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Justine Larbalestier 
Lügnerin!
Rezension © 2011 by Karen Bartel für BookOla.de

luegnerin
Originaltitel: Liar
Originalverlag: Bloomsbury
Übersetzung: Kattrin Stier
Ab 14 Jahren
Hardcover, 400 Seiten
ISBN: 978-3-570-16077-0
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 26,90
Verlag: cbt

Kurzbeschreibung:
Ihre Lügen sind irre, ihre Wahrheit auch

Seit sie denken kann, hat Micah die Menschen in ihrem Umfeld belogen – ihre Familie, ihre Freunde, ihre Klassenkameraden. Mit fatalen, ja tödlichen Folgen. Denn eines Tages wird ihr heimlicher Freund Zachary Rubin im Central Park tot aufgefunden, und Micah, eine der letzten, die ihn gesehen hat, gerät unter Mordverdacht. Um sich selbst von jeglicher Schuld reinzuwaschen, erzählt Micah ihre und Zacharys Geschichte – besser gesagt: Sie erzählt verschiedene Versionen dessen, was sie und Zachary verband und unter welchen Umständen er zu Tode gekommen ist. Eine davon führt in die Welt des paranormalen…


Meine Meinung:

Micah ist 17. Micah ist eine Lügnerin. Micah ist die Erzählerin dieser Geschichte…

Nun hat Micah versprochen die Wahrheit zu erzählen. Die wahre Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Ihr heimlicher Freund Zach ist ermordet aufgefunden worden. Mit ihm lief sie immer durch den Central Park und trainierte. Doch nun ist er tot.

In der Schule brodelt nun die Gerüchteküche auf, denn niemand weiß genau, wie, wo und durch wenn Zach gestorben ist. Die Polizei ermittelt in Zachs Umfeld. Micah, die sonst unsichtbar durch die Gänge schleicht, wird nun als Aussätzige und potentielle Mörderin behandelt, als sie erfahren, dass sie eine Beziehung mit Zach hatte.

Welche Wahrheit steckt nun hinter Zachs Tod?

Was kann ich Wahres von einer Geschichte berichten, die von einer Lügnerin erzählt wird?

Passend dazu habe ich vor Kurzem einen Spruch gehört: „Die Wahrheit ist relativ. Such dir eine aus.“ (aus der Serie „Shark“).

Auch Micah relativiert ihre Wahrheit. Deshalb ist das Buch in drei Teile unterteilt: „Die Wahrheit“, „Die wahre Wahrheit“ und „Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“. In jedem weiteren Teil wird sie spezifischer und deckt ehemalige Lügen auf und berichtigt sie (mit der Wahrheit?).

Am Anfang des zweiten Teils habe ich laut aufgelacht, da er viel ungläubiger erscheint als der erste (man merkt, dass Frau Larbalestier eigentlich Fantasy-Autorin ist!). Denn was man da erfährt, ist so gar nicht, was man erwartet hat. Ich dachte, einen Psycho-Thriller zu lesen (wie es auf dem Cover steht), doch heraus kam ein Reality-meets-Fantasy-Irgendwas-Roman (ich will nicht zu viel verraten). Meine zweite Reaktion war, dass ich enttäuscht meine Stirn runzelte, da Micah diese fantasievolle Geschichte, die sehr weit hergeholt und unglaubwürdig wie eine Lüge klang, immer weitersponn. Als ich dann merkte, dass sie das dann auch im dritten Teil ohne Revision durchzog, konnte ich mich allmählich, wenn auch schwerlich, darauf einlassen.

Micah ist mir durchaus sympathisch, doch manchmal, wenn sie wissentlich lügt, könnte ich sie auch an die Wand klatschen, z.B. wenn sie der Polizei gegenüber verneint, dass sie Zach kennt. Doch wer sagt mir eigentlich, dass sie in dem Moment lügt? Micah selbst. Die Lügnerin. Kann sie selbst überhaupt noch zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden? Zwischen Realität und Fiktion? Ich weiß es nicht genau…

Witzig ist, dass in alles Wahrheiten Details beibehalten und nur verändert werden, wie z.B. Hilliard: Im ersten Teil ist er Micahs Onkel, im zweiten und dritten ein Hund, aber beide gehen mit Micah laufen.

Interessant trifft den Charakter des Buches wohl am Besten. Ja, diese Geschichte ist interessant. Zum einen, weil sie in dieser Form noch nicht da gewesen ist (die Erzählung durch eine Lügnerin, die ihre Wahrheit immer wieder revidiert), zum anderen, da es so gar nicht ist, was man von einem Psycho-Thriller erwartet. Da ich mit einem solchen gerechnet hatte, war das Leseerlebnis eher enttäuschend… Die Idee an sich war sehr nett und auch gut umgesetzt („Eine absolut ungewöhnliche, hoch originelle Story“ - Herald Sun), aber mein Fall war dieses Buch nicht - vor allem nicht unter dem Aspekt „dunkler, intensiver Psychothriller“, wie ihn der Klappentext verspricht.

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