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Der Whisky-Botschafter
Ausgabe: Nr. 4-2014 Herbst Oktober November Dezember
Rezension © 2014 by Martin Wagner für BookOla.de
Magazin: ca. 144 Seiten
Herausgeber: Christian H. Rosenberg
Titelbild: Fotolia
Bindung: Softcover
Herausgebender Verlag: Medienbotschaft Verlag & Events GmbH
Link zum Whisky-Botschafter
Preis: 7,00 Euro
im gut sortierten Zeitschriftenhandel
oder hier bestellen

 

Kurzbeschreibung
Der Whisky-Botschafter – Journal für Kenner und Genießer ist das Special-Interest-Magazin zum Thema Whisk(e)y auf dem deutschsprachigen Markt. Mit aktuellen Reportagen, sorgfältig recherchierten Hintergrundgeschichten, Beiträgen aus Wirtschaft und Kultur richtet sich Der Whisky-Botschafter an Whisky-Kenner und -Genießer, Gastronomen, Barkeeper, LEH-Einkäufer und Getränke-Fachhändler.

Meine Meinung

Ich habe bisher in jeder Rezension des Journals „Der Whisky-Botschafter“ besonders die Reiseberichte verschlungen und dabei immer davon gesprochen, dass ich gerne dabei gewesen wäre. Die erste Woche meiner Herbstferien habe ich jetzt in Irland verbracht und selbst einige Destillerien besucht und mir Land und Leute angeschaut. Ich will jetzt niemanden so neidisch machen, wie es den Redakteuren des Journals immer gelingt, aber Irland ist bei sechs Tagen Sonnenschein noch schöner als bei Regen.

Da ich im Urlaub war, komme ich erst jetzt zum Schreiben der Rezension der Ausgabe Nummer 4 vom „Whisky-Botschafter“ für dieses Jahr. Die Herbstausgabe begrüßt dabei mit herbstlichen Farben und verspricht Hintergrundwissen und Reiseberichte der besonderen Art. Da das Journal diesmal schwerer und dicker ist, ist aber auch einiges anderes dabei und wir Leser werden sicher nicht enttäuscht.

Wie immer begrüßen uns der Herausgeber und die Autoren auf den ersten Seiten und doch ist diesmal etwas anders. Christian H. Rosenberg, der bis dato auch Chefredakteur war, begrüßt nicht nur uns, sondern auch den neuen Chefredakteur Heinfried Tacke, den wir ja alle schon durch seine tollen Berichte kennen. Dieser schreibt dann auch noch ein paar Worte und scheint der Tragweite seiner neuen Aufgabe sehr bewusst zu sein und kündigt direkt eine neue Rubrik an, Tasting Notes, auf die ich sehr gespannt bin.
Unser Interesse ist geweckt und auch das Inhaltsverzeichnis macht Lust auf mehr und deshalb halten wir uns damit gar nicht lange auf und Blättern um zur WhiskySzene und den Events.
Die WhiskySzene widmet sich kurz und knapp vier zurückliegenden Veranstaltungen rund um unser liebstes Getränk. Diesmal Geht es um eine Einweihung einer Erlebnisdestillerie, ein Online-Tasting, ein Whisky-Menü und eine Wanderung am Bodensee.
Etwas ausführlicher wird dann über das Peter und Paul-Wochenende und dem Delitzscher Stadtfest berichtet, auf dem Jens Fahr, der dort die Whiskybar „No. 2 – Die Altstadtkneipe“ betreibt, eine „Independent Whisky Summer Party“ veranstaltet hat. Von dort berichtet Hineinfresse Tacke voller Begeisterung und der Hoffnung auf eine Wiederholung ohne die kleinen Fehler, die es wohl gab.
Der neue Chefredakteur berichtet dann auch aus Nordirland aus der ehrwürdigen Brennerei Bushmills. Dort fand im Juni das Musikereignis „Bushmills Live“ zum dritten Mal statt und er war einer von 700 geladenen Gästen, die das Spektakel miterleben durften. Er berichtet von toller Musik und vielen kulinarischen und natürlich auch hochprozentigen Angeboten. So langsam werde ich wieder neidisch, vielleicht sollte ich mich dort mal als Redakteur bewerben und mit dem Rezensieren aufhören.
Lutz Rauschnick entführt uns dann nach Bonn, wo Ardbeg seinen Ardbeg Day mit Torffußballturnier, Dram-Ausschank und den 400 Mitgliedern des Ardbeg Committee eingeladen hatte. Sein Bericht klingt nach einer rundum gelungenen Veranstaltung.
In die Zukunft blickt der nächste Artikel. Die 16. InterWhisky findet Ende November in Frankfurt statt und Heinfried Tacke liefert einen absolut gelungenen Vorgeschmack auf die Messe. Er beginnt mit der Vorstellung der Gäste, darunter wirklich bekannte Namen der Szene, bevor er über die Awards und die weiteren Angebote der Messe berichtet. Hoffentlich finde ich dieses Jahr Zeit.
Mit HinterGrund geht es weiter und gemäß dem Cover dreht sich diesmal alles um die Fässer und das Fassmanagement und den Personen, die sich darum kümmern müssen. Der Artikel berichtet vom besten Holz und der vormaligen Nutzung. Sind die richtigen Fässer aus dem richtigen Holz dann vor Ort, spielt die Befüllung und die Lagerung eine große Rolle und da gibt es große Unterschiede. Auch Sonderwünsche machen die Arbeit der Woodmanager nicht einfacher und insgesamt zu einem nicht zu unterschätzenden Posten innerhalb einer Destillerie. Ich habe bei dem Artikel einiges Neues gelernt und kann die Lektüre nur wärmstens empfehlen.
Mit Fassmanagement geht es dann auch im nächsten Artikel von Heinfried Tacke weiter. Diesmal hat es ihn nach Freudenberg verschlagen, wo er sich mit dem Fassmanagement der Brennerei Ziegler mit ihren Whisky „Aureum“ auseinandersetzt. Nachdem er etwas über die Umgebung erzählt, der Main hat eine große Bedeutung für den Whisky und die Region, erhalten er und wir einige Informationen zum Fassmanagement in Freudenberg und weshalb man deren Weg als deutschen Sonderweg bezeichnen kann.
Um die Geschichte dreht sich dann alles in Karl Rudolfs Artikel „Die dunklen Seiten des Ruhms“. Hier geht es um den Whisky und die Illegalität in der Welt und in der Geschichte. Von Schwarzbrennern und Steuerhinterziehern bis hin zu Schmugglern in der Zeit der Prohibition. Ein wirklich toller Artikel, der mich als Historiker vollends überzeugen konnte und durch den ich einige historische Fakten kennengelernt habe, die ich wohl so niemals erfahren hätte.
Zum Träumen laden dann die drei nächsten Artikel ein. Es geht um ferne Orte und die Erlebnisse der Autoren. Zuerst erzählt uns Bernhard Schäfer etwas über die Destillerien und und um Elgin herum. Hier gibt es nicht nur landschaftlich sondern auch in vielen nun zugänglichen Destillerien einiges zu entdecken und das Schreibtalent des Autoren macht Lust auf die Lektüre.
Der nächste Artikel lässt uns Patrick Tilke auf seinem Ausflug nach Dufftown begleiten, wo er einige der etlichen Destillerien der Stadt aufsucht und dabei nicht vergisst die Wege zwischen den Destillerien zu beschreiben. Seine Beschreibungen sind gelungen aber nicht ganz so überzeugend wie die des vorangegangenen Artikels und auch nicht so gut, wieder absolut überzeugende Artikel der seinem folgt.
Der folgende Artikel widmet sich einer Studienreise auf einem Schiff, die auch für das nächste Jahr im Heft wieder angekündigt und beworben wird, und macht eine Werbung für die Reise, die gar nicht besser sein könnte. Karl Rudolf hatte das Glück auf dieser Studienreise dabei sein zu können und er hat das, so kann man es zwischen den Zeilen und auch deutlich in den Zeilen erkennen. Er beschreibt gekonnt die Fahrten auf dem Schiff, entlang an der Westküste Schottlands und der Nordostküste Irlands, und die Besuche der Pubs, Destillerien, Hotels und Gaststätten auf dem Festland oder den kleinen Inseln, die man als Gruppe besucht hat. Ein wirklich toller Artikel, der auch Landratten, wie ich eine bin, fast verleitet eine Kabine zu buchen.
Mit Wasser, diesmal aber nicht unter einem Boot, sondern im Whisky geht es dann weiter. Dazu gibt es ja viele Meinungen, einige sind strikt dagegen, andere dafür und auch unter denen gibt es unterschiedliche Meinungen. Hier lauten dann die Fragen, Eis oder pur und vor allen Dingen welches Wasser. Eine definitive Antwort auf alle Fragen gibt es nicht, aber doch genug Vorschläge, um einmal drüber nachzudenken es doch mit Wasser zu versuchen.
In der Rubrik WhiskyBar werden vier Bars vorgestellt, Bülow's Gartenlounge in Kühlungsborn, Jimmy's Bar in Essen, die Potsdamer Whiskymanufaktur und Malt-Brothers Whisky Shop in Ehringshausen. Die Örtlichkeiten wirken sowohl in Wort als auch im Bild durchaus ansprechend und als jemand der oft in Essen ist, weiß ich nun, wo ich demnächst mal wieder vorbeischaue.
Auf die neue Rubrik TastingNotes hab ich mich schon die ganze Zeit gefreut und endlich ist es soweit. Sieben Whiskys werden hier erst kurz mit Daten vorgestellt und dann mit ihren unterschiedlichen Geschmacksentfaltungen in den drei Orten der Geschmackserkennung, Nase, Gaumen und Finish en détail vorgestellt und mit einem fundierten Fazit versehen. Heinfried Tacke un Jens Fahr haben sich dabei „geopfert“ und die Whiskys probiert, um die Notes verfassen zu können. Als Whiskys finden wir dabei zum Beispiel den Highland Park Dark Origins, den Knob Creek Rye und den Wemyss Malts Spice King. Ich freu mich wirklich über diese Rubrik und hoffe auf mehr Tasting Notes in der nächsten Ausgabe.
Passend zum Tasting dreht sich unter der Rubrik WhiskyVIP alles um den wohl bekanntesten unabhängigen Whiskytaster, nämlich um Charles Maclean, der ein wenig aus seinem Leben und über das Tasten an sich erzählt. Ich gebe offen zu, dass ich ihn bisher nicht kannte und deshalb diesen Artikel umso lieber gelesen habe.
Nach England entführt uns der nächste Artikel. Dr. Wolfgang F. Rothe besuchte dort die einzige als solche erbaute Whisky-Destillerie in England. Sie trägt den stolzen Namen St. George's Destillery und kann nicht nur optisch und personell sondern wohl auch geschmacklich überzeugen. Sollte sich der eine oder andere im Norden von East Anglia wiederfinden, dann sollte er dort unbedingt vorbeischauen.
Von England geht es jetzt in großen Schritten in den deutschsprachigen Raum. Es folgt nämlich der große Whisky-Botschafter Shopping- & Bar-Guide für Deutschland, Österreich und die Schweiz, gefolgt vom dritten Teil der Portät-Reihe in der deutsche Whisky-Destillerien vorgestellt werden. Diesmal begleiten wir Heinfried Tacke nach Karlsruhe zur Destillerie Kammer Kirsch, in die Schwäbische Alb zur Finch Whiskydestillerie und schließlich zurück nach Freudenberg zur Brennerei Ziegler, über die wir bereits einiges lesen durften. Die drei Destillerien sind dabei, obwohl sie dasselbe herstellen sehr unterschiedliche und deshalb sehr interessant, sowohl historisch und im Herstellungsverfahren, als auch im menschlichen Bereich. Ein toller Artikel, der am Ende auch eine Reiseveranstalterin für Whiskytouren vorstellt, die man sicher mal auf eine Tour ansprechen sollte.
Es folgt ein Guide zu den Quellen der deutschen Whiskybrennereien und dann wird es wieder geschäftlich. Karl Rudolf stellt den Umfang des Whisky Business mit Worten und vielen Zahlen und Daten vor, bevor wir wieder etwas über die Aktienkurse erfahren.
Zum Abschluss widmet sich der Newsletter einigen Neuigkeiten der Szene und stellt dabei auch einige neue Whiskys und neue führende Köpfe vor.

Viel zu schnell war der aktuelle Whisky-Botschafter wieder gelesen und vieles neue wurde gelernt und bekanntes wieder aufgeweckt. Je mehr Ausgabe ich lese, desto größer wird meine Leidenschaft. Das hat bisher noch kein Journal geschafft und das ist definitiv eine Auszeichnung.
Alle Artikel sind äußerst informativ und auch interessant geschrieben. Die Bilder können überzeugen und erzeugen, wie immer, Fernweh. Die Werbung ist wohl platziert und stört nicht. Die wenigen Rechtschreibfehler kann man verschmerzen. Kurzum, wieder einmal eine gelungene Ausgabe.

Fazit:
Die Ausgabe Nr. 4 des Journals „Der Whisky-Botschafter“ für die Herbstmonate Oktober, November und Dezember ist die perfekte Ausgabe für den Beginn der dunklen Jahreszeit. Die vorgestellten Whiskys werden uns von Innen wärmen und die Geschichten und Berichte zaubern uns sicherlich auch eine wohlige Wärme ins Gesicht. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und Spaß werden sie auch haben.

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