Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header5.jpg

Stephen King

Raststätte Mile 81

Rezension Copyright 2012 by Croaton
für wiki.stephen-king.de/bookola.de.de

Stephen King: Raststätte Mile 81

Random House Audio
Ungekürzte Lesung
von Mechthild Großmann
Originalverlag: Heyne
Übersetzt von Wulf Bergner
3 Audio-CDs, Laufzeit: ca. 180 Minuten
ISBN: 978-3-8371-1859-9
bestellen bei Amazon

Kurzbeschreibung
Zwei Kurzgeschichten des "King of Horror"
"Raststätte Mile 81"
An der Wegmarkierung Mile 81 des Maine-Turnpike steht eine mit Brettern vernagelte Raststätte. Hier treffen sich sonst die älteren Schüler, um zu trinken und Dinge zu tun, die ältere Schüler gern in Schwierigkeiten bringen. Der 11-jährige Pete Simmons ist heute aber allein hier, weil er weiß, dass die Großen woanders sind. Er findet eine halbvolle Wodkaflasche und trinkt davon so viel, dass er benebelt einschläft. Kurz darauf rollte ein schlammverdreckter Kombi (komischerweise hat es in Maine seit Wochen nicht geregnet) auf den von Unkraut überwachsenen Parkplatz, obwohl auch der Tankstellenbetrieb vor Längerem eingestellt wurde. Die Fahrertür öffnet sich, aber niemand steigt aus. Doug Clayton, Versicherungsvertreter aus Bangor, ist ein gottesfürchtiger Mensch. Der verlassen dastehende Kombi weckt den Samariter in ihm. Er biegt von der Schnellstraße ab und hält mit seinem Prius hinter dem schlammigen, kennzeichenlosen Kombi. Etwas später hält auch Julianne Vernon, die gerade mit ihrem Pferdeanhänger unterwegs ist. Die beiden leeren Autos haben sie neugierig gemacht. Sie findet Claytons zerbrochenes Handy neben der offenen Kombitür – und kommt dieser dabei selbst zu nahe. Als Pete Simmons aus seinem Dämmerschlummer erwacht, steht ein halbes Dutzend Autos an der Raststätte Mile 81. Zwei Kinder – Rachel und Blake Lussier und ein Pferd namens Deedee sind die einzigen Lebewesen, die er sieht ...
Bonus "Die Düne"
Ein alter Richter fährt seit Jahrzehnten täglich mit dem Boot hinaus zu einer Düne, von der eine unheimliche Macht ausgeht. Was er eines Tages dort sieht, veranlasst ihn, schnell sein Testament zu machen ...

Rezension Mile 81:
Ich gebe zu: Es könnte meiner – für viele Kingfans eher unverständlichen – Vorliebe für Stephen Kings Roman Der Buick geschuldet sein, dass auch das eBook Raststätte Mile 81 was meine Begeisterung betrifft sofort auf fruchtbaren Boden fiel. King klaut massiv bei sich selbst und wirft verschiedene bekannte Elemente in einen Topf: Man nehme den Buick, gebe eine Prise Niedere Männer in Gelben Mänteln dazu (die Szene, in der einem Reifen des Autos der Niederen Männer ein Tentakel wächst, wurde 1:1 übernommen) und verfeinere alles mit dem Floß-Monster. Einmal umrühren und voilà: Mile 81.
Die Geschichte ist bissig, teils eklig und – auch wenn sich einige Elemente schnell wiederholen – durchwegs unterhaltsam. Am Ende musste King sich etwas Neues einfallen lassen, so erklärt er diesmal die Herkunft des Fahrzeugs, das (wie einst der Buick) keines ist. Was das Ende betrifft, werden die Meinungen auseinandergehen (das bezeugen bereits erste Rezensionen auf Amazon); ich persönlich fand es schön, einmal wieder Kinder zu sehen, die es besser wissen als die Erwachsenen. Pete Simmons und Rachel Lussier, zehn und sechs Jahre alt, haben Angst davor, dass die heraneilenden erwachsenen Polizisten eh keine Chance haben und nehmen das Ganze mal selbst in die Hand. Und die Idee (Spoiler!!), ein außerirdisches Wesen mit einem Brennglas in die Flucht zu schlagen, verdient die volle Punktzahl!
Fazit:
Gelungene Neumischung bekannter Horrorthemen à la King, ganz nach meinem (Buick-)Geschmack.

Rezension Die Düne:
Stephen Kings Kurzgeschichte The Dune fällt eindeutig in die Sparte "unterhaltsam aber belanglos". Sie versteht es, in der gebotenen Kürze gut zu unterhalten und hat gar keine Gelegenheit, langweilig zu werden. Kings Versuch eines überraschenden Endes ist nett, doch nach dem Weglegen bleibt kein anhaltender Nachgeschmack übrig.
In den meisten Kurzgeschichten vermisse ich die Frage nach dem Warum nicht, dafür sind's ja Kurzgeschichten. In diesem Fall hätte etwas mehr Hintergrund aber sicher nicht geschadet. Warum erhält gerade Harvey Beecher diese Botschaften? Warum mittels einer Düne? Und ist etwas dran an seiner Vermutung, dass die Magie der Düne untrennbar mit ihm selbst verbunden ist?
Fazit:
Harmloser Zeitvertreib, dessen Potential King etwas verschenkt.

Ergänzung von Klaus Spangenmacher zum Hörbuch Mile 81:
Als regelmässiger Hörer der Romane von Stephen King war es zuerst eine gewaltige Umgewöhnung von dem Stammsprecher David Nathan auf Mechthild Großmann als Sprecherin des Hörbuchs, aber diese Frau konnte den Stoff sehr gut wiedergeben und ich wünsche mir durchaus mehr Hörbücher von ihr.

Copyright 2019 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla