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Jean M. Auel
Ayla und die Mammutjäger
Rezension © 2010 by Gerald Schnellbach für BookOla.de
Ayla und die Mammutjäger
Originaltitel: The Mammoth Hunters
Taschenbuch, 800 Seiten
ISBN: 978-3-453-21524-5
€ 9,95 [D] | € 10,30 [A] | CHF 18,90
Verlag: Heyne

Kurzbeschreibung
Während eines Streifzugs begegnen Ayla und Jondalar einem großen, kräftigen Mann. Sie erfahren, dass es sich um den Anführer des Löwenlagers bei den Mammutjägern handelt. Talut und Jondalar stellen zudem eine entfernte Verwandtschaft fest. Daraufhin beschließen Ayla und Jondalar, sich dem Stamm anzuschließen. Die Zeit vergeht und Ayla wird aus Ermangelung eines eigenen Stammes von den Mammutjägern adoptiert. Ein Mann im Lager aber verliebt sich in sie. Ranec ist nicht nur ein begnadeter Künstler im Figurenschnitzen, sondern er fällt auch durch seine dunkle Hautfarbe aus dem Rahmen. Ayla ist von ihm fasziniert und fügt sich schließlich seinen Wünschen. Jondalar ist betäubt von Eifersucht und zieht sich immer mehr von ihr zurück. Ayla glaubt nun, dass Jondalar sie nicht mehr liebt und entscheidet sich schweren Herzens für Ranec ...

Meine Meinung:
Bereits im Jahr 1977 hatte die Schriftstellerin Jean M. Auel die Idee zu einer Geschichte über ein prähistorisches Mädchen im Kopf. Ursprünglich sollte das Ganze nur eine Kurzgeschichte werden, aber diese „Kurzgeschichte“ sollte ihr Leben verändern. Nachdem sie mit dem Schreiben angefangen hatte, merkte sie schnell, dass die Geschichte wohl doch etwas umfangreicher werden würde. Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass der Stoff sogar für eine mehrbändige Romanreihe reichen würde. Die Bücher entwickelten sich schnell zu Bestsellern und Auel wurde zur Expertin auf steinzeitlichem Gebiet. Die Recherchen für den Zyklus führten sie im Laufe der Jahre unter anderem zu prähistorischen Orten in Frankreich, Österreich und Russland. Damit nicht genug, nahm Auel sogar an einem eiszeitlichen Überlebenstraining teil und lernte, wie Fleisch und Felle bearbeitet und Werkzeug aus Stein hergestellt werden. „Ayla und die Mammutjäger“ ist der nunmehr dritte Teil dieser, bis jetzt, fünfbändigen Reihe. Er beginnt direkt im Anschluss von Band zwei.

Bei einem Ausflug von ihrem Tal treffen Ayla und Jondalar zufällig auf das Volk der Mammutjäger und auf deren Anführer Talut. Dieser bittet die beiden, doch mit ihnen zu ihrem Lager zu kommen. Zunächst ist Ayla skeptisch, hat sie doch bis auf Jondalar noch nie jemanden von den „Anderen“, also ihrem eigenen Volk zu Gesicht bekommen und soll nun gleich eine ganze Gruppe kennen lernen. Angst hat Ayla auch um Winnie und Renner, ihre beiden Pferde. Gelten die zu der Zeit doch eigentlich nicht als Lasttiere sondern als Nahrung. Doch Talut kann Aylas Bedenken verstehen und versichert ihr, dass den beiden Pferden nichts geschieht. Ayla und Jondalar folgen den Mammutjägern in ihr Lager. Was zunächst nur als Kurzbesuch geplant ist, wird ein längerer Aufenthalt als gedacht. Doch je länger sie im Lager bleiben, umso mehr entfremden sich die beiden wieder voneinander. Aufgrund mehrerer kleinerer Missverständnisse und mangelnder Kommunikation glaubt Ayla, dass Jondalar sie nicht mehr liebt. Er wiederum glaubt dass gleiche von ihr. Dass wiederum ruft den Elfenbeinschnitzer Ranec auf den Plan, der sich unsterblich in Ayla verliebt hat. Sie ist nun hin und her gerissen. Auf der einen Seite stehen Jondalar und eine ungewisse Zukunft, auf der anderen Ranec, den sie zwar sehr gerne hat, aber eben nicht liebt. Aber mit ihm könnte sie im Lager bleiben, bei Menschen, die sie trotz ihrer Clan-Zugehörigkeit akzeptieren und die sie wirklich gern haben. Sie muss eine Entscheidung treffen, denn zum Frühlingsfest möchte Ranec, dass Ayla mit ihm ein Herdfeuer, also eine Familie gründet.

Wieder einmal gelingt es der Schriftstellerin, uns glaubhaft in die Eiszeit zu versetzen. Man staunt über das profunde Wissen, dass sie sich angeeignet hat und uns in dem Buch vermittelt. Nicht nur Flora und Fauna, auch die Mammutjagd, das Herstellen von Kleidung, Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen wird genauestens beschrieben und erläutert. Auel ist eine meisterhafte Erzählern, die mit Ayla und Jondalar zwei Charaktere erschaffen hat, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Dies liegt vor allem daran, dass diese, wie eigentlich alle Personen in dem Buch, überaus überzeugend dargestellt werden. „Ayla und die Mammutjäger“ ist ein wunderbarer Abenteuerroman, verknüpft mit einer Liebesgeschichte voller Beziehungsprobleme, die auch schon vor 30.000 Jahren keine anderen waren als unsere heutigen. Die gesamte „Kinder der Erde“-Reihe ist ein eiszeitliches Epos, wie es in der Literatur sicher kein zweites gibt.

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