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Rezension
Stephen King
Erhebung

Rezension © 2018 by Klaus Spangenmacher
für www.stephen-king.de

Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
Erschienen: November 2018
Hardcover, 144 Seiten
ISBN: 978-3453272026
12,00 [D] inkl. MwSt. € 12,40 [A] | CHF 17,90 *
(* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne Verlag
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Kurzbeschreibung:

Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.

In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.

Meine Meinung:

Dieses sehr kurz geratene kleine Büchlein kämpft für mehr Toleranz, Nächstenliebe und sehr stark gegen die nicht nur in den USA weit verbreitete Ablehnung gegen Homosexuelle und verteilt in liebevollen Nebensätzen Seitenhiebe gegen Trumps Schaffen. King zeigt für mich eindrucksvoll zu was er fähig ist, abseits von dem eigentlich von viele Menschen von ihm erwarteten Horrorgeschichten. Er kann auch ganz anders, was er aber schon oft bewiesen hat u.a. in Das Mädchen oder The Green Mile. Für mich zählt Erhebung zu seinen kritischsten und auf jeden Fall bewegensten Werken, das mich sehr berührt hat. Ich hoffe, daß es nie verfilmt wird, denn das geschaffene Kopfkino kann für mich nie in einem Film umgesetzt werden. Das Ende kommt ziemlich unspektakulär daher, aber vielleicht regt gerade dies zu einem Nachdenken an.

Fazit:
Ich gebe unumwunden zu, daß mich am Ende ein trauriges, aber doch erleichtertes Gefühl beschlichen hat und ich dieses Buch nicht missen möchte.

 

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