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George R. R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer 05
Sturm der Schwerter

Rezension © 2012 by Martin Wagner für BookOla.de
George R. R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer 05 - Sturm der Schwerter
Originaltitel: A Storm of Swords. Book Three of A Song of Ice and Fire (1)
Originalverlag: Bantam, New York 2000
Übersetzung: Andreas Helweg
Karten: Franz Vohwinkel
Paperback, 768 Seiten
ISBN: 978-3-442-26846-7
€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90
Verlag: Blanvalet

Kurzbeschreibung
Ein blutiger Bürgerkrieg tobt in den Sieben Königreichen. Robb Stark, der Herr von Winterfell, leistet dem tyrannischen Kind-König Joffrey Lennister hartnäckig Widerstand und lässt sich auch nicht dadurch in die Knie zwingen, dass seine Schwester vom König als Geisel gehalten wird.

Meine Meinung:
Fragt man Fantasy-Fans nach ihren Lieblingsautoren, dann kommt nach Tolkien, Pratchett, Jordan und Lewis meistens George R. R. Martin und gleichzeitig wird darüber gemeckert, dass Martin so lange für seine Romane braucht. Das ist aber kein Wunder, schließlich sind seine Romane auch wirklich dick und bei den vielen Protagonisten und Antagonisten braucht man auch als Erfinder der Welt und der Figuren etwas länger zum Schreiben der unterschiedlichen Beziehungen.

Auch im fünften Band der deutschen Übersetzung der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe, „Sturm der Schwerter“, die die erste Hälfte des dritten englischsprachigen Bandes „A Storm of Swords“ behandelt, geht es natürlich um die Beziehungen der Figuren zueinander und deren Handlungen im vom Krieg überzogenen Westeros. Für die deutsche Übersetzung zeichnen sich dabei wieder Blanvalet und als Übersetzer Andreas Helweg aus.

Das Buch selbst beginnt diesmal wieder nicht direkt mit der Fortführung der Geschichte, sondern mit Karten - Jenseits der Mauer, das Sommermeer und eine Karte Königsmunds - und einem kurzen Hinweis zur Chronologie der Handlungen im Buch, die zum Teil gleichzeitig und doch versetzt ablaufen, was dem Medium geschuldet ist. Das Buch selbst widmet sich schließlich im Prolog den nicht ganz so tapferen und noch weniger ehrenhaften Männern der Nachtwache. Den Männern, die sich hinter der Mauer gerade auf der Suche nach dem König hinter der Mauer befinden, wird in diesem Buch erstaunlich viel Präsenz gewährt und auch John Schnee erhält viel Text und erlebt viele Abenteuer als Gefangener und Spion bei Manke Rayder. Neben John Schnee sind es aber auch wieder seine Geschwister, die immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit liegen. Arya versucht immer noch irgendwie nach Hause zu kommen und immer wieder stellen sich ihr Hindernisse in den Weg. Robb traf eine Entscheidung, die seine Glückssträhne viel zu früh beenden könnte. Sansa kommt from Regen in die Traufe und auch die Mutter der Starkgeschwister, muss Verluste erleiden. Verluste muss auch Jaime Lennister erleiden und er entwickelt sich im Buch zum tragischen Helden. Während in Westeros bald jeder gegen jeden kämpft, zeigt auch Daenerys, dass sie um einiges gewaltbereiter ist, als man es von der jungen Frau erwarten würde. Aber nicht nur die Geschichten der bekannten Figuren aus den ersten Bänden werden weitererzählt, auch Figuren, die erst in den letzten Bänden eingeführt wurden, rücken in den Fokus. Zum einen Brienne, die Jamie Lennister begleitet, zum anderen aber auch Davos, der Zwiebelritter, der das Gemetzel in der Schwarzwasserbucht gerade so überlebte, nur um dann bei der Rückkehr festgesetzt zu werden. Viele Handlungsstränge werden als fortgeführt, kommen aber zum Glück noch nicht zu einem Ende und lassen viel Raum für Spekulationen.

„Sturm der Schwerter“ ist von den ersten fünf Bänden der beste. Die Handlung nimmt jetzt noch mehr Fahrt auf und die Figuren entwickeln sich rasant und doch logisch und werden dadurch immer interessanter. Gerade Jamie Lennisters Entwicklung und seine Geschichte, die in diesem Band erzählt wird, wirft ein tragisches Licht auf den Bösewicht der ersten Bände und man fragt sich schnell, welcher anderen Bösewicht sich noch als Held entpuppen könnte. Neben diesen Faktoren sind es aber auch die Spannungskurve, die fast durchgehend auf einem hohen Level ist, und auch die gelungene Übersetzung, die zu der überzeugenden Wirkung des Bandes beiträgt. Mehr solche Bücher.

Fazit:
„Sturm der Schwerter“ aus der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe von George R. R. Martin ist das bisher beste Buch der Reihe und kann auf ganze Linie überzeugen. Die Figuren entwickeln sich perfekt und die Geschichte ist spannend und nimmt wirklich Fahrt auf. Eigentlich stellt sich am Ende des Buches mal wieder nur eine Frage, wann geht es weiter?

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