Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header3.jpg

Die Autoren von BookOla.de erstellen Rezensionen von Romanen, Kurzgeschichten
und allem was von bekannten und unbekannten Autoren zu Papier gebracht wird.
Die Links zu Amazon sind sogenannte Affiliate-Links.
Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich
von Amazon eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht, aber dieser kleine
Betrag hilft mir, die Unkosten der Seite zu bestreiten.

und nun findet man auch unsere ersten Gehversuche auf Mastodon

Jonesey

© 2009 Sven Schwanke

Jonesey verlieβ Charly’s Rest für die Nacht und der kalte Wind wehte um seine Nase. Er hatte nichts mehr getrunken, seit er vor zehn Jahren leichte Leberprobleme bekommen hatte. Das war die Konsequenz von etlichen Jahren schwerem Alkoholismus. Doch nach wie vor war das Charly’s Rest wie sein zweites zu Hause. In seinem Haus lebte auβer ihm niemand mehr. Seine Frau hatte ihn verlassen und Kinder hatte er keine.
Jonesey zog sich seine Jacke enger an den Körper und warf einen Blick auf das fette Grinsen des Vollmondes. Von Charly’s Rest bis zu seinem Haus waren es vielleicht 10 minuten zu Fuβ. Es war kurz vor Geisterstunde und keine Menschenseele war auf der Straβe zu sehen. Nicht einmal ein Hund oder eine Katze, als wären alle Tot und er der letzte überlebende eines gewaltigen Anschlags. Gänsehaut lief über seinen Rücken. Es war ein angenehmer Gedanke. New York, dachte er. Und dann schnaufte er verächtlich. Niemand würde auf den Trichter kommen einen Anschlag auf Small Heaven mit seinen 8000 Einwohnern zu unternehmen. Das wäre reinste Verschwendung.
Er ging die Ryan Street hinunter und bog dann in die Erickson Street ein. Etwas metallisches schlug heftig auf Beton und er sprang erschreckt auf. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. „Oh Jesus, oh Gott!“ keuchte er und drehte sich herum. Er konnte nichts sehen, aber das Geräusch war keine Einbildung. Etwas groβes schien auf die Straβe gefallen zu sein. Nachdem sein Herz sich etwas beruhigt hatte, ging er ein paar Schritte in die Richtung aus der er gekommen war. Der Mond grinste fröhlich.
Im Schatten konnte er etwas auf der Straβe liegen sehen. Es war nicht groβ. Er ging vorsichtig darauf zu, wie die Katze, die das Mausen nicht lassen kann. Neugierig, die Angst verschwunden, ging er näher. Es lag mitten auf der Straβe. Vorsichtig blickte er sich herum. Kein Auto, keine Menschenseele. Er ging näher und sah, das es ein Kreuz war. Er kniete sich nieder und betrachtete es vorsichtig. Er berührte es. Es schien mit edlen Steinen bespickt zu sein. Es war hübsch. Er nahm es in seine Hand und es war schwer. Sehr schwer. Woher war es gekommen? Er blickte nach oben. Seit wann fallen Kreuze einfach vom Himmel, dachte er. Es musste jemanden gehören, dachte er sich und überhörte vollkommen, wie der Wind stärker und stärker zu heulen anfing. Er stand langsam auf, entschied sich das Kreuz mitzunehmen. Erst als er stand, hörte er das laute Geräusch. Seine Angst kehrte sofort zurück. Langsam drehte er sich herum. Konnte das Geräusch nirgends einordnen. Das schwere Kreuz wurde warm in seiner Hand. Dann sah er zwei glühende Augen auf sich zukommen. Schnell, immer schneller. Der Wind und das Geräusch nahmen zu. Werwölfe, war sein letzter Gedanke, dann sprang er zur Seite und der schwere Trailer rollte an ihm vorbei.
Jonsey betrachete das schwere Kreuz in seiner Hand. „Du hast mich beinahe umgebracht!“ flüsterte er. Dann nahm er das Kreuz, ging zurück zu Bar und bestellte sich einen Dreifachen Whiskey.
Copyright 2022 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla