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Julian Nebel

Adele Spitzeder: Der größte Bankenbetrug aller Zeiten

Rezension Copyright 2018 by Klaus Spangenmacher
für bookola.de
im angesicht der wahrheit
Verlag: Finanzbuch Verlag
Hardcover, 176 Seiten
ISBN: 978-3959720489
€ 17,99 empf. VK-Preis
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Kurzbeschreibung

1872, München: Mehr als 30 000 Menschen in München und Umgebung verlieren ihre Ersparnisse. Existenzen und ganze Gemeinden sind urplötzlich ruiniert, unzählige Menschen nehmen sich das Leben.

Schuld ist eine Frau: Adele Spitzeder. Vollkommen mittellos und als Schauspielerin gescheitert gründet sie im Jahr 1869 die »Dachauer Bank« und wird damit zur Urheberin des größten Schneeballsystems im ganzen Kaiserreich. In ihrer Privatwohnung stapelt sie die Geldsäcke ungesichert, eine Buchhaltung gibt es nicht. 1872 bricht das System zusammen.

Vieles kommt auch heute bekannt vor, obwohl damals Bismarck und der bayerische Märchenkönig Ludwig II. regierten: die Leichtgläubigkeit bei schnellen Gewinnversprechen, die Relevanz gelungener Öffentlichkeitsarbeit und die Entstehung von Investmentblasen ohne die notwendigen Sicherheiten. Geschichte wiederholt sich vielleicht nicht, aber sie reimt sich.

Meine Meinung

Eigentlich lese ich relativ selten Sachbücher, aber hier war der Reiz zu groß :-)
Der Titel greift mit "größter Bankenbetrug" recht hoch und da ich da keine belegbaren Zahlen finden konnte, nehme ich es mal so hin. Aber es war auf jeden Fall ein spektakulärer Betrug. Und dass Adele damit quasi das Schneeballsystem erfunden hatte, wird man kaum bestreiten können.
Der Autor hat sehr gut recherchiert, um die Art und Weise zu beschreiben, wie Adele Spitzeder/Vio überhaupt ihre Betrugsmasche entwickelte,auf die sie eigentlich mehr per Zufall stiess. Dabei hat ihr auch ihr Beruf der Schauspielerin durchaus das richtige Rüstzeug an die Hand gegeben. Mit der Gründung ihrer Spitzederschen Privatbank legte sie dann auch den Grundstein um mit ihrer Freundin Emilie Stier die Masche ganz groß auszurollen und jetzt richtig professionell zu betreiben. Natürlich kam ihr auch die Gier ihrer über 30000 meist kleinen bäuerlichen Kunden zugute, was man durchaus auf die heutige Zeit übertragen kann, da auch heutzutage viele Leute bei Superschnäppchen oder unglaublichen Angeboten ihren gesunden Menschenverstand abschalten. Dies alles zeigt uns, dass sich in dieser Beziehung in den letzten 150 so gut wie nichts geändert hat. Einzig Adeles finanztechnisch fehlenden Kenntnisse haben sie im Gegensatz zu heutigen Betrügern recht schnell scheitern lassen.

Fazit:

Spannender kann ein Sachbuch nicht sein. Die besten Geschichten schreibt nun mal das Leben

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