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Richard Ungar
Die Time Catcher
Rezension © 2013 by Martin Wagner
für BookOla.de
Richard Ungar: Die Time Catcher

Originaltitel: Time Snatchers #1
Originalverlag: Putnam / Penguin US
Übersetzung: Knut Krüger
Ab 11 Jahren, Publikationsjahr: 2013
Umschlaggestaltung: Owen Richardson
und init. Büro für Gestaltung
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten
ISBN: 978-3-570-15574-5
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90*
(* empf. VK-Preis)
Verlag: CBJ Verlag
bestellen bei Amazon

Kurzbeschreibung:
Durch die Zeit zu reisen, um unbezahlbare Objekte aus der Vergangenheit zu klauen, ist das Größte – solange nicht ein anderer Time Catcher versucht, einem die Beute abzujagen sowie die beste Freundin auszuspannen und der eigene Boss plant, Kinder zu kidnappen, um sein florierendes Diebesunternehmen auszubauen. Mehr als ein Grund für Caleb über Flucht nachzudenken. Bloß ist kein Ort der Welt – in Vergangenheit und Zukunft – sicher vor den Schergen des Boss’. Und Abtrünnigen droht die härteste Strafe von allen. Wird Caleb alles riskieren, um in der Zukunft zu landen, die er sich erträumt?

Meine Meinung:
Zeitreisen sind nicht erst seit H. G. Wells ein Wunsch der Menschen, denn schon vorher gab es Menschen, die durch eine Reise in die Vergangenheit gerne Fehler der Vergangenheit ungeschehen machen wollten. Mit H. G. Wells wurde das ganze jedoch auf ein völlig neues Medium übertragen und viel wissenschaftlicher betrieben. Seit Wells haben sich viele Autoren und auch Wissenschaftler mit dem Thema befasst und immer neue Theorien aufgestellt oder in Romanform zur Unterhaltung der Menschen beigetragen.

Auch der Kanadier Richard Ungar, der eigentlich als Jurist tätig ist, hat sich dem Thema angenommen und einen Jugendroman geschrieben, der jetzt in der deutschen Übersetzung bei cbj erschienen ist. In „Die Time Catcher“, so der Titel des Romans, werden Jugendliche Waisenkinder wie Caleb, der Protagonist, aus dem Jahr 2061, in die Vergangenheit geschickt, um dort für ihren Onkel, oder besser gesagt für dessen reiche Auftraggeber, die bedeutendsten Gegenstände der Geschichte zu stehlen.

Genau mit einem solchen Auftrag beginnt der Roman. Caleb soll die chinesisch-amerikanische Freundschaftsfahne aus dem Jahr 2060 stehlen und durch ein Duplikat ersetzen. Bei diesem Auftrag kommt ihm ein Mitglied seines eigenen Teams in die Quere, der machtbesessene Mario, und nur mit Glück kann Caleb zurück in seine richtige Zeit fliehen. Dort angekommen muss er sich den Spott seines neuen Erzfeindes zuziehen, der sich zu allem Übel auch noch an Calebs beste Freundin, Abbie, heranmacht. Auch die nächsten Aufträge stehen unter keinem guten Stern, denn Mario, der sich schnell als Antagonist des Buches zu erkennen gibt, sabotiert auch diesen Auftrag und zwingt Caleb dazu ein Leben zu retten, das eigentlich hätte enden sollen, was durchaus eine Auswirkung auf die Zukunft haben könnte. Bevor diese Auswirkungen aber eintreten und Mario sein unfaires Spiel fortsetzen kann, zeigt der wahre Antagonist des Buches, Calebs Onkel, sein wahres Gesicht und bald geht es um mehr als nur um den Diebstahl einiger Kunstwerke, es geht um Menschenleben und diese zu opfern und aufs Spiel zu setzen ist Caleb nicht bereit. Damit beginnt für Caleb ein Kampf gegen scheinbar übermächtige Gegner und nur auf seine wahren Freunde kann er sich noch verlassen.

Eine spannende Geschichte mit tollen Beschreibungen und guten Zwischensequenzen. Die Zeitreisen in die Vergangenheit sind wirklich gelungen und machen deutlich, dass der Autor nicht nur viel Fantasie hat, bei den Szenen, die kein tatsächliches historisches Ereignis beschreiben, sondern auch gut recherchiert hat, bei den tatsächlichen historischen Ereignissen, wie zum Beispiel dem ersten Frisbeewurf. Daneben hat sich der Autor auch viele Gedanken über die Technik gemacht und genau deshalb hat man als Leser nie das Gefühl, dass es zu unrealistisch wird, wenn es darum geht. Leider ist dem Autoren das bei seinen Figuren, die in Jugendromanen eine wichtigere Rolle spielen als die Geschichte, nicht gelungen. Sie handeln teilweise recht unlogisch, Caleb ganz besonders, denn seine Wandlung ist zu spontan und vor allen Dingen würde sich jeder Jugendliche komplett anders verhalten, wenn ihn ein älterer Jugendlicher ärgert. Aber auch die anderen Figuren sind nicht besser. Das wird die Zielgruppe schnell erkennen und deshalb vielleicht sogar aufhören das Buch zu lesen. Dementsprechend muss der Autor in Zukunft neben der tollen und spannenden Geschichte und seinen tollen Ideen zur Zukunft noch deutlich mehr Arbeit in die Figuren stecken, um ein rundum gelungenes Buch zu schaffen, dass sich in die Reihe der erfolgreichen Jugendromane einreihen kann, die in den letzten Jahren erschienen sind.

Fazit:
Richard Ungars Jugendroman „Die Time Catcher“ ist ein Jugendroman, der einige gute Elemente beinhaltet, eine gute Geschichte und tolle historische und futuristische Szenen, der aber auch eine große Schwäche hat, die Figuren und insbesondere der Protagonist, der bei vielen Lesern dazu führen kann, dass sie das Buch kopfschüttelnd weglegen werden.

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