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Sally Green

HALF BAD

Das Dunkle in mir: Band 1

Rezension © 2014 by Kim Denise Beckemeier für BookOla.de
Originaltitel: Half Life Trilogy #1 - Half Bad
Originalverlag: Penguin Books, UK
Übersetzung: Michaela Link
Ab 14 Jahren
Hardcover, 432 Seiten
ISBN: 978-3-570-15842-5
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90
(* empf. VK-Preis)
Verlag: CBJ

Kurzbeschreibung
In einer Welt wie der unseren leben nicht nur wir einfachen Menschen, auch Fains genannt. Nein, es gibt noch andere Lebewesen wie uns Menschen, die jenseits unserer Vorstellungskraft existieren. Hexen und Hexer. Schwarze und weiße. Und dann gibt es Nathan. Er ist der Sohn einer weißen Hexe und des mächtigsten und berüchtigtsten schwarzen Hexers Marcus. Er ist ein Halbcode, ein Mischling.
Und das wird ihm zum Verhängnis. Denn die schwarzen Hexer sind das pure böse. Die weißen sind gut. So steht es geschrieben und so war es immer.
Nathan, der schon von klein auf wegen seiner Herkunft väterlicherseits geächtet wird, wächst bei seiner Großmutter auf, zusammen mit seinen drei Geschwistern. Alle vier sind weiße Hexen und Hexer. Eine sehr glückliche Kindheit ist Nathan nicht gegönnt, doch er schlägt sich durch. Bis zu dem Tag, an dem seine Welt komplett auf den Kopf gestellt wird und er aus seinem doch irgendwie friedlichen Leben herausgerissen wird. Überstürzt fängt sein neues Leben an, indem die Dinge, wie sie seit Jahrhunderten feststehen, zum ersten Mal zu bröckeln beginnen.
Zusammen mit vielen helfenden Händen beginnt er ein Abenteuer, bei dem er die Wahrheit jagt und selbst gejagt wird.

Meine Meinung:
Das Buch fängt damit an, dass der Erzähler anscheinend in einer Gefangenschaft lebt. Die Tagesroutine und die Gefühle werden vermittelt. Man ist schockiert, man fragt sich: Wer ist das? Und wieso ist er dort? Und wer hält ihn gefangen? Die düsteren Erzählungen enden abrupt mit rückblendenden Erinnerungen. Und nach und nach erschließt sich das Geheimnis der Umstände des Gefangenen und seiner Gefangenschaft.
Die Geschichte von Nathan beginnt in seinen frühen Lebensjahren. Er wird verachtet für seine Herkunft, da sein Vater der legändere schwarze Magier Marcus ist. Er verkörpert das absolute böse. Seine älteste Schwester Jessica schikaniert ihn und seine Mutter lässt ihn in einer Schublade schlafen, so sehr ist sie gegen ihn als ihr Kind.
Doch mit der Zeit erkennt man auch die positiven Fakten seines Lebens. Da ist zum Beispiel seine Großmutter, die sich nach dem Tod seiner Mutter hingebungsvoll um ihn und seine Geschwister kümmert und immer hinter ihm steht, egal welche Schikane ihm entgegengebracht werden. Auch sein Bruder Arran und seine Schwester Deborah stehen ihm beiseite, wo immer es geht.
Seine Persönlichkeit entwickelt sich langsam aber stetig im Laufe des Buches. Während er anfangs schüchtern ist und kaum mit jemandem außerhalb seiner Familie spricht, wird er in der High-School beinahe zu einem Schlägertypen. Er hat seine Gründe dafür.
Je mehr er über sich erfährt und je schwerer ihm das Leben gemacht wird, desto mehr wächst er daran.
Nathan ist ein absolut sympathischer Protagonist, der mit der Welt, aber auch mit sich selbst Kämpft. Er ist hin- und hergerissen, was einerseits an seiner gemischten Herkunft liegt, andererseits an dem Wunsch, seinen Vater endlich kennen zu lernen, obgleich dieser von jedem als abgrundtief böse betitelt wird.
Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive. Viele Gedankengänge fließen mit ein, was die Handlungen verständlich macht.

Fazit:
Verwirrend erscheinende Kapitel werden schnellstens aufgeklärt, man sitzt nicht zu lange mit Fragen im Kopf vor dem Buch. Und das, obwohl die Geschichte komplex ist, auch von ihrer Erzählweise. Der Erzähler springt zwischen verschiedenen Erinnerungssträngen und der Gegenwart hin und her, allerdings sehr angenehm zu folgen. So schafft es Sally Green, genug Informationen über die Vergangenheit Nathans zu geben, aber auch, die Geschichte voranzutreiben.
Die Sätze sind kurz und knackig. Auf kürzeste Art und Weise wird eine weitläufige, verwinkelte und facettenreiche Geschichte erzählt, die mitreißt. Das macht es auch sehr gut lesbar, man legt es nur ungern beiseite.
Insgesamt ist Sally Green ein wahrlich meisterlicher Auftakt einer mehrbändigen Serie gelungen, die zu hoffen verleitet, ganz schnell das zweite Band in den Händen zu halten, um zu wissen, wie es weitergeht und wie Nathan sich weiterentwickelt.

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