Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header4.jpg

Die Autoren von BookOla.de erstellen Rezensionen von Romanen, Kurzgeschichten
und allem was von bekannten und unbekannten Autoren zu Papier gebracht wird.
Die Links zu Amazon sind sogenannte Affiliate-Links.
Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich
von Amazon eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht, aber dieser kleine
Betrag hilft mir, die Unkosten der Seite zu bestreiten.

Jean M. Auel
Ayla und der Clan des Bären
Rezension © 2010 by Gerald Schnellbach für BookOla.de
Ayla und der Clan des Bären
Taschenbuch, 608 Seiten
ISBN: 978-3-453-21525-2
€ 9,95 [D] | € 10,30 [A] | CHF 18,90
Verlag: Heyne

Kurzbeschreibung
Die Urzeit vor 30 000 Jahren: Das junge Mädchen Ayla irrt verlassen durch die gefährliche Wildnis der vorzeitlichen Erde. Der «Clan des Bären», ein Stamm von Urmenschen, nimmt sie auf. Doch Ayla ist nicht wie die anderen Stammesmitglieder. Sie ist blond, schlank und lernt überdurchschnittlich schnell . Ayla lebt vor 30.000 Jahren in einer Zeit, in der Schnee und Eis weite Teile des europäischen Kontinents bedecken. Als während eines Erdbebens Aylas Stamm vernichtet wird, irrt sie ziellos umher und überlebt nur knapp den Angriff eines Höhlenlöwen. Völlig entkräftet wird sie vom Clan des Bären gefunden und aufgenommen. In Iza, der Heilerin des Clans, und deren Bruder Creb, einem mächtigen Medizinmann, findet Ayla neue Eltern. Bald schon ergeben sich Konflikte durch Aylas Andersartigkeit. Nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre seltsame Art, durch Laute zu kommunizieren, befremden die Clan-Mitglieder. Bald lernt Ayla, auf die "richtige" Art zu sprechen - in der Gebärdensprache. Viele Verhaltensregeln und Tabus, die den Frauen des Bärenclans auferlegt sind, bereiten der selbstbewussten Ayla auch weiterhin Probleme. Mit Feuereifer stürzt sich Ayla in ihre Ausbildung zur Medizinfrau, denn darin sieht sie ihre einzige Chance, in Zukunft vom Clan akzeptiert zu werden. Doch ihr unabhängiges Wesen lässt sich nicht unterdrücken. So sehr sie sich auch müht, sie bleibt eine Außenseiterin in einer ihr fremden Kultur …

Meine Meinung:
Die amerikanische Schriftstellerin Jean Marie Auel veröffentlichte 1980 mit „Ayla und der Clan des Bären“ den ersten Teil ihrer aktuell fünfbändigen „Kinder der Erde“-Reihe, die bis 2002 in unregelmäßigen Abständen erschien. Nach „Ayla und der Clan des Bären“ erschienen „Ayla und das Tal der Pferde“, „Mammutjäger“, „Ayla und das Tal der großen Mutter“ sowie „Ayla und der Stein des Feuers“. Ein abschließender sechster Band (englischer Titel „Earth’s Children“) wird 2010 in den USA erscheinen. Der erste Band wurde 1986 mit Daryl Hannah in der Hauptrolle verfilmt. Die Handlung spielt während der Würm-Eiszeit auf der Erde vor 30.000 Jahren, als diese noch von den Neandertalern bewohnt wird. Aber auch der modernere Cro-Magnon-Mensch ist bereits auf der Bildfläche erschienen.

Nachdem sie ihre gesamte Familie bei einem Erdbeben verloren hat, wird die fünfjährige Ayla, die zur Gattung der Cro-Magnon-Menschen gehört, schwer verletzt von einem Neandertaler-Clan gefunden und von der Heilerin des Stammes gesund gepflegt. Trotz ihrer Andersartigkeit (dem Schönheitsideal der Neandertaler entsprechend ist Ayla mit dem aufrechten Gang, dem gleichförmigen Gesicht mit der kleinen Nase, den blauen Augen und den blonden Haaren, ausgesprochen hässlich), wird sie in den Stamm aufgenommen. Sie wird zwar mit Misstrauen beäugt, aber aufgrund diverser Vorfälle glaubt man auch, dass sie von einem großen Geist beschützt wird, vor dem der Clan, insbesondere der Clanführer, Angst hat, sollte er Ayla verstoßen. Ayla bleibt zwar auf gewisse Weise eine Fremde, wird aber immer mehr vom Clan akzeptiert. Iza, die Heilerin und deren Bruder Creb machen sich allerdings Sorgen um Aylas Zukunft. Da die „hässliche“ Ayla sicher nie einen Gefährten finden wird, der das Feuer mit ihr teilt, beschließen sie, sie zur Heilerin auszubilden, um ihre Stellung innerhalb des Clans zu festigen und sie vor Anfeindungen zu schützen. Diese gibt es immer noch, auch körperlicher Art, von vereinzelten Personen. Auch wenn ihre Stellung innerhalb des Clans gefestigt ist, muss Ayla auf der Hut sein. Trotz allem bleibt sie eine Fremde. Schon aufgrund ihrer Andersartigkeit.

„Ayla und der Clan des Bären“ ist eine sehr flüssig zu lesende Geschichte, der man die Recherchearbeit richtig ansieht. Das Buch deckt verschiedene Genres ab. Den Historienroman (kann man bei einem Buch, das in der Eiszeit spielt, überhaupt schon von Historienroman sprechen?), den Abenteuerroman und im weiteren Sinne auch den Frauenroman. Schließlich wird hier der Weg eines jungen Mädchens zu einer selbstbewussten jungen Frau gezeigt. Dieser Weg ist beschwerlich und wird nicht nur gut gemeistert, sondern auch ebenso gut erzählt - nicht immer dramatisch, aber immer spannend. Auch der Hintergrund über das Leben unserer Vorfahren vor 30.000 Jahren ist sehr interessant und wunderbar erzählt. Der Autorin ist mit dem Buch ein so schöner Einsteig in einen Zyklus gelungen, das man am liebsten gleich weiterlesen möchte. Vor allem, da das Ende doch etwas offen gestaltet ist (man könnte es aber auch als abgeschlossen sehen - das liegt ganz im Auge des Betrachters). Aber mit „Ayla und das Tal der Pferde“ kann man seine Neugier ja gleich im Anschluss befriedigen. Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass ein Roman der in der Urzeit spielt, so spannend, interessant und sogar lehrreich sein kann.

Copyright 2020 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla