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Hinter den Spiegeln

© 2003 by Salist

Louis war übel.
Er saß in seinem Büro, den Kaffe in der Hand.
Louis Harbourne, ein stämmiger, 32-jähriger Mann, saß an seinem Schreibtisch und grübelte, was er schreiben sollte.
Louis war ein bekannter Schriftsteller; er hatte schon viele Bücher geschrieben. Hauptsächlich waren es Krimis, doch er ließ auch gerne unmögliches in seinen Geschichten geschehen.
In dem 67. Band seiner Krimireihe: 'Der Anonyme' kamen sogar Marsbewohner auf die Erde.
Allerdings ging es ihm in letzter Zeit nicht so gut; ihm war häufig übel, manchmal musste er sich sogar übergeben.
Nicht schon wieder!, dachte Louis.
Er sprang auf und ging zum Waschbecken. Er drehte den Wasserhahn auf und spritzte sich kaltes Wasser ins Gesicht.
Die Tür ging auf und seine Freundin Evelyn kam herein.
"Lou, kannst du...?" Sie blieb stehen und erblickte ihren Freund am Waschbecken.
Sie seufzte. "Ist dir etwa schon wieder so übel?", fragte sie.
Louis nickte.
Er wusste, das sie es nur gut meinte, aber manchmal war er echt genervt von ihrer Sorge, dass Louis ernsthaft erkrankt sein könnte. Wahrscheinlich war es nur eine kleine Grippe, dachte er.
Bevor er etwas sagen konnte, redete Evelyn weiter: "Ich rufe den Arzt an und mache einen Termin für dich."
Louis verdrehte die Augen. "Nein, nein, das geht schon wieder weg." Er drehte sich um und kotzte ins Waschbecken. Angewidert fragte seine Freundin: "Kann ich was für dich tun?"
Louis verneinte.
Schulterzuckend drehte Evelyn sich um und ging aus dem Büro.
Louis trank Wasser aus dem Kran und spuckte es wieder aus, damit der Geschmack von Erbrochenem nicht so stark war.
Seufzend wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Als er sich auf seinen weichen Bürostuhl niederließ, hörte er Evelyn im Flur telefonieren.
Es war etwa eine halbe Stunde später, als Louis hochschreckte und erschrocken feststellte, das er eingeschlafen war.
Gähnend stand er auf um sich was zu Essen zu holen, denn seinem Magen ging es wieder viel besser und Louis verspürte den Drang, eine Currywurst zu essen.
'Komm her...'
Louis erstarrte.
'Hole mich...'
Er sah sich um. Was war das? Wo kam diese Stimme her?
'KOMM HER!'
Louis zuckte zusammen und sah sich erneut um. "W...wo bist du?", fragte er leise.
'Hinter dem Spiegel...'
"Was?"
'HINTER DEM SPIEGEL, DU DUMMKOPF!'
Louis drehte sich um und ging vorsichtig zum Spiegel über dem Waschbecken. Erneut überkam ihn eine Übelkeit, die so heftig kam, dass Louis heftig schlucken musste, um nicht noch mal zu kotzen.
Er sah ängstlich in den Spiegel, doch er sah nur sein bleiches Gesicht.
Die Stimme kam nicht mehr wieder.
Louis zuckte die Schultern und ging zur Tür. Er streckte seine Hand nach der Klinke aus-
'KOMM HER!'
Diesmal zuckte er so heftig zusammen, dass er sich auf die Zunge biss.
Er atmete ein paar Mal tief durch, dann ging er entschlossen zum Spiegel hin, sah hinein und fragte: "Was ist?"
'HOLE MICH!!!!'
"Wie denn?"
'DER SPIEGEL, DER SPIEGEL!'
Die Stimme schrie bei jedem Wort lauter. "Was ist denn mit dem Spiegel?", fragte Louis.
'TU-IHN-WEG!'
Verdutzt packte Louis den Spiegel und nahm in von der Wand.
Das war wohl sein größter Fehler seines Lebens. Und sein letzter.
Hinter dem Spiegel sah Louis nur weiße Wand. Jedenfalls sah es so aus.
Plötzlich stieg ein grünlicher Rauch aus der Wand und drang durch Louis' Ohren, Augen, Nase und Mund.
Es fühlte sich nicht eklig an, im Gegenteil, es war angenehm.
Louis' Übelkeit verschwand und ein behagliches Gefühl breitete sich in ihm aus.
Dann war es vorbei.
Verwirrt hing Louis den Spiegel wieder auf und drehte sich um.
Er fühlte sich wie neu geboren.
Doch als er die Tür öffnete und Evelyn am Telefon hocken sah, überkam ihn ein fürchterliches Gefühl.
Er schritt langsam auf seine Freundin zu und blieb kurz vor ihr stehen.
"Hallo Lou! Gehts dir wieder besser?"
Louis' Hände wanderten zu ihrem Hals und umschlossen ihn.
Evelyn gab gurgelnde Geräusche von sich, doch kurz darauf war sie tot.
Sie saß mit vor Schreck geweiteten Augen auf dem Stuhl, der Telefonhörer war runtergefallen.
Kommentarlos und ohne jedliches Gefühl schritt Louis an ihr vorbei.
Er hatte keine Gewalt mehr über sich. Dieser Rauch hatte sich ihm bemächtigt.
Louis' Büro lag im 6. Stock des Hauses. Als er unten auf der Straße ankam, regte sich keiner der Menschen mehr, an denen er vorbei gelaufen war.
Eine kleine Gruppe von Teenis liefen kichernd an ihm vorbei.
Louis packte einer der Mädchen am Hals, um auch sie zu erwürgen.
Die anderen Mädchen schrien auf und versuchten Louis mit aller Macht, ihn von seinem Vorhaben abzuhalten.
Doch sein Griff war eisern. Auch das Opfer schrie und schlug um sich, doch umsonst.
Als sie tot am Boden lag, packte Louis eine der übrigen entsetzten Mädchen und erwürgte sie. Endlich schienen die restlichen Mädchen begriffen zu haben, dass sie machtlos waren. Kreischend rannten sie davon und riefen um Hilfe.
Zwanzig Minuten später war die Polizei eingetroffen, und innerhalb dieser Zeit verloren 7 Leute ihr Leben.
Durch Megafone forderte die Polizei Louis auf, sich zu ergeben.
Louis versuchte es, doch sein Körper gehorchte ihm nicht.
'Hihihi, du bist machtlos, Louis!', kicherte die Stimme aus der Wand in Louis Kopf.
'Du kannst nichts mehr tun! Du hast mich befreit. Ich hätte nach all den Jahren, in denen ich gefangen war, nicht erwartet, dass ich mal so einem Dummkopf wie dir begegnen würde!'
Die Simme lachte hämisch.
Irgendwas muss ich doch dagegen tun, dachte Louis verzweifelt.
Die Stimme lachte erneut und sagte: 'Gib es auf, Louis. Wenn du stirbst, werde ich mich einem anderen Körper bemächtigen. Du kannst nichts mehr tun!'
Im nächsten Moment durchschlug eine Pistolenkugel Louis' Kopf, und er fiel ohne jeden Laut zu Boden.
Der Polizist, der sich neben Louis' totem Körper kniete, sah einen grünlichen Rauch afsteigen, der durch seine Ohren, Augen, Nase und Mund drang....
 
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