Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header4.jpg
David Ellis
Im Namen der Lüge
Rezension © 2010 by Karen Bartel für BookOla.de
Im Namen der Lüge

Originaltitel: In the company of Liars
Originalverlag: Putnam
Übersetzung Alexander Wagner
Taschenbuch, 432 Seiten
ISBN: 978-3-453-43389-2
€ 8,95 [D] | € 9,20 [A] | CHF 16,50
Verlag: Heyne
bestellen bei Amazon


Kurzbeschreibung

Die Wahrheit kennt nur der Tod

Allison Pagone war eine erfolgreiche Autorin, jetzt ist sie tot. Wurde sie ermordet? Je tiefer das FBI in ihre Vergangenheit eintaucht, umso mehr Ungereimtheiten ergeben sich. Könnte ihr Liebhaber etwas mit dem brisanten Todesfall zu tun haben? Stück für Stück entfaltet sich ein Minenfeld aus Intrigen, Verrat und kaltblütiger Berechnung, das bis in die Spitzen des weltweiten Terrorismus reicht. 

Rezension:

Allison Pagone, die erfolgreiche Krimiautorin, die des Mordes angeklagt ist, wird erschossen in ihrer Badewanne aufgefunden - alles sieht nach Selbstmord aus. Doch wie konnte es soweit kommen? Und war sie wirklich schuldig? Hat sie ihren Liebhaber Sam Dillon erschlagen?
Bei Nachforschungen durch FBI-Agentin Jane McCoy kommt heraus, dass anscheinend auch Allisons Ex-Mann Matt irgendwie darin verstrickt ist. Das Beweismaterial lastete schwer auf Allison, doch irgendwas scheint sie verschwiegen zu haben. In was für eine Sache ist die Autorin da hineingeraten? Denn hinter dem Mord steckt scheinbar noch mehr, die Hintergrundgeschichte streckt ihre Wurzeln noch tiefer und weiter aus als angenommen, denn sie reichen bis zur Befreiungsfront, einer Terrorgruppe…

Ich muss zugeben, ich hatte kleine Startschwierigkeiten mit dem Buch. Ich hatte zu Anfang die ersten 100 Seiten in kleinen Etappen gelesen, da ich keinen so rechten Einstieg finden konnte. Danach habe ich das Buch für eine Weile beiseite gelegt, weil ich keine rechte Lust verspürte weiterzulesen. Es war einfach sehr ungewohnt einen Thriller rückwärts zu lesen und zudem sehr verwirrend am Anfang in dieser Reihenfolge richtig mitzudenken und alles mitzuverfolgen, weil kein Teil so richtig zusammenpasst und man keinerlei Zusammenhänge erkennen kann. Das ganze Buch ist eine Art Puzzle, dass sich erst nach und nach zusammensetzt und sich ganz am Ende dann ein logisches Gesamtbild erschließen lässt. Im Urlaub habe ich dann das Buch noch einmal von vorne angefangen und kam plötzlich rein. Ich merkte, dass dies ein Buch ist für das man auch als geübter Leser Ruhe, Zeit und vor allem Geduld braucht. Ich las weiter, weil ich Licht hinter das Dunkel bringen wollte, in dem ich während des Lesens tappte. Und je länger ich las, desto mehr reizte mich diese ungewohnte Erzähltechnik. Zudem spielt die ganze Geschichte auf mehreren Ebenen, an den verschiedensten Orten und wird von mehreren Personen aus deren Sicht erzählt. Am meisten gibt es Erzählparts von Allison Pagone, wodurch man Einblick in ihr Seelenleben erhält, sie aber dennoch nicht durchschauen kann. Man fragt sich ständig, ob sie nun schuldig ist oder nicht, denn sie selbst klärt den Leser nicht auf und lässt viel Platz für Spekulationen und verschiedene Interpretationen. Doch wenn sie unschuldig ist, warum sagt sie dies dann nicht aus? Warum nimmt sie die Todesstrafe in Kauf? All diese Fragen stellen sich beim Lesen. Erst in den letzten 100 Seiten erahnt man die Zusammenhänge, doch so richtig sicher ist man sich erst auf der letzten Seite, denn viele ungeahnte Türen tuen sich auf und geben immer wieder Details preis, die das vorher Geschehene in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen und neue Möglichkeiten zum Lösen des Rätsels mit sich bringen. Dadurch, dass der Täter von Anfang an klar ist, aber die Story und die Motive von hinten aufgerollt werden, ist die Geschichte sehr undurchsichtig, was, wie bereits gesagt, den Einstieg sehr erschwert. Ich persönlich werde dieses Buch auf jeden Fall noch einmal lesen, um das Ganze besser begreifen zu können, denn die Geschichte ist so unglaublich und vor allem unglaublich vielschichtig, dass sie teilweise schwer zu verstehen ist. Mit dem Vorwissen durch das erste Lesen werde ich mich noch mal an dieses durchaus geniale Buch wagen, dass mich teilweise nicht nur ins Grübeln, sondern auch ins Staunen versetzt hat. Mir hat es wirklich gut gefallen und ich bin mir sicher, dass es mir bei einem zweiten Lesen und besseren Verstehen noch mehr gefallen wird.

Copyright 2019 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla