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Stefan Burban

Im Zeichen der Templer

Rezension © 2017 by Martin Wagner für BookOla.de
Titel: Im Zeichen der Templer
Art: Roman
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Verlag: Atlantis Verlag
Publikationsjahr: 2016
Autor: Stefan Burban
Titelbild: Mark Freier
Umschlaggestaltung: Timo Kümmel
Umfang: 322 Seiten
Bindung: Hardcover
Preis: 14,90 €

Kurzbeschreibung

1187 nach Christus.
Im Heiligen Land tobt ein erbitterter Kampf zwischen Salah ad-Din, bei seinen Feinden unter dem Namen Saladin bekannt, und den Kreuzfahrerstaaten unter der Führung von Guy de Lusignan, dem König von Jerusalem.
Nachdem Saladin das christliche Heer in der Schlacht bei Hattin vernichtend schlägt, ist der Weg frei, der Fall Jerusalems nur noch eine Frage der Zeit.
Der junge Tempelritter Christian d'Orléans wird tödlich verwundet auf dem Schlachtfeld zurückgelassen. Doch dort erfährt er größere Schrecken, als der Krieg ihm je hätte zeigen können. Eine dunkle Kreatur fällt über ihn her und macht ihn zu einem Wesen der Nacht - einem Vampir.
Schon bald darauf verdichten sich die Hinweise, dass hinter Saladins Invasion der Kreuzfahrerstaaten wesentlich mehr steckt als nur der Wunsch, Jerusalem zu erobern.
Hin und her gerissen zwischen dem mit seiner neuen Existenz verbundenen Blutdurst und dem Eid, den er seinen Brüdern vom Templerorden gab, macht sich Christian auf, die Verschwörung hinter dem blutigen Krieg im Heiligen Land zu ergründen, wohl wissend, dass er in eine verlorene Schlacht zieht ....

 

Meine Meinung:

Als Historiker hat man eine Affinität zu Historienfilmen und -serien, zu historischen Romanen und zu allen möglichen Spielen, die sich mit dem Thema widmen. Dafür gibt es in meinem Fall zwei Gründe, zum einen ist es einfach toll, sich in historische Ereignisse hineinzulesen und sie in anderer Form als aus Quellen zu genießen, zum anderen ist man als Historiker auch immer sehr kritisch und sucht natürlich nach historischen Ungenauigkeiten. Letztere nehmen aber zumindest für mich nichts vom Unterhaltungswert weg, ob es Personen, die mit mir zum Beispiel Historienfilme schauen und meine Kommentare miterleben auch so geht, weiß ich allerdings nicht.

Auf alle Fälle kann ich aus den oben genannten Gründen nicht ablehnen, wenn mir ein historischer Roman angeboten wird. In diesem Fall handelt es sich um „Im Zeichen der Templer“ von Stefan Burban, erschienen beim Atlantis Verlag, und der verspricht eine neue Herangehensweise an die Kreuzzüge und im Speziellen an die Schlacht bei Hattin und den darauf folgenden Angriff auf Jerusalem. In diesem Buch wird einer der Kreuzritter, der Tempelritter Christian d'Orléans, nach der Schlacht zum Vampir und muss sich entscheiden, ob er dem Hunger oder seiner Mission nachjagt.

Der Einstieg in das Buch ist bedrückend, die Schlacht bei Hattin ist aus christlicher Sicht gerade verloren worden und Leichenfledderer und allerlei andere Wesen machen sich über die zurückgelassenen Verwundeten und Toten her. Eines dieser Wesen labt sich gerade an Christian, unterschätzt aber dessen Überlebenswillen und dieser, gepaart mit einem überheblichen Vampir, führt dazu, dass Christians Wunden sich plötzlich schließen und die Sonne ihm Schmerzen bereitet. Verstehen kann er das noch nicht, dem Leser ist aber klar, dass er nun ein Vampir ist, oder sich in einen verwandelt. Wenig später trifft Christian auf den Vampir und Johanniter Heinrich von Schwaben, der ihm einige Informationen zum Unleben als Vampir aber auch über die Verschwörung hinter der Niederlage der Kreuzritter erzählt. Christian ist nicht wirklich überzeugt und verlässt Heinrich, um sich den überlebenden Templern anzuschließen und Jerusalem zu retten. Währenddessen plant der älteste der Vampire, DiSalvatino, die letzten Züge, um in Jerusalem den ein Objekt großer Macht erbeuten zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Sarazenen, aktuell Verbündete des Vampirs, einige Templer und vor allen Dingen seinen Erzfeind Heinrich und den gerade erst zum Vampir gewordenen Christian vernichten. Diese Aktion zieht Christian tief in die Verschwörung hinein, öffnen ihm aber auch die Augen, für die tatsächliche Gefahr und im Lauf der Geschichte werden aus Verbündeten Feinde und wieder Verbündete und aus Feinden ebenfalls Verbündete, denn alle Menschen wissen, dass es nur einen wahren Feind in diesem Krieg gibt.

Die Geschichte entwickelt sich rasant und es gelingt dem Autoren immer wieder neue Überraschungen einzubauen. Sind es an einigen Stellen tolle Beschreibungen oder interessante Handlungen, tauchen an anderen Stellen bekannte Namen aus Legenden und der Geschichte auf, die der Geschichte neuen Schwung verleihen. Der Autor hat zu Beginn noch einen oder zwei moderne Begriffe verwendet, später ist er aber vollkommen in der Zeit und es gelingt ihm diese Epoche wirklich schön darzustellen. Auch der Spannungsbogen überzeugt absolut, ich habe keine wirkliche Szene mehr im Kopf, die nicht zur Spannung beigetragen hat, ganz im Gegenteil, ich erinnere mich nur an Szenen, die eben genau diese Spannung generiert haben, und seien es die Gespräche zu den Plänen der Antagonisten. Lektorat, Korrektorat und auch die sonstige Ausstattung des Buches, Bindung und Lesebändchen, sind gelungen. Dementsprechend fällt auch man Gesamtfazit aus.

Fazit:
„Im Zeichen der Templer“ ist ein gelungener fantastischer Historienroman, der geschickt den Vampirmythos und die Schlacht um Jerusalem verknüpft und offene Fragen der Geschichtswissenschaft klärt. Bis auf einige kleine Wortfehler zum Anfang der Geschichte, kann jedes Element, seien es Protagonisten, Antagonisten und Nebenfiguren, oder auch der Spannungsbogen und die Beschreibungen überzeugen. Ich hatte nicht viel zu meckern und hoffe doch, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird.

448 Seiten € 9,99 [D]
Übersetzung: Uta Hege
Broschur
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 13,90
ISBN-13: 9783548284620
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