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Chris Hadfield

Anleitung
zur Schwerelosigkeit

 Rezension © 2014 by Martin Wagner für BookOla.de
 
 
Titel: Anleitung zur Schwerelosigkeit
Genre: Biographie/Lebenshilfe
Sprache: Deutsch
Verlag: Heyne
Publikationsjahr: 2014
Autor: Chris Hadfield
Übersetzung: Elisabeth Schmalen und Johanna Wais
Umschlaggestaltung: Hauptmann & Kompanie Werbeagentur, Zürich
Umfang: 367 Seiten
Bindung: Hardcover
Preis: 19,99€

Meine Meinung:

„Der Weltraum, unendliche Weiten...“, so könnte eigentlich jedes Buch anfangen, in dem das All die Hauptrolle oder auch nur eine Nebenrolle spielt. Der Weltraum ist der größte bisher fast komplett unerforschte Ort, den wir Menschen kennen. Zwar haben wir auch auf der Erde einige Orte bisher nicht genauer unter die Lupe nehmen können, die Ozeane zum Beispiel, aber das All übt eine noch größere Faszination auf uns aus, weshalb wir das Wasser für das Nichts vernachlässigen und in der Umlaufbahn unseres Planeten Raumstationen positionieren, Menschen dorthin schicken und Versuche durchführen.

Einer dieser Menschen, die in die Umlaufbahn geschickt wurden, um dort zu Leben und zu forschen, ist der Kanadier Chris Hadfield, der mit seinem Video, in dem er Gitarre spielend durch die ISS schwebt, weltweit bekannt wurde. Genau dieser Chris Hadfield, ist auch der Autor des Buches „Anleitung zur Schwerelosigkeit“, das auch den Untertitel trägt „Was wir im All fürs Leben lernen können“. Erschienen ist das Buch, welches im ersten Moment wie ein reines Lebenshilfebuch klingt, sich aber bald als Mischung aus Biographie und Lebenshilfebuch entpuppt, beim Heyne Verlag.

Während das Buch mit der Beschreibung der Vorbereitung auf den ersten Weltraumspaziergang an Bord der ISS beginnt, beginnt für Chris Hadfield alles am Tag der Mondlandung. Mit neun Jahren sah er sich die erste Schritte eines Menschen auf dem Mond an und wusste fortan, welchen Beruf er irgendwann einmal ausüben will. Die Chance dafür sind alles andere als groß, und selbst das ist noch eine Übertreibung, denn Kanada hat überhaupt keine Raumfahrtbehörde. Eigentlich hätte das die Träume des jungen Hadfield direkt zerstören müssen, er aber sah dies als Herausforderung. Er nahm an nachschulischen Veranstaltungen teil, lernte für die Schule, ging zum Militär und wurde Pilot. Damit sorgte er für die Grundlagen, die jeder Astronaut mitbringen musste und macht dabei deutlich, dass man seinen Zielen und Träumen auch dann folgen sollte, wenn sie absolut unerreichbar erscheinen. Nach der Ausbildung zum Kampfpiloten wurde er Testpilot, ein weiteres Einstiegskriterium. 1992 war er zwar immer noch nicht im All, sein Traum schien aber realistischer zu werden, denn er schaffte es in das kanadische Astronautenprogramm.
Weitere Fortbildungen später, fliegt er 1995 tatsächlich ins All und erfüllte sich seinen Traum, der aber noch lange nicht zu Ende geträumt war, denn es folgten weitere Ausflüge ins All und immer weitere Fortbildungen und Prüfungen. Chris Hadfield lernte quasi in jeder freien Sekunde mehr, denn als Astronaut muss man alles können und nicht nur Spezialist für eine Sache sein.

Soviel zur Biographie und den Tipps zum Festhalten an Träumen und den Tipps zu lernen und alles dafür zu tun. Natürlich bietet das Buch noch mehr, denn neben den Informationen zum Leben als Astronaut, liefert der Autor auch noch detaillierte und wirklich atemraubende Beschreibungen von Vorgängen vor, während und nach einer Mission. Die Beschreibungen der Starts und Landungen und das Leben im All sind wirklich Lesenswert und machen Lust auf mehr Informationen und Lust darauf, das einmal selbst zu erleben. Das wird aber wohl für viele ein Traum bleiben. Das heißt aber nicht, dass man nicht alles dafür tun sollte, denn wer weiß, was noch kommen mag. Neben den Beschreibungen ist aber auch der Rest wirklich unterhaltsam geschrieben und es gelingt dem Autoren nicht nur seine Liebe zum All und seiner Frau zu verdeutlichen, sondern auch technische Dinge für Laien verständlich zu erklären. Auch die Bilder können komplett überzeugen, seine es seine Erinnerungsfotos an seine Militärzeit oder die Bilder, die er an Bord der ISS gemacht hat, alle stützen seine Geschichte und zeigen die Freude und auch die Demut, die er empfindet. Kurzum, Chris Hadfield macht mit diesem Buch alles richtig und bleibt auf dem Boden, obwohl er doch weit über uns allen Zeit verbrachte.

Fazit:
Chris Hadfields „Anleitung zur Schwerelosigkeit” ist viel mehr als ein Lebenshilfebuch. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise das Leben eines Astronauten auf der Erde und im All und liefert darüber hinaus Geschichten und Bilder von Erlebnisse, die ihresgleichen suchen und die uns allen zeigen, was wir, wenn wir unseren Träumen folgen, alles erreichen können. Ein tolles unterhaltsames Buch von und über einen sympathischen Astronauten.

 

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