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Stefan Burban
Söldnerehre
Rezension © 2013 by Martin Wagner für BookOla.de
Stefan Burban: Söldnerehre
Titel: Söldnerehre
Verlag: Atlantis Verlag
Art: Roman, Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Publikationsjahr: 2013
Titelbild: Allan J. Stark
Umschlaggestaltung: Timo Kümmel
erhältlich als Taschenbuch
ISBN: 978-3864020650
€ 14,90
als Hardcover (laminierter Pappband)
mit Lesebändchen, ca. 280 Seiten
direkt beim Atlantis Verlag
oder natürlich auch als eBook bei Amazon

Kurzbeschreibung
Kilian, Anführer einer heruntergekommenen Söldnertruppe, nimmt nur widerwillig den Auftrag an, eine Gruppe Flüchtlinge durch das vom Krieg zerrissene Land Varis zu eskortieren. Ihr Ziel ist Erys, die letzte freie Stadt des Königreichs. Der eingeschlagene Weg führt sie quer durch die Wildnis und mitten durch den Brennpunkt des Krieges.
Doch mit den Flüchtlingen halst er sich mehr Probleme auf, als Kilian in seinen kühnsten Träumen befürchtet hätte. Denn es befinden sich bereits skrupellose Verfolger auf ihrer Spur, denen jedes Mittel recht ist, ihrer Beute habhaft zu werden. Und sie betrachten die Söldner lediglich als lästiges Ärgernis …

Meine Meinung:
Fantasygeschichten gibt es wie Sand am Meer und das nicht erst seit den Erfolgen von Fantasyfilmen im TV und Kino. Viele dieser Fantasygeschichten haben eines gemeinsam, ein normaler Einwohner der fantastische Welt wird durch unterschiedlichste Umstände zum Helden und rettet nicht nur die Maid in Nöten, sondern schafft es auch, mindestens einen Thron für sich zu beanspruchen. Daneben gibt es viele ähnlich ablaufende Geschichten aber nur in sehr wenigen kommen Antihelden oder neutral handelnde Protagonisten vor.

Ob der deutsche Autor Stefan Burban gerade deshalb auf einen richtigen Helden verzichtet hat, weiß ich nicht, auf alle Fälle hat er mit „Söldnerehre“ den neutralen Protagonisten zum „Helden“ seines Romans gemacht. Dieser Roman ist im Februar 2013 beim Atlantis-Verlag erschienen und macht rein handwerklich mit einem festen Einband und einem Lesebändchen schon viel her. Aber auch der neutrale Protagonist und seine Begleiter sind nicht ohne.

Kilian, so der Name des Protagonisten, ist der Anführer einer Söldnerschar, die kurz nach der Eroberung der Hauptstadt des letzten freien Königreiches durch die Moyri unter der Führung des brutalen und machtgierigen Polloks, aus den Diensten eben dieses Polloks entlassen wurden. Die Schar besteht aus unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Einstellungen. Es gibt zum Beispiel einen in sich gekehrten aber wirklich tollen Bogenschützen mit Moyriblut, einen exzellenten Messerkämpfer und einen nervenden Barden. Eigentlich könnte die Schar sich jetzt zurücklehnen und den Kämpfen den Rücken kehren, aber eine Begegnung mit einer Gruppe von Flüchtlingen und ihrem ehemaligen direkten Vorgesetzten führen dazu, dass sie bald als Leibwächter angeheuert werden, um eben diese Flüchtlingsgruppe in die letzte freie Stadt zu eskortieren. Da bald mehr als nur eine Gruppe Interesse an den einfachen Flüchtlingen zeigt, wird schnell klar, dass mehr hinter diesen steckt. Doch das macht die Sache nicht einfacher, denn Vertrauen ist Kilian etwas sehr wichtiges und das ist zerstört, als er die Wahrheit erfährt. Zum Glück werden aus Feinden rechtzeitig Verbündete und am Ende zeigt sich zum einen, dass so etwas wie Söldnerehre tatsächlich existiert, zum anderen aber auch, dass ein glückliches Ende für Söldner oftmals sehr weit entfernt liegt.

„Söldnerehre“ ist ein gelungener Roman, der ohne typischen Helden auskommt und stattdessen die Schurken und Söldner in den Blick nimmt, die ansonsten eher Nebencharaktere sind. Diese ungewöhnlichen Protagonisten sind ein Teil dessen, was das Buch zu einem so guten Buch macht. Alle diese Figuren haben einen reichhaltigen Hintergrund und entwickeln sich auf Basis des Hintergrunds und auf Basis der Geschichte logisch. Der andere Beitrag wird vom Schreibstil und der Spannungskurve geleistet. Stefan Burban kann Geschichten schreiben, die man so von einem unbekannteren Autoren nicht erwartet, denn es gelingt ihm das Geschriebene beim Leser wie in einen Film vor dem geistigen Auge ablaufen zu lassen. Dass man das Buch nicht aus der Hand legen will, dafür sorgt die Spannungskurve, die immer wieder sehr hoch ist und gerade am Ende des Buches wirklich auf einen Höhepunkt hinsteuert. Dies gelingt vor allen Dingen, weil der Autor es schafft, für Überraschungen zu sorgen. Das heißt nicht, dass man einige Dinge nicht vorhersehen kann, es heißt nur, dass man nicht alles vorhersehen kann, insbesondere, weil der Autor auch liebgewonnene Protagonisten über die Klinge springen lässt und zwar gerade dann, wenn man es nicht erwartet.

Fazit:
„Söldnerehre“ ist ein wirklich gutes Fantasybuch, bei dem die Protagonisten nicht die üblichen Helden sind, sondern hartgesottene Söldner, die für ihren Auftraggeber und für Geld durch dick und dünn gehen. Für ein großes Lesevergnügen sorgen aber nicht nur die Protagonisten, sondern ganz allgemein der Schreibstil und die Spannungskurve, die deutlich machen, dass der Autor sein Handwerk wirklich versteht. Mehr von Stefan Burban bitte!

448 Seiten € 9,99 [D]
Übersetzung: Uta Hege
Broschur
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 13,90
ISBN-13: 9783548284620
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