Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header6.jpg
Markus Heitz
Totenblick
Rezension © 2013 by Martin Wagner für BookOla.de
Markus Heitz: Totenblick
Titel: Totenblick
Genre: Thriller
Verlag:  Droemer-Knaur
Publikationsjahr: 2013
Autor: Markus Heitz
Umschlaggestaltung: Zero Werbeagentur
Umfang: 528 Seiten
Bindung: Broschiert
Preis: 9,99€

Kurzbeschreibung
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden …

Meine Meinung:
Wenn preisgekrönte Autoren das Genre verlassen, in dem sie groß geworden sind, dann ist man immer sehr gespannt auf das Produkt und hofft, dass der Ruf des Autoren unter dem Genrewechsel nicht zu leiden hat. Bei einem Wechsel vom Krimigenre zum Thrillergenre, ist die Gefahr nicht so groß, beim Wechsel von Fantasy zu Thriller schon größer.

Umso überraschender war die Genrekennzeichnung des neuen Romans von Markus Heitz, der tatsächlich die Bezeichnung Thriller trägt. „Totenblick“, so der Name des Romans, ist Mitte dieses Jahres beim Droemer-Knaur-Verlag erschienen und macht optisch jede Menge her. Auch inhaltlich wird aber einiges versprochen, Bilder als Vorlagen für inszenierte Tatorte und ein Ermittler, der nur allzu schnell selbst  Teil eines zukünftigen Kunstwerks sein könnte, wenn ihn der Totenblick erfasst.

Doch zurück zum optischen Eindruck, denn das Artwork auf dem Cover und das Backcover, das wirklich absolut passend ausgewählt wurde, und auch die Möglichkeit das broschierte Backcover so umzuklappen, dass das Buch geschützt wird, machen wirklich etwas her und vor allen Dingen wirklich Lust auf den Inhalt.
Die Geschichte spielt in Leipzig und wer schon einmal da war, der wird viele Ecken, die im Buch erwähnt werden wiedererkennen. Die Protagonisten und Antagonisten wird er hingegen aber nicht wiedererkennen und auch zukünftig dort nicht finden, was nicht so schlecht ist, denn zumindest dem Antagonisten möchte man gar nicht über den Weg laufen.
Das macht aber zu Beginn direkt ein junger Mann, der dann sofort als erster zum Kunstwerk verarbeitet wird, nämlich in der Nachbildung des „Der Tod des Marat“. Dem Fall muss sich dann der unter ADHS leidende Kriminalhauptkommissar Peter Rhode annehmen und er wird dabei richtig gefordert. Vor allen Dingen, als sein ehemaliger Kontaktmann bei einer Rockerbande, Ares, auch noch in eine Entführung hineingezogen wird, die erst auf den zweiten Blick auch etwas mit den Bildermorden zu tun hat. Für Peter und Ares beginnt bald ein gemeinsamer Kampf gegen den Mörder, denn der hat es nicht nur auf Freunde und Kollegen abgesehen, sondern auch auf Familienmitglieder und das nehmen beide nicht nur sehr ernst sondern auch persönlich.

Ein absolut gelungener Thriller mit runden Protagonisten, die allesamt ein eigenes Buch verdient hätten, und ein toller Antagonist, der immer einen Schritt voraus ist und doch nicht unfehlbar, genau so wie es sein muss. Dazu viele spannende und blutige Szenen, die die Kennzeichnung Thriller wirklich rechtfertigen. Natürlich kommt Markus Heitz nicht ganz ohne Fantasy aus, denn eine seiner Figuren hat einen Auftritt in einem seiner fantastischen Werke, was man wohl durchaus als Eigenwerbung bezeichnen könnte. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn zum einen hat er die Eigenwerbung verdient und zum anderen ist der Bestandteil an Fantasy in diesem Thriller wirklich nur minimal. Ich bin gespannt, wann der nächste Leipzig Thriller von Markus Heitz geschrieben wird und würde wieder zugreifen.

Fazit:
Markus Heitz' „Totenblick“ ist ein fast lupenreiner Thriller mit allem, was man braucht um so etwas zu schaffen, tolle Protagonisten und Antagonisten, tolle Szenen und eine tolle Geschichte, die sich rasant und geheimnisvoll entwickelt. Mehr davon und auch gerne wieder mit minimalem Fantasyanteil.

Copyright 2020 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla