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Stephen King
Die Augen des Drachen
Rezension © 2011 by Wörterschmied für BookOla.de
Die Augen des Drachen
Originaltitel: The Eyes of the Dragon
Übersetzung: Joachim Körber
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten
ISBN: 978-3-453-43575-9
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90
Verlag: Heyne

Kurzbeschreibung

Im Königreich Delain herrscht der alte König Roland von Delain, der weder ein guter noch ein schlechter König ist. Als Ratgeber steht ihm der finstere Hofzauberer Flagg zur Seite, der nach der Herrschaft giert. Roland heiratet die junge Sasha; obwohl er sie liebt, meidet er sie aus Schüchternheit.
Doch eines Tages trifft er beim Jagen im Wald auf einen Drachen, den er erfolgreich erlegt. Als Zeichen des Triumphes verzehrt er das Herz des Drachen. Danach findet er den Mut mit seiner Frau zu schlafen und ein paar Monate später gebiert sie einen Sohn, der den Namen Peter erhält.
Peter genießt eine unbeschwerte Kindheit, seine Eltern lieben ihn und das Volk sieht ihn schon als würdigen Thronfolger an. Für Flagg ist Peter ein Dorn im Auge und Roland ist entschlossener denn je geworden. Wenige Jahre später erwartet Sasha ein weiteres Kind und entgeht durch Zufall einem Giftanschlag Flaggs. Doch Sasha stirbt bei der Geburt ihres zweiten Sohnes, der den Namen Thomas erhält.

Meine Meinung:

Die Augen des Drachen gehört zu Kings wenigen gelungenen Ausflügen in die Phantasy-Welt.

Die Sprache ist von Anfang an sehr einfach gehalten, was - wie im Falle von Puls - das Lesen nicht stört, sondern vereinfacht. Schließlich geht es um keine hoch ethischen und emotionalen Probleme wie in Dolores oder Sara, sondern um eine Art Märchen (obgleich viele Märchen um einiges brutaler sind). Handlungselemente werden aus dem Guter-König-Arthus-Baukasten genommen: Peter rettet ein Pferd, sein Freund Ben Staad hält ihm bedingungslose Treue, am Ende wird geheiratet, der dumme und faule Bruder bereut seine Taten und wird am Ende zum Helden, und natürlich: der große und böse Zauberer!

Ähnlich wie bei Der Herr der Ringe ist die vermeintliche Hauptfigur gar nicht der wesentlichste Handlungsträger - erst die Taten seiner Freunde können Peter die geplante Flucht ermöglichen und selbst dann ist der wahre Held nicht der Held, sondern sein Bruder. Für mich ist Thomas die Schlüsselfigur des Werks (so wie Harold Lauder für mich der Held aus Das letzte Gefecht ist) und so detailliert gehalten, dass man ihn einfach nur in den Arm nehmen und trösten will. Die frustrierte Jungen-Stimmung (für einen Kurzeinblick in die Thematik kann ich Für Owen empfehlen) ist sehr gelungen!

Glanzpunkt des Romans ist die Vielschichtigkeit der Handlungsstränge: die Servietten, der Pfeil, das Puppenhaus, das Amulett - am Ende verknüpfen sich alle Einzelfäden wieder zu einem festen Seil, das den Leser bei der Spannung hält.

Fazit: Ein unglaublich humorvoller und phantasiereicher Roman zum Lachen und Weinen!

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