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Christine Fehér
Dann mach ich eben Schluss
Rezension © 2013 by Karina (BuchFluesterer)
für BookOla.de
Christine Fehér: Dann mach ich eben Schluss

Originalausgabe
Ab 13 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten
ISBN: 978-3-570-16115-9
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50*
(* empf. VK-Preis)
Verlag: cbt
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Kurzbeschreibung:
Zerbrecht nicht, was mich hält!

Und was, wenn Max einfach einen Schlussstrich ziehen wollte? Es allen zeigen: seinem Manager-Vater, der ihn nur nach Leistung beurteilte. Seiner unterkühlten Freundin Annika, die ihn ständig umkrempeln wollte. Seinem besten Freund Paul, der gleichzeitig sein stärkster Konkurrent war. Seinem Lehrer, der nur in Noten denkt. Seiner großen Liebe Delia, die ihn verlassen hat. Einfach abhauen. Ruhe haben. Ist es das, was Max wollte, als er sein Auto gegen den Baum steuerte? Oder stand er einfach unter Schock, weil er etwas herausgefunden hatte, das ihm den Boden wegzog? Max hat Freunde und Familie in Trauer gelähmt zurückgelassen. Stückchen für Stückchen müssen sie das Bild seines Lebens zusammensetzen, um die Antwort zu finden. Und jeder hat ein Puzzleteil Schuld hinzuzufügen …

Meine Meinung:
Wieder mal ein Ausflug in ein anderes Genre, dank Klaus von bookola.de. Haltet auf jeden Fall Taschentücher bereit, denn das Buch könnte Gefühle in euch wachrufen, die ihr nicht kontrollieren könnt.
Die Geschichte fängt schon mit einer Hiobsbotschaft an. Max ist 18 Jahre und tot. Ja, er starb bei einem Autounfall. Die anderen drei Insassen haben überlebt. Mehr oder weniger. Denn es war kein Zufall. Max hat, zumindest für mich persönlich, den schlimmsten Weg eingenommen, denn man gehen kann. Er hat Selbstmord begangen. Sein Auto einfach bei voller Geschwindigkeit gegen einen Baum gefahren.
Vor allem die Hintergründe wiegen schwer. Und sind für mich ein Grund mehr, über dieses Thema nachzudenken. Ein Vater, der immer nur erwartet und nimmt, nichts gibts. Eine Mutter, die Mutter ist, nicht mehr und nicht weniger. Eine Freundin, die hohl wird, sobald man an ihrer Oberfläche kratzt. Und ein Freund. Paul, dazu muss ich was schreiben. Ein Mensch wählt den Freitod, und bringt dabei auch fast seine Freunde um. Schlimm, doch warum hat er seine Freunde auch diesem Risiko ausgesetzt? Fragen die wir nicht beantworten können, den die wichtigste Person, die es uns erklären könnte ist tot.
Und dann passiert etwas an Max´ Grab. Paul sagt ihm er sei wütend auf ihn, weil er ihn fast getötet hätte. Das machte mich sprachlos. Ein Mensch, ein 18jähriger Junge, begeht Selbstmord. Alleine schon der Entschluss und die Tat, lassen uns erahnen, was er wirklich durchgemacht hat, um diesen Schritt zu gehen. Doch auch noch im Grab, ich benutze das Wort nur, weil mir kein besseres einfällt, beschimpft zu werden, von seinem besten Freund. Der mitunter auch Schuld an dieser Tat hat. Das hat mich schockiert.
Ich habe bereits ein ähnliches Buch gelesen, das mich sehr berührt hat. So wie auch dieses Werk, das mich völlig in seinen Bann gezogen hat. Mich beschäftigen solche Themen, weil es heute zum Alltag gehört. Nur spricht niemand darüber, und vielleicht ist das ja das Schlimme an der ganzen Sache. Es wird einfach totgeschwiegen. Denn, ob es unsere Mitmenschen, oder Freunde nun zugeben oder nicht. Meines Erachtens hat jeder Gewissensbisse, wenn jemand aus dem näheren Umfeld Selbstmord begeht.
Lest dieses Buch, macht euch Gedanken über das Leben, den Alltag. Denkt über euer Leben nach, was müsste euch passieren, damit ihr zu so einem Schritt fähig wärt? Wenn ihr von Familie und Freunden keinen Rückhalt hättet? Habt ihr vielleicht schon einmal daran gedacht? Verlangt ihr zuviel von euren Kindern, Freunden, Familie? Überlegt mal, wenn so etwas passiert, ob ihr die Situation vielleicht verhindern hättet können?
Ja genau, wenn jemand diesen Schritt geht, ist es zu spät. Man kann es nie mehr rückgängig machen. Man kann es nicht zurückspulen, wie bei einem Film. Das Leben hat keine Stoptaste, es geht einfach weiter. Ich schreibe auch nicht viel zum Inhalt, da es jeder selber lesen sollte. Und sich sein eigenes Bild schaffen soll.
Nehmt euch dieses Buch zu Herzen, und denkt nicht, wie kann eine Autorin so etwas nur schreiben. Sondern denkt daran, solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Nehmt euch selbst mal ein bißchen zurück und horcht euch mal in eurem Freundekreis. Nur wer zuhören kann, ist ein guter Freund.
Vielen Dank an Christine Fehér, für eine Geschichte die das Leben schreibt, und mir einfach wieder etwas Anstoss gibt. Meine Freunde einzuladen, ihnen zu zuhören. Ihnen das Gefühl zu geben, du bist mir wichtig. Du kannst jederzeit zu mir kommen, mit allen Problemen. Wir versuchen sie gemeinsam zu lösen.
Hierfür gibts es die ultimative Leseempfehlung und

ich vergebe 5 von 5 Tränen

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