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George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 08
Die dunkle Königin
Rezension © 2013 by Martin Wagner für BookOla.de
George R. R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer 08 - Die dunkle Königin
Originaltitel: A Feast of Crows
Book four of a Song of Ice and Fire (2)
Originalverlag: Bantam, New York 2005
Übersetzung: Andreas Helweg
Karten: Franz Vohwinkel
Paperback, Klappenbroschur, 608 Seiten
ISBN: 978-3-442-26860-3
€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90*
(* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet

Kurzbeschreibung
Aber wenn sie auch als Eroberin ins vom Bürgerkrieg geschwächte Westeros kommt, so könnte sie doch die Rettung bringen. Denn die schrecklichen Anderen haben die uralte Schutzmauer im Norden überwunden …

Meine Meinung:
Fragt man die wenigen Leute die heute noch lesen, was ihre Lieblingsbücher sind, dann werden Krimis und Thriller nach wie vor am häufigsten genannt. Fragt man spezieller nach Fantasyliteratur, dann sind es oft Romane über Vampire oder Magie, die genannt werden. Gleich danach hört man aber den Namen G. R. R. Martin und dann folgt fast im selben Moment die Aussagen: „der, der die beliebtesten Figuren einfach sterben lässt.“ Die Nennung des Namens ist dabei schon ein gutes Anzeichen für den Erfolg des Autoren und natürlich auch die Aussage, denn diese zeigt deutlich, dass die Bücher wirklich gelesen werden.

Gelesen habe ich jetzt den achten Band der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe „Die dunkle Königin“, der sich dann doch, anders als erwartet, als der zweite Teil von Band 7 entpuppte. In Band Sieben wurden die Geschichten von Cersei, Arya, Brienne, Sansa und einiger anderer weitererzählt und, zumindest laut Nachwort, sollten im Folgeband die unerwähnten wieder einen Platz finden. Das Nachwort ist aber das Nachwort der englischen Ausgabe, das eigentlich knappe 600 Seiten später erst erscheinen sollte und nicht nach der Hälfte des Buches. Wie dem auch sei, die Erlebnisse der vier Protagonisten und einiger anderer waren noch nicht zu Ende erzählt, und bei einigen genügt auch dieses Buch dafür nicht.

Während Cersei in Königsmund weiter Intrigen spinnt, und dabei immer wieder gegen die junge Königin Margaerys angehen muss, muss sie erkennen, dass nicht alles nach Plan läuft. Die Kirche, die sich weigert Tommen als rechtmäßigen König anzuerkennen, verfolgt ganz eigene Ziele und baut darauf, Cersei dazu zu bringen, diese Ziele zu unterstützen. Cersei, die zwar überall Feinde sieht, aber ausgerechnet dort, wo wirklich welche sein könnten, fällt darauf herein und stellt anschließend fest, dass ihre eigenen Intrigen sich auch gegen sie selbst wenden können. Währenddessen muss sich Arya, die nun als Niemand die Straßen Bravoos unsicher macht, ihren neuen Lehrmeistern beweisen und die unterschiedlichsten Rollen spielen und Geheimnisse ergründen, ohne dabei sich selbst aufzugeben. Dabei ist sie, was nach all dem, was sie bisher erlebt hat, kaum überraschend ist, äußerst erfolgreich und für einige Überraschungen.
Sansa, die andere noch lebende Stark, muss weiterhin die Bastardtochter Kleinfingers spielen und kann von einem der besten Lernen, denn Kleinfinger gelingt es nicht nur die Rebellion gegen ihn im Keim zu ersticken, sondern schafft es auch, eine gute Partie für sie zu machen, die über kurz oder lang, zur Wiedererstarkung des Hauses Stark führen könnte.
Brienne, die die beiden Starktöchter sucht, weiß leider von den guten Ausgangslagen eben jener Töchter gar nichts und verfolgt weiterhin verschiedenste Spuren, die sich schlussendlich in einen Kampf und gegen einen Gegner führen, den auch die beste Schwertkämpferin nicht so einfach gewinnen kann.
Neben diesen vier sind es aber vor allen Dingen Samwell, der immer noch auf dem Weg zu den Maestern ist und dabei auf vieles verzichten muss und dessen Gruppe das Ziel nicht komplett erreichen wird, und Jaime, der die Tullys in die Knie zwingen soll und nicht damit rechnet, wie wendig Fische in ihrem natürlichen Element sein können.

Ein würdiges Ende des Buches, das abermals viele Überraschungen beinhaltet und vor allen Dingen, das wieder einmal einige bekannte Figuren den Weg aller Lebenden gehen lässt. Spannend und wie immer voller toller Beschreibungen, so kennt man die Reihe und auch diese beiden Elemente können hier wiedergefunden werden. Dabei wird wieder deutlich, dass das wirklich bedeutende Element, die Entwicklung der Figuren ist, das die Reihe trägt. Cersei, Sansa, Jaime und vor allen Dingen Arya, entwickeln sich absolut passend und werden zu immer runderen Charakteren. Da fragt man sich, wann die Trennung bevorsteht. Vielleicht schon im nächsten Buch, wenn die anderen Protagonisten endlich wieder in den Fokus gebracht werden.

Fazit:
„Die dunkle Königin“ schließt Buch 7 der Reihe auch für die deutschen Leser ab und das sehr gelungen. Intrigen die sich gegen einen wenden, Entwicklungen von Protagonisten, die einen mit offenem Mund stehen lassen und Opfern, die gebracht werden müssen. Jetzt will ich aber wirklich wissen, wie es mit John Schnee, Tyrion und den Protagonisten auf Essos weitergeht.

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