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Und die Rache war grausam ...!

©2003 by Stephan Möller (theMöllerman)

 

1

 

Langsam schlich Scott um die Ecke. Er sah sich um und als er keinen seiner Peiniger vom Vortag entdeckte, atmete er tief durch. Heute würde es noch keine Schläge geben. Er lief schnell über den Schulhof, direkt ins Klassenzimmer und bemühte sich dabei, immer im Blickfeld irgendeines Lehrers zu bleiben.

Am Vortag hatte Scott ein paar Jungs aus seiner Klasse dabei gesehen, wie sie auf dem Klo zu viert einen Joint rauchten. Es waren Jimmy und Mike Torro, Danny Sumaro und Jeff Lloyd gewesen, die schlimmsten Schläger der Schule. Die vier waren skrupellos und dumm, eine gefährliche Mischung für jemanden, der ihnen im Weg stand.

Doch darauf pfiff Scott. Er wusste nicht was ihn ritt, aber er verspürte den Drang, einem Lehrer zu berichten, was er gerade gesehen hatte. Ein Teil seines Verstandes versuchte zwar, ihn davon abzuhalten, doch das war nur eine kleine Minderheit. Der Großteil seines Geistes wollte petzen, musste petzen, das war einfach so, Scott konnte nichts dagegen tun.

Sobald er aus der Toilette kam, steuerte Scott das Lehrerzimmer an. Der erste Lehrer, den er dort antraf, war Mr. Morrison. "Tut mir Leid, Junge, aber ich kann jetzt leider nichts für dich tun", sagte dieser, als Scott ihn anzusprechen versuchte.

"Bitte Mr. Morrison. Es ist wirklich dringend!" Das dringend betonte er dabei so heftig, dass der Literatur-Lehrer dann doch auf ihn ansprach.

Mr. Morrison schien zu überlegen. "Also gut", sagte er zögernd. "Was hast du denn so wich- tiges auf dem Herzen?"

"Es geht um ein paar Jungen aus meiner Klasse. Ich habe gerade gesehen, wie sie einen Joint rauchten." Er war gerade dabei, dem Lehrer, der seit einigen Monaten große private Probleme hatte und ständig nach billigem Whisky roch, die Namen der Jungs zu sagen, als diese um die Ecke bogen und den Rest mitbekamen.

Mr. Morrison hielt die Jungs an, die natürlich versuchten, sich so schnell wie möglich zu ver- drücken, und zerrte sie ins Lehrerzimmer. Scott ließ er auf dem Flur stehen.

Später hatten die vier ihn in einer dunklen Ecke des Pausenhofes aufgelauert. "Wegen dir sind wir von der Schule geflogen", eröffnete ihm Jimmy Torro. "Weißt du, was das für dich bedeutet?"

Scott schüttelte den Kopf.

"Nein? Dann wirst du es gleich sehen." Ohne das Scott es gemerkt hatte, hatten die vier ihn umzingelt. Nun begangen sie, den Kreis um ihn immer enger werden zu lassen, bis sie Haut- kontakt mit ihm hatten. Dann fingen sie an, alle gleichzeitig auf ihn einzuprügeln.

Alles in allem schlugen und traten sie insgesamt eine Viertelstunde auf ihn ein. Dann ließen sie von ihm ab, denn Mr. Morrison bog um die Ecke.

Er tat so, als ob er die fünf nicht sehe und ging weiter.

Nun betrat Scott das Klassenzimmer und atmete noch einmal kräftig durch. Die Bande war von der Schule geflogen, dass hieß, das sie die Klassenräume nicht mehr betreten konnten. Gefahr bestand für Scott nur noch auf dem Schulhof.

 

 

2

Celia Morrison stand an diesem Tag wie gewohnt um sieben Uhr auf. Erst wunderte sie sich, denn ihr Mann lag nicht wie gewöhnlich neben ihr im Bett. Doch dann erinnerte sie sich. Dennis Morrison musste heute früher in der Schule sein, weil er gestern ein paar Schüler erwischt hatte, wie sie Drogen nahmen. Heute nun musste er vor dem Unterricht ein paar For- mulare ausfüllen, um dies zu bezeugen.

Celia stand auf, duschte und ging nach unten. Sie betrat die Küche und fing prompt an, ihr Abendessen vom Vortag zu übergeben. Ihr Mann saß auf einem Stuhl und hatte die Zeitung noch in der Hand. Sein Kopf war zurückgefallen und gab die Sicht auf die klaffende Wunde am Hals frei. Jemand hatte ihm die Kehle durchgeschnitten. Das Blut war aus der Wunde über seinen ganzen Körper getropft. Doch da war noch etwas. Als Celias Magen sich wieder beruhigt hatte, sah sie noch einmal genau hin ... und stieß erneut auf. Ihrem Mann war die Gesichtshaut abgezogen worden. Und hinter Dennis, bemerkte Celia jetzt, war mit seinem Blut etwas an die Wand geschrieben worden. UND DIE RACHE WAR GRAUSAM ...!, stand an der ehemals weißen, jetzt mit Blut bespritzten Tapete.

 

3

Die erste Stunde, in der Geschichte unterrichtet wurde, verlief für Scott ausgesprochen ruhig. Er wurde zwar von einigen seiner Mitschüler, die mit den vier Jungs befreundet gewesen war- en, mit sehr bösen Blicken beworfen, aber das war für ihn schon zur Gewohnheit geworden.

Zu Beginn der zweiten Stunde, in der die Klasse Literatur bei Mr. Morrison gehabt hätte, kam der Rektor der Schule, Mr. Skrinchton, in die Klasse.

"Kinder ...", sagte er. " ... ich habe eine weniger erfreuliche Nachricht für euch." Einige Schüler sahen sich fragend an, aber Scott brauchte das nicht. Er hatte bereits gefühlt, das mit Mr. Morrison etwas nicht in Ordnung war. Und er hatte auch bereits gefühlt, wer dafür verantwortlich war.

"Euer Lehrer Mr. Morrison ...", fuhr Mr. Skrinchton fort, " ... ist heute morgen tot aufgefun- den worden."

Ein nervöses Tuscheln ging in der Klasse um. Mr. Morrison? Tod?

  Scott meldete sich. "Ja, bitte", reagierte der Rektor.

"Wie ist das passiert?"

"Er wurde ermordet. Mehr will die Polizei zur Zeit noch nicht bekannt geben."

Scott wurde nachdenklich. Er hatte ja schon geahnt, dass die vier Jungs den Lehrer Schaden zugefügt hatten. Aber ermordet? Waren sie schon so skrupellos, dass sie Menschen umbrach- ten? Nein, das konnte Scott nicht glauben. Es war bestimmt ein Raubmörder gewesen, der in das Haus der Morrisons eingebrochen und dann von dem Lehrer entdeckt worden war!, dachte er. Oder ...!

 

4

Mrs. Jenny Torro ging um Punkt neun Uhr an diesem Morgen in das Zimmer ihrer beiden Söhne. Sie hoffte, dass die beiden heute wenigstens zur Schule gegangen waren, denn das war nicht immer selbstverständlich.

Ihre Söhne hatten ihr nicht erzählt, dass sie von der Schule geflogen waren. Zum Teil, weil sie das als Nebensächlichkeit ansahen und Nebensächlichkeiten erzählten sie ihren Eltern schon lange nicht mehr. Zum anderen Teil war ein bisschen Angst mit im Spiel gewesen. Sie hatten Angst vor ihrem Vater gehabt, welcher Alkoholiker war und nicht davor zurück- schreckte, sie oder ihre Mutter mit dem Baseballschläger zu verprügeln.

An jenem Morgen jedoch betrat Mrs. Torro das Zimmer ihrer Söhne und machte eine schreckliche Entdeckung. Jimmy und Mike lagen zusammen mit ihren Freunden Danny Sumaro und Jeff Lloyd auf Jimmys Bett. Alle vier waren tot. Selbstmord, das erkannte Jenny sofort. Die Pistole, mit der sich die vier erschossen hatten, lag noch in der Hand von Mike. Neben ihnen lagen unzählige leere Whisky- und Bierflaschen. Und außerdem, und das machte Jenny am meisten zu schaffen, war mit dem Blut von einem der vier etwas an die Wand geschrieben. Es war halb verwischt, deshalb konnte sie es nur schwerlich lesen, aber mit einiger Mühe gelang es ihr dann doch. Da stand: UND DIE RACHE WAR GRAUSAM ...!

 

5

Nach der Schule fuhr Scott direkt nach Hause. Er war überrascht, dass die Bande rund um Jimmy ihm nicht aufgelauert hatte, um ihn zu verprügeln. Aber ... was war, wenn sie ihn nicht nur verprügeln wollten? Denn eins war doch klar: wenn sie skrupellos genug waren, einen Lehrer umzubringen, dann machte es ihnen erst recht nichts aus, ihn zu töten.

Nachdem er gegessen und die Hausaufgaben gemacht hatte, rief Scott seinen Freund Rick Kallorra an. Rick war einer von wenigen Freunden, die Scott hatte, und galt, genau wie er, als Schleimer und Streber.

"Hallo", meldete sich Rick am Telefon.

"Hi, ich bin’s, Scott. Hast du Lust, mit mir raus zu gehen?"

"Ja, gerne. Ich muss zwar noch Hausaufgaben machen, aber du kannst schon mal vorbei kommen!"

"Okay, mach ich. In einer Viertelstunde?"

"Geht klar."

Scott legte auf und sah aus dem Fenster. Es regnete nicht, aber der Himmel war wolkenver- hangen. Das erzeugte eine düstere Atmosphäre, wie sie Scott aus einigen wenigen Horrorfilmen kannte, die er gesehen hatte. Er zog seine Schuhe an und streifte sich eine Regenjacke über – nur zur Sicherheit, dann schwang er sich aufs Fahrrad und fuhr los.

Als er bei Rick ankam, klingelte er, doch niemand öffnete die Tür. Scott blickte zur Einfahrt und sah, dass das Auto der Kallorras weg war. Ricks Eltern waren also weggefahren. Aber was war mit ihm selbst? Oh man, pennt der?, fragte sich Scott, als nach dem dritten Klingeln immer noch keiner kam, um die Tür zu öffnen.

Er drückte gegen die Tür und bemerkte, dass diese bloß angelehnt war. Da stimmt doch was nicht!, dachte Scott. Er betrat das Haus der Kallorras und sah sich um. "Hallo", rief er. "Jemand zu Hause?"

Er bekam keine Antwort. Aber Rick weiß doch, dass ich komme! Scott ging die Treppe hoch, um in Ricks Zimmer nachzusehen.

Doch als er die Zimmertür öffnete, schlug ihm ein komischer Geruch ins Gesicht. Es roch nach ... nach ... BLUT!

Scott trat in das Zimmer und übergab sich. Rick lag vornüber gebeugt auf seinem Schreib- tisch unter ihm noch der Block, auf dem er seine Hausaufgaben gemacht hatte. Das erste, was Scott dachte, nachdem sein Magen sich wieder beruhigt hatte, war: Oh mein Gott, sie haben ihn mit mir verwechselt! Doch dann sah er den Zettel, der neben Ricks Kopf auf dem Schreibtisch lag. Er war blutverschmiert und das, was auf ihm geschrieben stand, kaum noch leserlich, nach einigem Rätseln jedoch hatte Scott die Buchstaben entziffert. Dort stand: DU BIST DER NÄCHSTE!

Scott wich zurück. Jetzt erst, wo er aus einem etwas günstigeren Winkel auf Rick hinabsah, erkannte er die ganze Grausamkeit, die dieser erlitten hatte. Die Kehle war ihm mit einem stumpfen, aber dennoch wirkungsvollen Gegenstand aufgeschnitten worden. Danach hatte der, beziehungsweise hatten die Mörder die Gesichtshaut abgezogen. Erneut übergab Scott sich. Als er nicht mehr aufstoßen musste, blickte er auf und sah das schlimmste an der ganzen Sache. An die Wandfläche über Ricks Leiche hatten Jimmy und Co. (für Scott war es jetzt ganz klar, dass die vier dahinter steckten) mit Ricks Blut UND DIE RACHE WAR GRAUSAM ...! geschrieben.

 

6

Scott fuhr so schnell es ging nach Hause. Er wusste nicht, was er von der ganzen Situation halten sollte. Musste er wirklich um sein Leben fürchten? Sein Verstand sagte, dass die Antwort auf diese Frage "ja" lauten musste, und schließlich stimmte das auch. Zwei Men- schen waren schon bei der Sache draufgegangen, und wenn er nicht aufpasste, war er der nächste.

Doch warum eigentlich nur, wenn er nicht aufpasste? Selbst wenn er die vier Mörder früh genug bemerkte, was sollte er dann machen? Die waren zu viert, er war alleine. Wahr- scheinlich war es egal, ob er sich gegen seine Peiniger wehrte, sie würden ihn so oder so kriegen.

Hör auf, so zu denken!, befahl er sich. Er war sich sicher, dass er irgendeine Chance hatte. Er musste nur lange genug nachdenken, dann würde ihm schon etwas einfallen ... hoffte er. Auf jeden Fall, das war ihm klar, musste er sich gegen das Schlimmste wappnen, denn was immer die vier vorhatten, es würde bestimmt nichts schönes sein.

 

7

Jimmy, Mike, Danny und Jeff hatten – im wahrsten Sinne des Wortes – einen Mordsspaß.

Sie hatten sich selbst getötet als sie besoffen gewesen waren – besoffen und high, high vor Rachgier. Dann hatte Danny den Revolver seines Vaters aus der Tasche gezogen und vorgeschlagen, sich zu erschießen.

Die anderen drei hatten zugestimmt, denn sie wussten, dann hatten sie keine Probleme mehr. Also hatten sie sich erschossen, aber jetzt waren sie immer noch unterwegs. Zugegeben, sie sahen nicht gerade schön aus – alle mit klaffenden Wunden auf der Stirn und blutüberströmten Gesicht –, aber dennoch hatten sie einen Mordsspaß. Sie hatten Scotts besten Freund getötet und dann, im Zimmer versteckt, beobachtet, wie Scott ihn fand.

Sie hatten überhaupt nichts empfunden, als sie diese Pfeife von Rick töteten, schließlich war er kein bisschen besser als ihr Hauptfeind, also Scott, gewesen, und genauso wenig hatten sie bei Mr. Morrison, der zum Schluss mehr Alkoholiker als Lehrer gewesen war, irgendwelche Schuldgefühle empfunden.

Nun waren sie unterwegs zum Haus von Scott, um sich diesen vor die Brust zu nehmen. Eins war für sie schon im voraus klar: Scott würde qualvoller sterben als seine beiden Vorgänger. Die Rache würde noch grausamer sein, als die, die sie an den anderen beiden ausgeübt hatten.

Die vier bogen um eine Ecke und hielten dann an. Scotts zu Hause war nur noch knapp 200 Meter entfernt. Der Showdown war greifbar nahe.

 

 

8

Scott öffnete ganz langsam die Tür zu seinem Zimmer. Erst machte er sie nur einen winzigen Spalt breit auf, sodass er gerade eben hindurchgucken konnte. Mit Erleichterung stellte er fest, dass der Raum leer war; leer bis auf sein Bett, seinen Schrank, seinen Schreibtisch und einigen anderen, kleineren Einrichtungsgegenständen.

Scott betrat das Zimmer und schloss augenblicklich das Fenster. Dabei warf er einen Blick nach draußen. So langsam wurde es dunkel und er spürte, dass der Zeitpunkt der Rache, der Showdown also, greifbar nahe war. Er musste sich irgendeine Strategie ausdenken, wie er seine Gegner schlagen konnte.

Er ging zum Schreibtisch und setzte sich auf den zugehörigen Drehsessel. Er wusste das war unklug, denn wenn er sich so hinsetzte, lag das Fenster genau hinter ihm. Andererseits konnte er auf diese Weise die Tür im Auge behalten.

Er entschied sich, so sitzen zu bleiben. Nun brauchte er nur noch eine Taktik, eine Verteidi- gungsstrategie. Er brauchte aber nicht nur irgendeine Taktik, sondern er brauchte eine gute, eine verdammt gute Taktik. Er überlegte eine Viertelstunde hin und her, und ab und zu bekam er auch eine Idee. Diese Ideen jedoch gehörten nur in die Abteilung "Ideen", aber Scott brauchte eine aus der Abteilung "gute Ideen".

 

9

Jimmy, Mike, Danny und Jeff amüsierten sich noch immer königlich. Sie hatten Scott aus einem Versteck in den Rosenbüschen aus beobachtet, wie er angsterfüllt ins Haus gegangen waren. Sie hatten beschlossen, mit dem Showdown noch zu warten, damit Scott noch ein bisschen zappelte. Sie hatten ihn an der Leine.

 

10

Scott guckte aus seinem Fenster. Noch immer war nichts von den vieren zu sehen. Verzwei- felt schmiss er sich auf sein Bett und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Dicke Tränen rannen seine Wangen herab.

Da! Was war das? Scott hatte ein Kratzen am Fenster gehört. Ein Schauer lief ihm kalt den Rücken herab. War der Showdown etwa schon gekommen? War es soweit?

Langsam und voller Entsetzen stand Scott auf und schlich an das Fenster. Blitzschnell zog er den Vorhang beiseite und sah ... die Zweige, die im Wind gegen das Fenster schlugen, wobei sie das Kratz-Geräusch machten, das er gehört hatte.

Beruhigt ging Scott zu seinem Bett zurück und legte sich wieder hin. Was mache ich, wenn die vier jetzt gleich hinter mir stehen und mich töten?, dachte er. Ich habe nicht die geringste Fluchtmöglichkeit, geschweige denn einen Plan, wie ich aus diesem Schlamassel heraus- komme.

Kaum hatte er das Gedacht, hörte er ein Geräusch hinter sich. Der Showdown war ge- kommen.

 

Epilog

Zwei Stunden später wurde Scotts Leiche von seiner Mutter gefunden. Die arme Frau erlitt einen Nervenzusammenbruch und musste in eine Psychiatrie eingeliefert werden, aus der sie Zeit ihres Lebens nicht mehr herausgelassen wurde.

Sie hatte Scott an jenem Abend aufgefunden, als sie ihm Gute Nacht sagen wollte. Ihr erster Gedanke war Das muss ein Scherz sein! Das muss es einfach sein!

Ihr Sohn, oder besser das, was von ihm übrig geblieben war, lag auf dem Bett. Er war von Dutzenden von Messerstichen zerfleddert, das schlimmste aber war das Blut, das im ganzen Zimmer verteilt war.

Endgültig den Rest gab der armen Frau aber erst das, was mit dem Blut ihres Sohnes an die Wand geschrieben war: UND DIE RACHE WAR GRAUSAM ...!

 

E-N-D-E

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