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Alpha O‘Droma
Elfenstress – Teil 1
Die Schlacht am Stierhornpass
Rezension © 2020 by Martin Wagner für BookOla.de
Reihe: Elfenstress Band: 1
Art: Roman
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Verlag: Bundeslurch Verlag
Publikationsjahr: 2018
Autor: Alpha O‘Droma
Titelbild:  Frank Münschke und Mykel Lukasiewicz
Umfang: 192 Seiten
Bindung: Hardcover
Preis: 15,90€
ISBN-13: 978-3963500022
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Kurzbeschreibung

Diese Geschichte spielt weit in der Vergangenheit, als ich, Amor do Ahpla, König von Zond, Chronist, Weltenbummler, Geschichtenerzähler und ein schlechter Mensch, ein unwissender Jüngling war, Barde in Ausbildung und noch nicht verdorben von der Welt.
Mit großen Augen machte ich mich auf, sie zu erkunden, als mein Vater nach mir schicken ließ, nicht ahnend, dass wir als Entourage der großartigsten Helden unserer Historie reisen sollten, dem unsterblichen Zauberer An Togarot von Duinne, Idara von Finegrind, Shabernak, dem sagenumwobenen Elfenkönig und seiner Gemahlin, Königin Shakira, Ritterkönig Kamrau von Prack, König Fin XLVII und Zantor Granitschädel, dem Zwergenkönig, um nur die Erlauchtesten zu nennen. Erhebend war es, Zeuge zu werden, wie sich die Völker des Südens unter ihrer Führung vereinten, um der furchtbaren Bedrohung aus dem Norden Herr zu werden. Alles mündete in diese gewaltige Schlacht, die neue Helden gebar, von denen viele jedoch die Minne nicht erleben sollten, die wir heute über sie singen. An Heldensagen klebt immer Blut und selten nur das des Feindes.
Es ist die Geschichte, wer wir waren, bevor wir wurden, wer wir sind, eine Geschichte von Mut, Liebe und Treue. Bis in den Tod und darüber hinaus.
Hochgebildete und kultivierte Edelleute wie die Leser meiner Chroniken wissen, dass mein Duktus auch angesichts größtmöglicher Katastrophen stets ein heiterer ist. Der Grund dafür ist nicht, dass meine Werke dieserart bei den Hofschranzen in Aquilaneum besser ankommen und ich auf meine Tantiemen bedacht bin. Nein, damit ehre ich meinen Vater und seine Freunde, die Heroen dieser Chronik, welche selbst angesichts des sicheren Todes Witze rissen und ihm ins Gesicht lachten. Einige haben das sogar überlebt. Sie und die Toten lehrten mich, dass die heitere Gelassenheit den einzigen Weg darstellt, die Welt zu ertragen, ohne an ihr zu zerbrechen.
Und der Wein.
Ja selbstverständlich der Wein, aber warum notiert er das? Was für ein dubioses Kloster ist das hier? Närrischer Kuttenträger! Er ist zum Diktat bestellt und nicht, um mir in meine Synopsis zu pfuschen! Wie "pathetischer Kot"? Als ob er dabei gewesen sei! Was soll ich denn schreiben? Archetypischen Erzählstrukturen folgende Helden tun sich zusammen, um den Lord der Finsternis zu besiegen, große Schlacht, Stahl, Blut, Magie, Krachbumm, viele Tote, glückliches Ende mit Bauchweh? Und hör er auf, jede verflixte Irrelevanz zu notieren, weiß er überhaupt, wie teuer Prackburger Bleiholzpapier ist?
Auch noch ausfallend werden, na warte du ...
Ich bitte vielmals um Vergebung, verehrte Exzellenzen, am besten lest Ihr einfach die Chronik und bildet Euch höchstselbst Euer gnädiges Urteil.

Meine Meinung:

Fantastische Literatur ist immer voller Möglichkeiten. Es gibt einfach keine Grenze, denn alles ist möglich und alles ist erlaubt. Viel Magie, wenig Magie, gar keine Magie, andere Rassen, Drachen, sprechende Tiere, trauriges, lustiges und vieles mehr. In vielen anderen Genres ist so viel Auswahl nicht möglich. Genau das macht dieses Genre aber so beliebt bei Autoren und bei Lesern gleichermaßen. Es ist eben für jeden etwas dabei.

Alpha O‘Droma, eigentlich fast studierter Betriebswirtler, dann Berufsspieler und jetzt, dank eines Sadhus, eine neuer Mensch, wählte für sich die eher lustige Form der Fantasy mit Magie und einigen schmutzigen Witzen. Beim Bundeslurch Verlag, dem Hausverlag des Bundesamts für magische Wesen, erschien 2018 der erste Band seiner Elfenstress-Reihe, „Die Schlacht am Stierhornpass“. In diesem Buch dreht sich alles um den jungen Barden Amor do Ahpla, der dank seines Vaters in einen Krieg zwischen Gut und Böse hineingezogen wird.

Amor ist ein Barde in Ausbildung, er steht kurz vor seiner Abschlussprüfung, als sein Vater nach ihm schicken lässt, um die letzten Phasen der Ausbildung selbst zu übernehmen. Das kommt sehr überraschend und Amor ist alles andere als erfreut. Murrend akzeptiert er sein Schicksal und muss schnell feststellen, dass es ihn hätte schlechter treffen können. Sein Vater ist nämlich ein durchaus geschätzter Barde und nicht nur mit den größten Helden der bekannten Welt befreundet, nein, er ist mit ihnen auch unterwegs, um bei Hofe Bündnisse gegen das Böse aus dem Norden zu schmieden. Amor ist Freudetrunken, und nicht nur davon trunken, und genießt die Aufmerksamkeit, insbesondere der Damenwelt sehr gerne. Doch das Böse wartet nicht auf das Glück junger Barden und so kommt es wie es kommen muss, der Krieg beginnt und er verlangt hohe Opfer und Demut auf Seiten der Streiter um Amors Vater.

Eine kurzweilige Geschichte, die zu Beginn etwas lahmt, daran Schuld ist der Schreibstil, der einen aufhält, sich aber im Lauf der Geschichte deutlich verbessert. Gegen Ende hört die Spannung gar nicht mehr auf und der teilweise aufgezwungen wirkende Humor tritt in den Hintergrund. Tatsächlich wird das Buch deutlich besser, wenn es ernster wird und der Humor und die sexuellen Anspielungen verschwinden. Protagonisten und Antagonisten runden das Buch inhaltlich ab, zeigen sie doch alle eine logische Entwicklung und sorgen mit ihren Macken für Unterhaltung. Ansonsten ist das Buch gut lektoriert, korrigiert und gelayoutet worden. Man sollte allerdings beachten, dass das Buch nur für den Dienstgebrauch gedacht ist, und es deshalb eher wie ein offizielles Dokument einer Behörde daherkommt. Der interne Titel und ISBN-Nummer finden sich auf jeder Seite und ja, das stört beim Lesen. Bleibt zu hoffen, dass die nächsten Bände, auf diese Angabe verzichten.

Fazit:

Elfenstress – Die Schlacht am Stierhornpass ist ein guter Beginn einer Reihe. Nachdem sich der Schreibstil vom Beginn langsam ändert, macht es tatsächlich Spaß das Buch zu lesen und wenn man dann am Ende ankommt, ist man traurig, dass man den zweiten Band nicht bereit liegen hat. Der Autor ist leider kein neuer Pratchett, aber seine Geschichte ist spannend und seine Protagonisten und Antagonisten rund. Das ist viel wert.

 

448 Seiten € 9,99 [D]
Übersetzung: Uta Hege
Broschur
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 13,90
ISBN-13: 9783548284620
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