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Stephen King

Blutige Nachrichten

Rezension © 2020 by Croaton für kingwiki.de

Verlag Heyne Verlag
Originaltitel: If it bleeds
Originalverlag: Scribner
Übersetzung: Bernhardt Kleinschmidt
Gebundenes Buch, 560 Seiten
ISBN: 978-3453273078
€ 24,00 [D] inkl. MwSt.
€ 24,70 [A] | CHF 33,90 *
(* empf. VK-Preis)
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Kurzbeschreibung:

In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht nährende Kreatur wiedererwacht?

Die titelgebende Geschichte »Blutige Nachrichten« – eine Stand-alone-Fortsetzung des Bestsellers »Der Outsider« – ist nur einer von vier Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte.

Meine Meinung:

Als großer Fan der Novellensammlungen von Stephen King erkannte ich schnell, dass King sich bei diesem Format in meinen Augen von Mal zu Mal steigerte. So war ich freilich sehr gespannt, ob der vierte Vierer-Pack namens Blutige Nachrichten den starken Vorgänger Zwischen Nacht und Dunkel in der Tat noch würde steigern können. Ich war zugegebenermaßen skeptisch, machte King doch aus meiner Sicht Anti-Werbung für das Buch, indem er die titelgebende Novelle Blutige Nachrichten als Fortsetzung zu Der Outsider und als ersten Solo-Fall für Holly Gibney ankündigte. Das konnte mich wenig begeistern, war Hollys Einmischung in die Handlung des Outsiders meines Erachtens doch ein absoluter Störfaktor gewesen.

Aber ja: Der Trend setzt sich fort, und ich vergebe erstmals die vollen fünf Punkte für irgendeine Sammlung des Meisters. Die Perle ist zweifelsfrei Chucks Leben, die bislang einzige der vier Novellen, für die man sich schon die Filmrechte gesichert hat. Der Einstieg mit Mr. Harrigans Telefon ist ja bereits mehr als gelungen, und Chuck setzt noch eins drauf. Die dritte Novelle versöhnt mich dann wieder mit Holly und präsentiert einen in seinem Schrecken viel greifbareren und überzeugenderen Outsider als der Vorgänger. Der Abschluss, Ratte, ist zwar auf seine Weise eine Mogelpackung, dennoch aber eine stets unterhaltsame Lektüre mit einer einlullenden Atmosphäre.

Eine Frage, die im Zusammenhang mit Hollys Novelle immer wieder aufkommt, ist die, ob man dazu den Outsider kennen sollte. Die Antwort liegt auf der Hand: Auf jeden Fall, denn nicht nur wird in der Novelle die gesamte Handlung dieses Romans verraten, King setzt auch eine Grundkenntnis dessen voraus, was ein Outsider überhaupt ist. (Hierbei kommt es freilich zu einer Art rückwirkenden Dominoeffekt, denn im Outsider wird die Bill Hodges Trilogie aufgewärmt ...)

So kommt es zu zweimal 5 und zweimal 4 Punkten - und da die längste Novelle mit Holly eher an der 5 als an der 3 kratzt, möchte ich das beeindruckende Gesamtwerk auf die vollen 5 aufrunden.

Fazit: Wieder eine Sammlung mit vier übersinnlichen Novellen, wie King sie einfach meisterlich beherrscht. Ein weiterer eindrucksvoller Beweis dafür, dass man beim Meister mitnichten von einem schwächeren Spätwerk sprechen kann.

 

 

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