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Russell Zimmermann
Für alle Fälle Kincaid
Shadowrun
Rezension © 2017 by Martin Wagner für BookOla.de

Verlag: Pegasus Spiele
Publikationsjahr: 2017
Autor: Russell Zimmermann
Umfang: 317 Seiten
Bindung: Broschiert
Preis: 12,95 €
ISBN-13: 978-3957890986

Kurzbeschreibung

Die meisten Personen sehen Puyallup als das Schlechteste, was Seattle zu bieten hat. Ein Chaos aus Gier, Armut, Laster und Korruption in einem von Metamenschen wimmelnden Getto, in dem das Verbrechen organisierter als die Regierung ist. Viele bezeichnen es als Kloake oder Sündenpfuhl.

Jimmy Kincaid nennt es Heimat. Der ehemalige Cop, Kind aus der Gosse Puyallups, wandert auf dem schmalen Grat zwischen Schatten und großzügig ausgelegter Legalität. Er glaubt fest daran, dass dieser Ort Herz und Seele hat, Magie und Leben beherbergt. Und dass die Metamenschen hier vor allem nach Hoffnung hungern. Als ehemaliger Kampfmagier, mittlerweile ebenso ausgebrannt wie seine Nachbarschaft, versucht er die schlimmsten Auswüchse von Kriminalität einzudämmen in der Stadt, die er so sehr liebt.

Was bedeutet ein Mörder mehr oder weniger in einem dunklen Sprawl wie Seattle? Für Kincaid: alles. Er muss sich mit einem toten Mentor, einer hermetischen Gruppe in Not und einem mysteriösen File herumschlagen, für das andere Leute töten würden. Um die Daten aus dem File zu entschlüsseln und Gerechtigkeit walten zu lassen, muss er sich Seattles schlimmster Seite stellen, durch Blut und Düsternis waten und sich durch ein Netz aus Lügen schneiden.

Gut dass er Freunde hat. In hohen Positionen und im tiefen Dunkel des Sprawls.

Meine Meinung:

Die sechste Welt ist eine Welt voller Magie, unterschiedlicher fantastischer Rassen und fortentwickelter Technik. Sie ist aber auch eine Welt, in der die reichen Konzerne die Macht von Staaten inne haben und über das Schicksal der Massen entscheiden können. Gegen die Macht der Konzerne und auch für kleinere Scharmützel und Kriege untereinander kommen sogenannte Schattenläufer zum Einsatz. Diese Schattenläufer handeln verdeckt und die meisten davon existieren für die Staaten und Konzerne gar nicht. Neben diesen Schattenläufern gibt es natürlich auch noch jene mit normalen Jobs, die sich einfach nur ums Überleben sorgen.

Einer, mit einem recht normalen Job, ist der Elf Jimmy Kincaid. Jimmy ist ein magischer Privatdetektiv für die Leute in seinem Kiez, Puyallup, einem nicht wirklich hoch angesehenen Teil von Seattle. Jimmy sieht ihn aber als seine Heimat und tut alles, um diese zu schützen. Deals mit Gangs und der Mafia, Angriffe auf Dealer, alles was man sich so vorstellen kann. In dem neuen Shadowrun-Noir-Roman „Für alle Fälle Kincaid“ von Russell Zimmermann, erschienen bei Pegasus Press, werden wir in seinen neuesten Fall hineingezogen und erfahren natürlich fast alles zu Jimmys Hintergrund.

Über diesen erfahren wir zu Beginn aber nicht sehr viel, zuerst einmal erleben wir ihn in Aktion. Ein BTL-Dealer hat sich nicht an die Vereinbarung gehalten und das kann Jimmy nicht hinnehmen. Gemeinsam mit seinem Geistverbündeten räumt er magisch und mit Waffen auf und geht danach quasi fließend über zu einem Auftrag als Privatdetektiv. Auch diesen Fall löst er schnell, macht sich dabei aber nicht unbedingt nur Freunde, was sich auch im Verlauf des Buches zeigen wird. Bei einer anderen Sache, einem Deal zwischen zwei Gangs, verläuft die Sache genau anders herum, hier macht er sich einige Freunde.

Das alles ist aber nur das Vorspiel, denn der eigentliche Fall ist die Aufklärung der Ermordung seines ehemaligen Dozenten für Magie. Diese Ermittlungen führen ihn nicht nur in seine Vergangenheit, auf magische Ebenen sondern auch in den Untergrund Seattles und da warten die wahren Monster darauf von ihm gerichtet zu werden. Doch nichts ist, wie es auf den ersten Blick erscheint und Jimmy muss seine gesamten Kräfte einsetzen und alle Kontakte spielen lassen, um den Fall aufzuklären und dabei nicht das Leben zu verlieren – oder Schlimmeres. Das ist kein typischer Shadowrun-Roman, aber er macht Laune und zeigt einige andere Facetten der sechsten Welt.

Neben der Mordermittlung spielt aber vor allen Dingen Jimmys Geschichte die wichtigste Rolle. Die hat es nämlich in sich, gefeierter Magier, Polizist, Opfer eines Vampirs und nun Privatdetektiv, eine ereignisreiche Karriere. Genau die hilft ihm bei den Ermittlungen und genau die hat auch mit allem irgendwie zu tun. Zur runden Story und dem runden Protagonisten kommen der tolle Schreibstil und die hohe Spannungskurve, die wirklich bis zum Ende hält. So soll ein Cyberpunk-Noir-Roman sein!

 

Fazit:

„Für alle Fälle Kincaid“ ist kein typischer Shadowrun-Roman und auch nicht unbedingt für Einsteiger geeignet, zu viel Vorwissen nötig, aber für Fans des Rollenspiels ist er ein Muss. Der Protagonist ist wirklich gelungen, die Story entfaltet sich perfekt vor dem geistigen Auge und sie hält einige Überraschungen bereit. Mehr von Jimmy Kincaid bitte!

448 Seiten € 9,99 [D]
Übersetzung: Uta Hege
Broschur
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 13,90
ISBN-13: 9783548284620
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