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George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 01
Die Herren von Winterfell
Rezension © 2012 by Martin Wagner für BookOla.de
winterfell
Originaltitel: A Game of Thrones (Pages 1-359)
Originalverlag: Bantam, New York 1996
Übersetzung. Jörn Ingwersen
Paperback, 576 Seiten
ISBN: 978-3-442-26774-3
€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90
Verlag: Blanvalet

Kurzbeschreibung

Die größte Fantasy-Saga unserer Zeit in vollständig überarbeiteter Neuausgabe!

Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

Meine Meinung:
Denkt man das Fantasygenre, dann fallen einem viele Namen bereits gestorbener Autoren ein, Zum Beispiel Tolkien, Jordan, Lewis und Bradley. All diese Autoren prägten aber jüngere Autoren und seit einigen Jahren fallen einem die Namen der jüngeren Autoren auch ein, wenn man an das Genre denkt, zum Beispiel Tad Williams, Robin Hoob und George R.R. Martin. Letzterer ist seit der Verfilmung seiner Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ als Fernsehserie unter dem Titel „Game of Thrones“ auch unter eigentlichen Nichtlesern mittlerweile bekannt geworden.

Dieser neue Bekanntheitsgrad hat dazu geführt, dass sein neues Buch der Reihe geradezu aus den Regalen der Buchhandlungen gerissen wurden und die ersten Bände der Reihe neu aufgelegt wurden. In Deutschland erscheint „Das Lied von Eis und Feuer“ bei Blanvalet und der Verlag hat bereits, als die Dreharbeiten zur Serie begannen, den übersetzten ersten Band der Reihe „Die Herren von Winterfell“ vollständig überarbeitet neu herausgegeben. Dabei blieb man der Aufspaltung des ersten englischen Buches in zwei deutsche Bücher treu.

Passend zum Titel, begrüßt das Wappen derer von Winterfell, das Wappen der Starks, den Leser mit dem Leitspruch „Der Winter Naht“ und lässt den Leser damit gleich rätseln, was genau damit gemeint sein könnte. Im Umschlag, sowohl vorne als auch hinten im Buch, findet sich eine Karte Westeros', dem Kontinent, auf dem die Romane hauptsächlich spielen. Ein Blick auf die Karte macht dabei durchaus Sinn, sowohl vor dem Lesen als auch während des Lesens. Auch nützlich ist der Anhang, der einige Informationen zum fantastischen Westeros und den Protagonisten und Antagonisten des Romans bietet. Hier findet der Leser schnell heraus, bei welchem Lord beziehungsweise bei welchem Haus die Loyalitäten des jeweiligen Charakters liegen, zumindest so in etwa, denn Westeros ist ein sehr intriganter Ort. Karte und Personenregister sollten also beachtet werden, dann kann bei der Lektüre nichts mehr schief gehen.
„Die Herren von Winterfell“ widmet sich, wie der Name schon sagt, den Herren von Winterfell, einem Geschlecht ehrenhafter Ritter, dass im hohen Norden von Westeros lebt und damit den intriganten Spielen am Hof nicht ausgesetzt ist. Der Lord von Winterfell, Eddard Stark, ein Kriegsheld und Freund des Königs, mit dem er vor nicht einmal 20 Jahren überhaupt erst die Krone erkämpft hat, spielt dabei eine herausragende Rolle, aber auch seine Frau, Lady Catelyn, aus dem Hause Tully, und ihre Kinder sind nicht minder bedeutend für die Handlung des Buches. Alle wichtigen Personen aufzuzählen, würde den Rahmen der Rezension sprengen. Einige Namen muss man aber noch nennen. Für die Starks sind es vor allen Dingen der König, Robert Baratheon, dessen Frau, Cersei, aus dem Hause Lennister, dem reichsten und stärksten Haus in Westeros, und deren Sohn Jeoffrey, die eine große Bedeutung haben, denn Eddard Stark wird von seinem alten Freund gebeten seine neue rechte Hand zu werd
en, nachdem die alte Hand an einer mysteriösen Krankheit starb. Um diesen Posten zu übernehmen, muss Eddard Stark nach Königsmund ziehen, der Hauptstadt des Reiches, und dort das Spiel der Throne spielen. Von diesem Moment an, scheint sich das Schicksal des Hauses Stark für immer zu erfüllen. Seine Töchter begleiten ihn, seine Söhne bleiben zurück in Winterfell und sein Bastardsohn Jon, tritt der Nachtwache bei, einer Organisation, die das Reich an einer riesigen Mauer gegen die Menschen und Wesen hinter der Mauer verteidigen.
Während all dies und noch mehr auf Westeros geschieht, scheint es das Schicksal auch mit den Nachfahren des alten Königs von Westeros, dem verrückten Aerys Targaryen, gut zu meinen. Der Thronerbe Viserys, der Bettelprinz, hat seine Schwester Daenerys mit dem Khal, Khal Drogo, dem Anführer der Reiterstämme des östlichen Kontinents vermählt und erhofft sich von diesem eine Armee, die stark genug ist, Westeros zurückzuerobern. Doch bevor er überhaupt mit dem Khal darüber reden kann, müssen kulturelle Barrieren überbrückt und der Khal glücklich gemacht werden.
Beide Handlungsstränge sind eng miteinander verbunden, obwohl viele tausend Meilen dazwischen liegen, und sorgen so für sehr viele interessante Elemente und Entwicklungen.

Allein die Aufzählung der Handlungsstränge und die Aufzählung der vielen Namen, und das waren bei weitem nicht alle Namen, könnten viele potentiellen Leser abschrecken, aber bei dem ersten Band einer Reihe bleibt dem Autor nicht viel übrig. Die Welt muss beschrieben werden, die Protagonisten müssen beschrieben werden, die Antagonisten müssen beschrieben werden und der Welt muss Leben eingehaucht werden. Genau das macht George R.R. Martin im ersten Band der Reihe nahezu perfekt und genau das würde man verpassen, wenn man sich von vielen Charakteren abschrecken ließe. Neben seinem Talent Dinge zu beschreiben und in einen Kontext zu bringen, hat er aber auch ein großes Talent im Erzeugen und Halten von Spannung. Von Beginn an, hat man als Leser das Gefühl bei etwas Großem dabei zu sein und man fühlt sofort mit den Protagonisten und kann ihre Aktionen und Reaktionen nachvollziehen und verstehen. Da hat der Übersetzer auf jeden Fall gute Arbeit geleistet. Etwas wenig
er gelungen sind teilweise die sehr freien Übersetzungen der Eigennamen und der Städtenamen, die dadurch ihre sprechenden Namen verlieren. Das fällt natürlich nur auf, wenn man das englische Original gelesen hat. Einem Leser, der nur die Übersetzung liest, fällt das nicht auf und nach knappen 540 Seiten hat „Das Lied von Eis und Feuer“ einen sowieso gepackt, da macht eine sehr freie Übersetzung auch nicht viel aus.

Fazit:
George R.R. Martins erster Band Der „Das Lied von Eis und Feuer“-Reihe „Die Herren von Winterfell“ ist der gelungene Auftakt einer fantastischen Reihe, die neben großen Schauplätzen und spannenden Handlungssträngen vor allen Dingen tolle Prota- und Antagonisten aufbieten kann. Von der ersten Seite an gefesselt, legt man das Buch erst wieder am Ende aus der Hand, holt sich dann sofort den Folgeband und hofft, dass der Autor schneller schreibt.

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