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Der Mann auf der Parkbank
 
© 2003 Schorsch Herzmann

Der Mann saß an diesem wunderschönen Frühlingstag auf einer Parkbank und fütterte die Enten, die in einem kleinen Teich umherschwammen.

Die Luft war unendlich sauber und wohlig warm. Der Duft von Tulpen, Krokussen und Kirchblüten lag wie ein geheimnisvoller Schleier in der Luft. Die Sonne schien hell am azurblauen Himmel. Die Vögel zwitscherten fröhlich in den Ästen der knospenden Bäume.

In der Ferne konnte man Kirchenglocken hören. Doch diese Laute waren weit entfernt, wie der Winter, der vom Frühling besiegt ward.

Der Mann lehnte sich auf der Parkbank zurück, schloß die Augen und holte tief Luft. Ein zufriedenes Lächeln lag auf seinen Lippen.

Eine Grille zirpte laut und der Mann lauschte verträumt ihrem Gesang.

Dann ertönten Schritte auf dem Kiesweg, der sich schimmernd weiß und perfekt gepflegt vor der Bank erstreckte.

Ein Polizist schritt gemächlich in seine Richtung. Mit einem Nicken und einem freundschaftlichen Lächeln ließ er sich neben dem Mann auf der Bank nieder.

Dieser lächelte zurück und warf den Enten ihr Futter zu, welches diese sofort in einem kleinen Gemenge unter sich aufteilten.

"Darf ich?" fragte der Polizist und deutete auf die braune Packpapiertüte, die neben dem Mann auf der Bank stand.

Dieser nickte, ohne den Blick von den fressenden Enten abzuwenden.

Der Polizist griff in die Tüte, zog etwas heraus und sein Lächeln erlosch.

Kleine Fleischstücke lagen in seiner großen Hand. Sie waren noch blutig. Die rote Flüssigkeit rann durch seine Finger und tropfte auf den Boden.

Er wandte sich an den Mann.

"Warum füttern sie die Enten mit Fleisch?"

Der Mann antwortete: "Sie hat mich betrogen... Die Axt stand direkt an der Wand."

 
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