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Frank Hebben
Fieberglasträume
Rezension © 2013 by Martin Wagner für BookOla.de
Frank Hebben: Fieberglasträume
Titel: Fieberglasträume – Kybernetische Kurzgeschichten
Art: Kurzgeschichtensammlung
Reihe: fantastic episodes
Band: VIII
Genre: Cyberpunk
Sprache: Deutsch
Verlag: Begedia Verlag
Publikationsjahr: 2013
Herausgeber: Frank Hebben und André Skora
Umschlaggestaltung: Christoph Jaszczuk
Umfang: 336 Seiten
Bindung: Softcover
Preis: 14,95€

Kurzbeschreibung
Der Kabelgott, der durch dein Hirn spukt, der Horrortrip in deinen Adern, der schwarze Code in deinem Blut … Bist du dabei? Komm schon, zeig uns, was du draufhast! Stöpsel dich ein in die Fieberglasträume: 14 illustrierte Textfiles von den Avantgardisten des deutschen Cyberpunk, die deinen Geist durch digitale Welten jagen. Schillernd bunt und brutal. Fühle den Nervenkitzel, der dich packt, wenn du deine Chips auf Hochtouren taktest. In dieser Realität darfst du alles – aber lass dich nicht erwischen.
Wir haben dich gewarnt!

Meine Meinung:
Science-Fiction-Literatur die in einer nicht allzu fernen und nicht allzu unrealistischen dystopischen Zukunft spielt, trägt seit den 1980er Jahren die Genrebezeichnung Cyberpunk. Ein, wenn nicht sogar der Begründer des Genres ist William Gibson und seit den 1980ern, als er seine Cyberpunk-Romane schrieb, hat sich viel getan. Einige Bestandteile seiner Romane sind längst Realität andere zum Glück nicht. Um das Genre selbst ist es nie still geworden und deshalb ist es auch nicht überraschend, dass immer wieder neue Autoren Cyberpunk für sich entdecken.

Damit Autoren, bekanntere und natürlich auch unbekanntere, die Chance bekommen ihre Geschichten auch einem größeren Publikum vorzustellen, haben sich Frank Hebben und André Skora zusammengetan und in fantastic episodes VIII - Fieberglasträume - Kybernetische Kurzgeschichten eben dieses Genre aufgegriffen. Veröffentlicht wurde das Buch mit 15 Kurzgeschichten beim Begedia Verlag aus Mühlheim an der Ruhr und die Liste der Namen der Autoren liest sich für Rollenspieler und Kenner dieser Szene wie ein Who is Who eben dieser Szene, was sehr vielversprechend ist.

Der erste Eindruck ist das Cover, das durchaus ansehnlich wenn auch anzüglich daherkommt, begrüßt den Leser doch eine verkabelte Schönheit, die offensichtlich keine Zeit mehr hatte Kleidung anzuziehen, bevor sie als Coverbild ausgewählt wurde.
Im Buch geht es dann erst einmal weniger farbenfroh weiter. Ein spartanisches Layout mit Blocksatz ist optisch nicht unbedingt überzeugend, dafür sorgen dann aber die tollen farbigen Grafiken, immer passend zu den Geschichten davor oder danach, von Künstlern wie Stas Rosin und Gloria Manderfeld.
Bevor es dann aber wirklich losgeht, zeigt uns Rob Boyle im Vorwort, wie viele Ideen der 1980er Jahre bereits Wirklichkeit sind und wieso Cyberpunk trotzdem auch heute immer noch ein Genre der Zukunft ist.
Viel wichtiger sind aber natürlich die Kurzgeschichten, die trotz des gemeinsamen Genre-Hintergrundes nicht unterschiedlicher hätten ausfallen können. Unter den Autoren sind, Peter Hohmann, André Wiesler, Michael Rösner, Ingo Schulze und David Grashoff. Die meisten ihrer Geschichten befassen sich mit typischen Cyberpunk-Themen, etwa großen Konzernen, gegen die einfache Leute kämpfen, Cyberware, oder auch virtuellen Realitäten. Zwei andere, zusammengehörende Geschichten, geschrieben von zwei Autoren, Frank Hebben und Christian Günther, sind ausgefallener und beschreiben eine wirklich düstere Zukunft, in der Menschen nur eine untergeordnete Rolle spielen und Maschinen sowie die zerstörte Natur die Kontrolle haben, ohne einen menschlichen Zeitvertreib zu vergessen, den Krieg.

Eine gelungene Mischung toller Geschichten des Cyberpunk-Genres von tollen Autoren mit absolut passenden und vor allen Dingen guten Bildern von tollen Künstlern, die auch, trotz des nicht ganz gelungenen Layouts, handwerklich überzeugt. Dafür sorgen ein wirklich gutes Lektorat und Korrektorat, die die Kurzgeschichtensammlung perfekt abrunden und dafür sorgen, dass man als Fan des Genres an den kybernetischen Kurzgeschichten nicht vorbeikommt. Ich selbst würde mich über eine Fortsetzung oder die Vorgeschichte zu “Zeit der Asche“, der oben erwähnten zweiteiligen Geschichte freuen, denn die hat mir besonders gut gefallen. Was aber vielleicht auch daran liegen könnte, dass ich Stas Rosins Bilder, die ich sehr mag, die gesamte Zeit vor Augen hatte.

Fazit:
Das Buch Fieberglasträume – Kybernetische Kurzgeschichten, herausgegeben von Frank Hebben und André Skora, beinhaltet neben tollen Kurzgeschichten des Cyberpunk-Genres von bekannten deutschen Autoren, oder welchen die es sicherlich bald werden, auch tolle Bilder von bekannten Künstlern, die passend zu den Geschichten ausgewählt oder gezeichnet wurden. Absolut zu empfehlen, auch wenn das Layout sicherlich etwas konservativ ist.

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