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Das Tor zur Hölle


© 2004 by Schaufelradbagger

 

1. Prolog

Der Entschluss wurde in einem alten Betonplattenbau gefasst. Von wem?

Von einem gewissen Professor Vögle.

Er gibt einem anderen Herrn, dessen Namen wir nicht kennen, die Hand. Auch Professor Vögle weiß nicht den Namen seines Gesprächspartners. Sicher ist nur, dass unser geheimnisvoller Herr einen Schwarzen Anzug über einem weißen Hemd trägt. Außerdem eine schwarze, korrekt gebügelte Hose. In der Hand, deren Zeige und Mittelfinger fast gleich lang sind, trägt er einen schwarzen Lederkoffer. Sein Name, seine Herkunft und sein Bestreben sind uns ebenfalls unbekannt.

Vielleicht kennen manche von ihnen diesen Herren. Oder auch nicht, das spielt im Moment keine Rolle.

Sicher ist nur, dass er für die Ereignisse verantwortlich ist.

Das geschehen ist auf ihn zurückzuführen. Man könnte sagen, es wurde von ihm geschrieben. Es trägt seine Handschrift.

Er hat eben einen unverwechselbaren Stil.

Und er kommt wieder.

Immer, immer wieder.

2. Im Lokal

Zur gleichen Zeit geht ein Herr, Mitte dreißig, die Straße entlang. Bei unserem Herrn handelt es sich um einen gewissen George M. Was die Straße angeht, es ist die Schlossallee. Denken sie an Monopoly? Genau, eine Ironie des Schicksals. Wenn sie beim Monopoly dem Gegner gehört und man auf ihr landet, hat man viel zu bezahlen. Meistens ist man pleite.

Doch wir wollen nicht abschweifen. In der Schlossallee befindet sich ein Kaffee, das George gerade betritt.

Ihm weht der unverwechselbare Geruch von Rauch, Essen und Kaffe entgegen. Das Lokal heißt "Twilight Zone".

Das ist ein recht unheimlicher Name, nicht? Doch bei genauerem Betrachten sehen wir, das er nicht passt. Er passt ganz und gar nicht. Im Inneren des Lokals herrschen Pastelltöne vor. Die Wand ist eierschalenfarben gestrichen. Die Tische sind hellgrau. Es ist sehr gut besucht. Alle Gäste werden in das einschläfernde Dämmerlicht der kleinen Halogenbirnen gehüllt, die in die Decke eingebettet sind.

Hier drin ist nichts Böses.

George sucht einen freien Tisch. Er findet einen in einer Ecke. Dann setzt er sich auf den mit rotem Leder bezogenen Holzstuhl. Der Tisch wackelt ein bisschen, doch das stört ihn nicht.

Eine Bedienung, die ein vollkommen überladenes Holztablett trägt, saust auf seinen Tisch zu. Schon als sie ihn erblickt hat, hat sie dieses künstliche Lächeln aufgesetzt.

"Möchten sie etwas zu trinken? Oder eine Kleinigkeit zu Essen?"

Mit diesen Worten reißt sie George aus seinen Gedanken.

"Danke, nur ein kleines Mineralwasser mit zwei Gläsern."

Die Bedingung notiert die Bestellung hastig auf ihrem kleinen Blöckchen und eilt wieder davon. Eine ganz normale Situation. Normal? Nein.

Wieso hat George ein zusätzliches Glas bestellt?

Es gibt zwei Antworten auf diese Frage. Nein, das stimmt nicht. Es ist eigentlich nur eine Einzige!

Weil a) ein Mann mit einer schwarzen Ledertasche in der Hand woanders gerade in Gelächter ausbricht und weil b) Professor Vögle soeben auch das Lokal betritt.

Ohne dass George es gemerkt hat, hat sich vor kurzem ein ungebetener Gast in seinen Verstand eingeschlichen. Genauso wie in den von Professor Vögle.

Beide sind nur noch zwei Marionetten.

"Wir werden es tun, Professor."

"Wir müssen es."

"Er hat es befohlen.

"Er ist der Herr –"

"- und wir nur Menschen."

Und beide verlassen das Lokal. Ohne zu zahlen.

3. –Zwischenspiel-

Was ein Passant sah.

Nachdem wir uns life das Gespräch zwischen dem Professor und George angesehen haben, wenden wir uns einem Spaziergänger zu. Was hat er gesehen?

Herr Ferdinand B. Boyle hat einen Brief an seine Freundin geschrieben. Das könnte uns ein paar Informationen geben.

Liebe Lara,

Wie geht es dir? Ist bei dir alles in Ordnung? Ich hoffe schon.

Ich bin gerade von meinem abendlichen Spaziergang nach hause gekommen. Du kennst sie ja, meine übliche Strecke. Alles schien wie immer zu sein. Bis ich zum alten Andorra kam. Du weist schon, das alte leer stehende Gebäude, das einmal ein Restaurant war. Ich glaube es soll in ein paar Wochen abgerissen werden. Was die ganze Sache noch seltsamer macht. Wie gesagt ich lief da, hatte schon fast das Andorra passiert, als ich einen Knall hörte. Sofort drehte ich mich um und bemerkte, dass aus den Fenstern (ja, in der Tat, sie waren NICHT von randalierenden Jugendlichen zerschlagen!) des Andorra ein grünliches Leuchten kam. Dann folgte ein Gelächter, das mir das Blut in den Adern gefrieren lies.

Das hört sich an wie eine Geschichte auf einem Gänsehaut-Buch, nicht?

Aber ich bin mir ganz sicher, dass ich mir nichts eingebildet habe.

Wie dem auch sei, nach diesem Erlebnis bin ich keine Sekunde länger vor dem Andorra stehen geblieben, sonder sofort weitergeeilt.

(....)

Die Pünktchen stehen für den Ausgelassenen Text, der nicht für uns interessant ist.

 

4. Was wirklich geschah.

 

Was geschah wirklich im Andorra?

Möchten sie wirklich die Antwort wissen?

(Was der Teufel tut)

Reibt sich die Hände.

Zupft den schwarzen Anzug zu Recht.

LACHT und

Lacht, lacht, lacht,

Und zieht die Fäden. Alle.

Der Verständlichkeit halber stellen wir den Dialog zwischen Professor Vögle und George mit verschiedenen Schriftarten da. George erscheint fett. Der Professor kursiv.

Alles ist

Vorbereitet.

Er befiehlt uns

Und wir führen aus.

Nun beginnen wir.

Nun beginnen wir.

George stellte sich in eine dunkle Ecke des leeren Gebäudes. Ihm rieselte ein bisschen loser Putz von der Decke auf den Kopf. Irgendwo quiekte eine Ratte. Der Professor trägt einen sehr großen Leinenbeutel auf dem Rücken. Er stellte ihn auf den Betonboden und holte eine Packung Salz heraus. Er schüttete es so auf den Boden, dass ein Kreis entstand. Danach zog er eine Packung Straßenkreide aus dem Beutel. Rund um den Salzkreis malte er eigenartige Symbole. Eines davon sah aus wie ein umgedrehtes V mit Häkchen an den Enden.

Dann kam George mit ins Spiel.

Er nahm einen Dolch aus dem Leinensack und trat in die Kreismitte. Er schnitt sich die Pulsadern auf. Das Blut spritze bis an die Decke und verteilte sich im ganzen Raum. Draußen begann es zu donnern.

Doch kein einziger Tropfen Blut landete im Kreis. Das sollte nicht so bleiben.

Wie das flüssige Metall des T-1000 aus Terminator 2 floss das Blut in die Mitte des Kreises und bildete jenes V-ähnliche Zeichen.

Das Zeichen bedeutet Die Wiederkehr des Teufels.

Kaum hatte sich das Zeichen unter Georges Füßen (ja, er stand sogar noch, ohne mit der Wimper zu zucken), tat sich ein Spalt innerhalb des Kreises auf. George versank darin. Erst langsam, doch dann immer schneller. Als er verschwunden war wurde der Spalt noch größer. Der Professor ging darauf zu, als wäre er davon fasziniert. Komischerweise war in dem ganzen Raum kein Luftzug zu spüren, was hieß, dass keine Luft in den ominösen Spalt strömte. Mit einem gurgelnden Geräusch verschwand auch der Professor in dem Spalt.

Dann kehrte Ruhe ein.

Doch sie sollte nicht lange währen.

 

 

Der Mann in schwarz machte sich für die Reise bereit

 

5. Die Wiederkehr

Der Spalt tat sich erneut auf. Doch diesmal viel größer. Das heißt, am Anfang war es nur ein kleiner Riss, aus dem grünes Licht quoll. In diesem Moment lief Mister Boyle an der Ruine des Andorras vorbei.

Der Spalt wurde größer und größer. Immer mehr grünes Licht strömte in den Raum. Rauch kam aus den Ausläufern des immer größer werdenden Spalts. Dann kamen die Wesen.

Ein reptilienähnliches Wesen mit fünf Beinen und beängstigend langen Zähnen kroch aus dem Spalt. Lange, weiße Würmer wanden sich aus den kleinern Rissen und rote Krähenähnliche Vögel schreien. Aus dem Spalt drang ein Ohrenbetäubender Lärm.

Noch eine Vielzahl von diesen Gestalten kroch hervor. Doch wenden wir uns lieber dem Wesentlichen zu.

Und dann kam Er. Es war nur ein Schatten. Aber es war seine zweite Hälfte.

Der Mann in Schwarz die eine und der Schatten seine andere Hälfte.

Der Schatten hätte gelacht, wenn er einen Mund gehabt hätte. Dafür lachte der Mann in Schwarz umso mehr.

Dann flog der Schatten zu seinem Besitzer. Als beide vereint waren sagte der schwarze Schattenmann:

"Ich liebe sie, die verbindliche Art des Händedrucks."

Wie gesagt, er hat eben einen unverwechselbaren Stil.

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