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Laura Moriarty
Das Schmetterlingsmädchen
Rezension © 2013 by Gerald Schnellbach

Laura Moriarty: Das Schmetterlingsmädchen
Bastei Lübbe Verlag
Taschenbuch, 463 Seiten
Übersetzung: Britta Evert
Ersterscheinung: 15.02.2013
ISBN: 978-3-404-16781-4
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Kurzbeschreibung:
New York in den Goldenen Zwanzigern: Eine turbulente Metropole voller Leben, Musik, Abenteuer – ein aufregendes Versprechen. Als die fünfzehnjährige Louise aus dem verschlafenen Kansas dorthin reist, um Tänzerin zu werden, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Hals über Kopf stürzt sich das neugierige, unkonventionelle Mädchen in diese berauschende Welt – sehr zum Missfallen ihrer Anstandsdame Cora, einer Frau mit traditionellen Wertvorstellungen. Doch hinter Coras korrekter Fassade verbirgt sich ein trauriges Schicksal, von dem niemand ahnt. Die Reise nach New York ist für sie eine Reise in die Vergangenheit …

Meine Meinung:
Die fünfzehnjährige Louise Brooks will Tänzerin werden und fährt von Wichita, Kansas ins ferne New York, um sich diesen Traum zu erfüllen. Da man ein kleines Mädchen nicht alleine in die große Stadt schicken kann, wurde ihr eine Anstandsdame zur Seite gestellt.

So fängt nicht nur der Roman „Das Schmetterlingsmädchen“ der Schriftstellerin Laura Moriarty an, nein, das ist auch die tatsächliche Lebensgeschichte der Louise Brooks. Die machte später als Stummfilmstar in Hollywood und Berlin Karriere und in einer späten Biografie hieß es über sie: „Louise Brooks war eine Frau die für Hollywood zu intelligent war und dem deutschen Stummfilm letzten Glanz verlieh“. Louise Brooks war eine Art Anti-Star, eine Querdenkerin, die schon immer einen eigenen Kopf hatte und sich auch in Hollywood keinen Zwängen unterordnete. Das führte letztlich dazu, dass sie der Filmmetropole den Rücken kehrte – teilweise gewollt, aber auch gezwungen.

Nun hat Moriarty einen Roman über diese beiden Frauen geschrieben, Louise Brooks und ihre „Aufpasserin“ Cora Carlisle (die übrigens in Wirklichkeit Alice Mills hieß). Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die etwas biedere Cora und die leicht aufmüpfige Louise. Die eine auf dem Weg zum Star, die andere auf einer Reise, sich selbst zu finden und bei der nach und nach das eine oder andere Geheimnis aus ihrer Vergangenheit in Rückblicken ans Licht kommt. Das Buch handelt hauptsächlich von Cora, Lousie wird nach und nach zur Nebenfigur in der Geschichte. Das finde ich einerseits schade, anderseits aber kann man es aufgrund der wenigen Fakten über Louises wahres Leben nachvollziehen. Moriarty wollte sich hier sicher nicht zu viele künstlerische Freiheiten über Brooks erlauben (wer mehr über die wahre Louise erfahren möchte, sollte dann eher „Lulu in Berlin und Hollywood“ oder „Lulu forever“ lesen). Trotzdem ist sie einfach der interessantere Charakter des Buches und es wird sicher einige Leser geben, die sich mehr Louise gewünscht hätten.

Heraus kam nichtsdestotrotz ein spannendes Buch, das zwar im letzten Drittel etwas nachlässt, sich aber trotzdem flüssig liest. Es lässt uns sehr authentisch an einer längst vergangenen Ära und auch an den Problemen und Ressentiments teilhaben, die diese Zeit so mit sich brachte. Moriarty hat ihre Hausaufgaben bezüglich historischer Daten und Fakten gemacht. Auch wenn sie sich bei Louise doch einige künstlerische Freiheiten erlaubt, die nicht ganz den bekannten Fakten entsprechen. Aber „Das Schmetterlingsmädchen“ will und soll ja keine Biografie sein, sondern ein Roman, ein möglichst interessanter dazu. Das ist Moriarty mit dieser Geschichte über zwei eindrucksvolle Persönlichkeiten und deren teilweise miteinander verknüpfter Lebenswege gelungen.  

Das Cover des Buches ziert übrigens ein Bild der wahren Louise Brooks, hier aber ohne ihren berühmten Bubikopf, für den sie eines der bekanntesten Aushängeschilder wurde.

Artikel im Spiegel über Louise Brooks
Nachruf im Spiegel
Wikipedia über Louise Brooks
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