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Stephen King
Der Turm
Der dunkle Turm
(The Dark Tower VII: The Dark Tower, 2004)

Heyne
Heyne 2004
Uebersetzt von Wulf Bergner
1009 Seiten
ISBN: 345300096X
EURO 26,-

Von Torsten S. (Forenmitglied www.stephen-king.de)

Ein würdiger Abschluss einer legendären Saga
Seit den 80er Jahren begleitet mit Roland's Ka-Tet nun und dass nun alles zu Ende sein soll erfüllt mich mit Wehmut. Selten konnte eine Geschichte so fesseln wie diese, vielleicht auch deshalb, weil sie mit dem Leser über die Jahre gewachsen ist und man nie wusste wann, wie und ob sie weitergeht.

Aber nun zum siebten Teil.

Der dt. Titel "Der Turm" ist nicht gerade glücklich (wo die Saga doch "Der dunkle Turm" heißt). Aber naja, man soll ein Buch ja nicht nach dem Einband bewerten.

Die Geschichte bildet auf alle Fälle einen würdigen Abschluss. Es wird gekämpft, es werden Türen zu verschiedenen Welten durchschritten, Bekannte aus anderen Teilen der Saga sowie aus anderen Stephen King Büchern ("Hearts in Atlantis" sollte man evtl. gelesen haben) treten auf und das Ka-Tet zerbricht. Diese Stelle ist vermutlich die emotionalste in der gesammten Reihe und so ziemlich das emotionalste, das ich je in einem Buch erfahren habe. Die Idee, die schon im sechsten Teil "Song of Susannah" eingeführt wurde, das Buch und den Autor selbst in die Geschichte einzubinden wird konsequent fortgeführt und erinnert ein wenig an "Die unendliche Geschichte", aber für Erwachsene. Auf alle Fälle ist es eine große Geschichte in der man sich verlieren kann. Und das ist meiner Meinung nach das größte Kompliment, das man einem Buch machen kann.

Mit dem Stil ist es wie bei allen King-Büchern: entweder man liebt ihn oder man läßt es bleiben.

Also, schade dass die Reise nun zu Ende sein muss. Ich habe sie genossen und werde den Weg sicherlich noch des öfteren Abschreiten (sprich die Bücher zum fünften oder sechsten Mal lesen). Vielen Dank und Heil Wörterschmied!

Das Ende des Pfades ist erreicht
Als der sagenumwobene griechische Held Odysseus auszog, um zu Ruhm und Ehre zu gelangen, war er ein junger Mann, der nicht ahnen konnte, wie lange seine Reise dauern würde. Stephen King erging es nicht viel anders, als er die ersten Sätze seines Epos um Roland den Revolvermann auf der Suche nach dem dunklen Turm schrieb. Mittlerweile sind vierunddreißig Jahre vergangen, und aus dem dreiundzwanzigjährigen Jungspund des Jahres 1970 ist inzwischen ein reifer Mann Ende Fünfzig geworden, der jetzt, nach all den Jahren, seine ganz eigene Odyssee zu Ende gebracht hat.
Der siebte - und damit abschließende - Band des "Dark-Tower"-Zyklus markiert demnach nicht nur einen Wendepunkt für Roland, den letzten Revolvermann, sondern auch für dessen Erschaffer, Stephen King. Doch statt sich in Erinnerungen zu laben, wie es so manch anderere Schriftsteller möglicherweise getan hätte, zelebriert King ein letztes Mal die Magie, die diese Serie zu etwas einzigartigem gemacht hat. "Dark Tower VII" kann ohne Wenn und Aber als Kings stärkstes Buch seit über einem Jahrzehnt bezeichnet werden, wobei man das Gefühl nicht los wird, als habe King, während er seine letzten Bücher schrieb, bereits jene Welt aufgesucht, durch die sein Revolvermann zur finalen Etappe zu schreiten hat.
Ein letztes Mal macht sich sagenumwobene Ka auf, um endlich zu jenem dunklem Turm zu gelangen, der nicht nur den Mittelpunkt aller Welten sondern auch das Zentrum von Rolands Dasein darstellt. Doch die Reise steckt nicht nur voller Gefahren und Geheimnisse. Alte Bekannte kreuzen den Weg des Revolvermannes ebenso wie tödliche Feinde - in Rolands wie auch in unserer Welt, und so folgt dem süßen Geschmack des Wiedersehens sehr schnell auch das salzige Aroma bitterer Tränen - denn nicht alle werden die Reise zu Ende bringen ...
In vielerlei Hinsicht stellt der Abschlussband des Epos gleichzeitig auch den Mittelpunkt in Kings Schaffenswerk dar; verschmelzen die von King kreirten Welten, Orte und Person zu einem schlüssigen Ganzen, an dessen Ende Roland und sein dunkler Turm steht. Viele Fragen werden mehr oder weniger deutlich beantwortet bzw. angedeutet, stellen aber im Kontext ein schlüssiges Gesamtbild da - wie auch das Ende der Saga, dass ebenso logisch wie brillant ist.
Say King, wir danken dir!

Würdiger Abschluss
Nun hat die Reise von Roland, dem Revolvermann, also ein Ende, nach drei Jahrzehnten und sieben Büchern.
Ich hatte das Glück, die Reihe erst zu entdecken, als der vierte Band "Wizard & Glas" schon erschienen war, andere mussten länger auf die Fortsetzungen warten...
Ohne Zweifel zählen die ersten vier Bände der Saga zum Besten, was die zeitgenössische Belletristik zu bieten hat. Wusste King beim ersten Band noch nicht so recht, wohin mit der Geschichte, entwickelte er später eine komplexe Story mit tollen Figuren und mitreißender Action. Und über allem ragte stets der praktisch unfehlbare Roland heraus. Was für ein Sympathieträger, nicht zuletzt durch die tragischen Aspekte seines Lebens.

Band 5 "Wolves of the Calla" ließ in meinen Augen schon etwas nach, und "Song of Susannah" war eher eine Durchgangsstation als ein eigenständiges Buch.
Ein großer Minuspunkt war außerdem, dass Stephen King seine alten Werke zusehends mit ins Spiel brachte und sie mit dem "Dunklen Turm" verschmelzen ließ. Und ehrlich gesagt möchte ich NICHT, dass ein Buch von Stephen King sich DERART ausführlich mit Stephen King selbst beschäftigt und dieser dann in der Geschichte auftaucht!
Mag das für ihn selbst therapeutischen Nutzen gehabt haben, viele Leser hat es wohl eher genervt.

Über den letzten Band hatte ich im Vorfeld eher gemischte bis negative Kommentare gelesen, insofern war meine Erwartung nicht zu hoch.

Ich kann aber guten Gewissens sagen, dass ich "Der Turm" bzw. "The dark tower" insgesamt wirklich gelungen finde!
Ein anderer Rezensent benutzte das schöne Wort "pageburner" - absolut zutreffend! Die Story ist äußerst fesselnd und bietet viele spannende Szenarien und Kämpfe.

Mias Sohn Mordred kommt endlich auf die Welt, die Freunde kümmern sich um die "Breaker" und kommen ihrem Ziel, dem Turm, Stück für Stück näher. Doch damit die Geschichte weitergehen kann, muss erstmal noch der Schriftsteller von seinen eigenen Figuren gerettet werden...

Natürlich sind auch viele ergreifende Momente dabei. Ich habe tatsächlich mal wieder geweint beim Lesen, das ist mir das letzte Mal am Ende von "Wizard and Glas" passiert, bei der unfassbar tragischen Geschichte von Susan Delgado...

Ein Minuspunkt, der auch in anderen Rezensionen anklingt, ist der, dass die Art und Weise, wie sich manche Figuren aus der Story verabschieden, etwas abrupt und lieblos erscheint. Man hat das Gefühl, King wollte so manchen Handlungsfaden möglichst schnell zu Ende führen und dabei möglichst alle Figuren noch unterbringen.

Für mich unbefriedigend bleibt zudem, dass über den Verbleib der Glaskugeln nichts weiter erzählt wird. Dafür, dass um "Black Thirteen" und auch den "Pink Ball" so ein Wirbel gemacht wurde, verschwinden sie relativ unbemerkt.
Ich hatte eigentlich auch noch mit einem Auftauchen von Rhea, der Hexe, gerechnet. Ihr Verbleib bleibt aber im Dunkeln. (Oder hab ich was überlesen??)

Tja, und dann ist da noch das Ende, zu lesen in der "Coda". Stephen King warnt ausdrücklich davor, es zu lesen. Aber natürlich will man wissen, was Roland denn nun im Turm findet...
Ich fand es cool!

Insgesamt also ein zufriedenstellender Abschluss einer legendären Reihe, der sicher nicht alle Fans begeistern wird, aber immerhin ist King jetzt fertig!

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

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