Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header6.jpg
George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 02
Das Erbe von Winterfell
Rezension © 2012 by Martin Wagner für BookOla.de
eis_feuer_2
Originaltitel: A Game of Thrones (Pages 360-674)
Originalverlag: Bantam, New York 1996
Übersetzung. Jörn Ingwersen
Paperback, 544 Seiten
ISBN: 978-3-442-26781-1
€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90
Verlag: Blanvalet

Kurzbeschreibung

Die größte Fantasy-Saga unserer Zeit in vollständig überarbeiteter Neuausgabe!

Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um als Hand – als Roberts Berater und Stellvertreter – zu dienen. Eddard ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde – doch die Ränke der Mächtigen bei Hof sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann. Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist ...!

Meine Meinung:
Autoren scheinen heutzutage immer mehr dazu zu tendieren mehrbändige Romanreihen zu schreiben und nicht mehr nur einbändige Bücher. Das Problem bei diesen mehrbändigen Reihen ist die Wartezeit zwischen den Erscheinungsterminen, insbesondere dann, wenn sich der Autor mehrere Jahre Zeit lässt für den Folgeband. In Deutschland gibt es für die Verlage eine simple Lösung für das Problem, sie teilen einen dicken englischen Roman in zwei deutsche Romane auf und können so zumindest etwas an Zeit überbrücken. Nach einer Weile klappt auch das nicht mehr und es hilft nur noch eine neue Ausgabe, insbesondere, wenn die Buchreihe gerade eine eigene Fernsehserie bekommen hat.

In diesem Fall hat Blanvalet mit der Neuauflage von George R.R. Martins Das Lied von Eis und Feuer-Reihe, nachdem die darauf basierende Fernsehserie, Game of Thrones, in Amerika anlief, genau richtig reagiert. Die Verkaufszahlen stimmen und die Wartezeit auf die Folgebände werden deutlich verkürzt, den passend zu den Neuauflagen erschien in Amerika auch der nächste Band der Reihe und die Übersetzungen laufen auf Hochtouren. Wie sind derweil beim zweiten Band der Reihe, zumindest dem zweiten Band der deutschen Übersetzung, angekommen. „Das Erbe von Winterfell“ setzt dabei, wenig überraschend, ist es ja der zweite Teil des ersten englischen Bandes, die Geschichte des ersten Bands fort. Lord Eddard Stark ist wieder die Hand des Königs und nach wie vor in Königsmund, Tyrion Lennister immer noch gefangen, Daenerys Targaryen immer noch bei ihrem Khal Drogo und über allem schwebt der Duft eines kommenden Krieges in der Luft. Für die meisten Bewohner Westeros' wird sich in diesem Band nicht viel ändern, für die Häuser und deren Armeen, wird dieser Band die Ausgangslage für alle anderen Bücher der Reihe schaffen. Neben der eigentlichen Geschichte findet sich zum Abschluss ein weiteres Mal der Anhang, mit den Informationen zu den Häusern, den Charakteren und ihre Zugehörigkeit, ein Blick hinein lohnt sich vor, während und nach dem Lesen.

Mehrere Dinge geschehen wieder gleichzeitig. Zum Einen gelingt es Tyrion Lennister aus der Geiselhaft zu entkommen und sich mit neuen Freunden bis zum Heer seines Vaters durchzukämpfen, welches sich auf den Weg gemacht hatte, ihn zu befreien. Gleichzeitig muss Ned Stark in Königsmund für den König in dessen Abwesenheit einige Entscheidungen treffen, die zwar ehrenhaft sind, aber nicht gerade den Sieg im Spiel der Throne, den Intrigen bei Hofe, bringen werden. Ein gelüftetes Geheimnis bringt dann Dinge ins Rollen, die Ned mit seinem Schwert nicht mehr aufhalten kann und mit der Rückkehr des Königs ändert sich dann alles, für ihn und seine Familie und für Westeros und für die Starks bedeutet der Verlust der Geisel Tyrion plötzlich noch mehr als vorher. Währenddessen beginnt für die schwangere Daenerys ein neues Leben an der Seite ihres Khal, den sie von Tag zu Tag mehr liebt und der für sie, nachdem das Attentat auf ihr Leben misslingt, über das große Meer reiten will, um ihr ihren Thron wieder zu beschaffen.  Doch auch für sie kommt alles anders als erhofft und es stellt sich immer mehr heraus, dass es die alten und die neuen Götter nicht gut mit denen meinen, die Gutes tun wollen. Daneben werden natürlich auch andere Geschichten weiter erzählt und die Welt weiter mit Leben gefüllt.

Abermals kann man kaum etwas bemängeln. Tolle runde Charaktere mit sehr viel Entwicklung im zweiten Teil des Buches, eine spannende Geschichte mit vielen tollen Schauplätzen und noch tolleren Ereignissen. Da fällt einem irgendwann gar nicht mehr so stark auf, dass die Eigennamen und Städtenamen teilweise nicht ganz optimal übersetzt wurden, beziehungsweise, dass sie überhaupt übersetzt wurden. Schon während des Lesens des Buches fällt auf, dass einzelne Entscheidungen definitiv zu einem schlechten Ende führen werden und wenn dann genau das eintrifft, dann denkt man zwangsläufig an den Aufbau des Dramas, denn genau so scheinen die Romane gestrickt zu sein. Von der Exposition über die Peripetie bis zur Katastrophe nach dem retardierenden Moment, all diese Punkte und dazu die Zwischenschritte lassen sich in Martins Werk wiederfinden und es ist kein Wunder, dass sich der Stoff so gut als Fernsehserie umsetzen lässt. Shakespeare hat es damit ja auch einige Jahrhunderte lang geschafft auf Bühnen aufgeführt zu werden. Für Das Lied von Eis und Feuer bedeutet das auf alle Fälle noch jede Menge interessante Verwicklungen, viele Höhepunkte und viele Katastrophen, denn es gab viele Expositionen und noch nicht einmal halb so viele Peripetien. Man darf also gespannt sein.

Fazit:
George R. R. Martins Das Lied von Eis und Feuer „Das Erbe von Winterfell“ ist der zweite Teil der Übersetzung des ersten englischen Bandes zur Reihe und erzählt die Geschichte, die im ersten Band ihren Lauf nahm weiter und führt sie, zumindest für einige Figuren, zu einem traurigen Ende fort. Dabei sind es neben den runden Charakteren vor allen Dingen die Welt und die dramatischen Ereignisse, die das Werk zu etwas Besonderem machen. Das Buch macht Lust auf mehr und der Nachfolgeband wartet bereits.

Copyright 2020 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla