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Benjamin von Stuckrad-Barre

Panikherz

Rezension © 2019 by Ute Spangenmacher für BookOla.de

 
KiWi Verlag
Hardcover, 528 Seiten
  • ISBN-10: 3462050664
  • ISBN-13: 978-3462050660

Kurzbeschreibung

Er wollte genau da rein: zu den Helden, in die rauschhaften Nächte – dahin, wo die Musik spielt. Erst hinter und dann auf die Bühne. Unglaublich schnell kam er an, stürzte sich hinein und ging darin fast verloren. Udo Lindenbergs rebellische Märchenlieder prägten und verführten ihn, doch Udo selbst wird Freund und später Retter.

Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt eine Geschichte, wie man sie sich nicht ausdenken kann: Er wollte den Rockstar-Traumel und das Rockstar-Leben, bekam beides und folgerichtig auch den Rockstar-Absturz. Früher Ruhm, Realitätsverlust, Drogenabhängigkeit. Und nun eine Selbstfindung am dafür unwahrscheinlichsten Ort – im mythenumrankten Chateau Marmont in Hollywood, in das ihn Udo führt. Was als Rückzug und Klausur geplant war, erweist sich als Rückkehr ins Schreiben und in ein Leben als Roman. Drum herum tobt der Rausch, der Erzähler bleibt diesmal nüchtern. Schreibend erinnert er sich an seine Träume und Helden – und trifft viele von ihnen wieder. Mit Bret Eastan Ellis inspiziert er einen Duschvorhang, er begegnet Westernhagen beim Arzt und Courtney Love in der Raucherecke und geht mit Thomas Gottschalk zum Konzert von Brian Wilson. Andere sind tot und werden doch gegenwärtig, Kurt Cobain, Helmut Dietl.

Stuckrad-Barre erzählt mit seiner eigenen Geschichte zugleich die Geschichte der Popkultur der letzten 20 Jahre.

„Panikherz“ ist eine Reise in die Nacht, eine Suche nach Wahrheit, eine Rückkehr aus dem Nebel.

Meine Meinung:

Also, ja, es hat irgendwie auch was mit Udo zu tun. Aber eigentlich ist es eine Autobiografie von Stuckrad-Barre. Die ist tatsächlich interessant. Was aber definitiv noch spannender ist, ist sein Erzählstil. Man kommt ja selbst bei eher dramatischen Szenen nicht um ein breites Grinsen herum. Er ist schon ein Wortakrobat. Auch wenn es teilweise wirklich eklig wird und ich manchmal versucht war, vorzublättern um das zu Erwartende zu überspringen, so habe ich doch durchgehalten und mir auch das gegeben. Ja, er beschreibt alles so genau, dass man mit ihm durch die Hölle geht und ja, es ist trotzdem sehr unterhaltsam.

 

 

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