt nach hinten, hält sich die Backe und weint noch mehr.

"Lüg nicht, verdammt noch mal. Bestimmt hat die dumme Schlampe es dir erlaubt. Aber in diesem Haus wird nach meinen Regeln gespielt. Das solltest du ENDLICH lernen."

Er hebt die Hand, mit geballter Faust, sie rutscht heulend auf den Hintern in die Ecke, will ihr Gesicht mit den Händen schützen, die Hand saust herab und sie...

... steht im Brautkleid vor dem Traualtar.

Der Pfarrer liest aus der Bibel, sie und der Mann mit dem Umhang halten sich bei der Hand. Sie blickt nach hinten, dort sitzt ihre Mutter aber ihr Vater nicht. Sie haben sich ja scheiden lassen. Daneben ihr Onkel Harry auf dessen Farm sie immer gespielt hatte, wo sie hintern den Hennen hergelaufen ist und versucht hat ihnen die Eier zu stehlen. Wo sie mit ihrer Cousine im Heu gespielt hatte, und Onkel Harrys großen Hund Dozer gestreichelt hatte. Dahinter Tante Martha die zu Weihnachten immer so leckere Lebkuchen gebacken hat, und mit ihr geschimpft hat wenn sie mal wieder den Teig verkleckert hatte. Sie dreht sich wieder nach vorne, dann leicht seitlich um den Bräutigam anzuschauen. Er trägt einen grauen Umhang mit Kapuze. Als sie ihn ansieht bekommt sie Angst, furchtbare Angst. Sie will weglaufen, doch er hält ihre Hand. Seine fühlt sich schuppig und uralt an. Und eiskalt. Die Fingernägel sind klauenlang. Sie schaut in sein Gesicht, doch da ist nur Schwärze. Jetzt sind sie alleine in der Kirche, und an den Wänden lauft Blut hinab. Sie versucht sich loszureißen, will fliehen, doch er zerrt sie an sich heran. Wieder blickt sie nach oben, er ist viel größer als sie, und diesmal funkeln zwei rote Augen in der Dunkelheit, hinter der grauen Kapuze.

"Du bist mein. Bald, ja sehr bald bist du mein, und dann für immer!", flüstert er.

Und als sie genauer hinsieht...

...umfasst kaltes Metall ihr Handgelenk. Jemand wirft sie herum, und während sie immer noch glaubte er wäre der abscheuliche Mann aus dem Traum – oder vielleicht ihr Vater – schließen sich die Handschellen auch um die linke Hand.

"Er ist gekommen um mich zu holen", denkt sie. Ja, es muss der Mann mit den roten Augen sein, vom dem sie schon so oft geträumt hat.

Sie wird wieder auf den Rücken gedreht, unsanft, und ein maskiertes Gesicht drückt sich an ihres.

"Wenn du schreist töte ich dich!"

Das reißt sie aus der Benommenheit, sie träumt nicht mehr. Er sitzt auf ihr und stößt die Bettdecke herunter. Sie will sich wehren, ihn herunterstoßen und bemerkt erst jetzt, dass ihre Hände gefesselt sind. Trotz seiner Warnung schreit sie, bäumt sich auf, aber gleicht darauf trifft sie ein harter Schlag am Kopf. Sie fällt zurück, das Kissen fängt sie sanft auf und einen Moment wird alles schwarz. Dann kommt sie zu sich, um sie herum ist es dunkel, er sitzt immer noch auf ihr, und sein Keuchen ist das einzige Geräusch im Raum.

Wo bin ich? Was will er?

Der erste klare Gedanke

Was will er? Die Antwort erfolgt prompt. Er lässt seine Hose herunter, und schnauft mehr denn je.

Sie schreit erneut als sie begreift, doch er ohrfeigt sie bis Stille herrscht. Er schiebt ihr Nachthemd hoch und zieht den Slip bis zu den Knien herunter. Sie winselt, reißt an den Handschellen, versucht ihn von sich herunter zu werfen, aber ein gewaltiger Schlag in den Magen raubt ihr alle Kraft. Sie spürt seinen heißen Atem im Gesicht, seine Nägel kratzen an ihren Brüsten, doch sie hat keine Kraft mehr zum schreien. Sie bereitet sich nur noch auf dem Schmerz vor, den Schmerz wenn er in sie eindringt.

Er wäre der erste.

"NIEMAND FICKT MEINE BRAUT!!!"

Eine Stimme so laut, tief, und unmenschlich das die Wände erzittern. Der Mann schaut erschrocken nach hinten, und in diesem Moment wird er krachend gegen die Wand geschleudert. Sie hört wie seine Rippen brechen. Er fällt zu Boden und bleibt liegen. Gleichzeitig lösen sich die Handschellen sanft von ihren Gelenken. Sie kreischt panisch, setzt sich auf und zieht die Bettdecke bis an die Schultern hoch. Wie sie es als kleines Kind immer tat, wenn ihr Vater betrunken heimkam und herumbrüllte. Und ihre Mutter und sie verprügelte.

An den Wänden leuchten Zeichen, rote Buchstaben einer fremden Sprache die ein bedrohliches Licht ausstrahlen. Die Wasserflasche auf dem Nachttisch fällt zu Boden und zerbricht in Dutzende Scherben. Sie beobachtet alles, teilnahmslos, wie durch ein Fernglas, ohne jegliche Kontrolle über ihren Körper. Als ob jemand anders ihn übernommen hätte.

Der Mann auf dem Boden richtet sich auf, nicht aus eigener Kraft, vielmehr wird er aufgerichtet. Er trägt eine Skimaske, im Licht der teuflischen Zeichen an der Wand kann sie es deutlich erkennen. Seine Hose hängt schlapp zwischen den Knien, der Penis ist immer noch steif. Er wird nochgehoben, immer höher, bis seine Beine den Boden nicht mehr berühren. Gleichzeitig fangen die Glasscherben neben dem Bett an zu schweben und durch die Luft zu wirbeln.

"Oh Gott!", will sie sagen, doch die Worte verlassen ihre Lippen nicht. Das Lachen der gleichen unmenschlichen Stimme wie vorhin erfüllt den Raum, der Mann erlangt das Bewusstsein wieder und stöhnt dumpf. In diesem Moment beginnt er zu brennen, lichterloh, wie eine menschliche Kerze und gleichzeitig schießen die Scherben pfeilartig auf sein Gesicht zu.

Sie wendet den Blick ab. Nicole Ashton beginnt zu weinen, sitz lange so da während die Leiche auf ihrem Fußboden brennt, und hört erst auf als sie sein Antlitz und seine roten Augen in der Dunkelheit erblickt.

Copyright 2022 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla