Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Um Ihnen eine angenehmere Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies zum Speichern Ihrer Anmeldedaten, um für sichere Anmeldung zu sorgen, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben und um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist. Klicken Sie auf „Stimme zu und fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren.
Header4.jpg
Tanja Heitmann
Wintermond
Rezension © 2009 by Karen Bartel für BookOla.de

Wintermond
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-453-26611-7
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 34,90

Verlag: Heyne

Kurzbeschreibung

Flieh vor den Schatten der Nacht!

In den Schatten der Stadt verbergen sich Geschöpfe, die so dunkel und bedrohlich sind, dass die Menschen ihre Existenz leugnen. Für Meta aber werden sie erschreckende Wirklichkeit. Nach einer leidenschaftlichen Nacht mit dem geheimnisvollen David verbindet eine tiefe Sehnsucht sie mit dem seltsam wilden jungen Mann. Doch in David lauert ein Wolfsdämon – und sein Rudel verfolgt eigene finstere Pläne  ...

Wer verbirgt mehr? Die scheinbar kühle Meta oder der undurchschaubare David? Nach einer leidenschaftlichen Nacht gehen beide wieder getrennte Wege. Zwar kehrt Meta in die schillernde Welt ihrer Kunstgalerie zurück, doch kann sie David nicht vergessen. Der junge Mann hat etwas tief Verborgenes in ihr geweckt. Auch David kann die Erinnerung an die verletzliche Frau nicht abstreifen. So sucht er ihre Nähe, obwohl er Meta dadurch in Gefahr bringt. Denn David hütet ein dunkles Geheimnis: Er wird von einem Wolfsdämon beherrscht. Weil David sich trotzdem für Meta entscheidet, macht er sich Hagen, den unberechenbaren Anführer des Rudels, zum Feind. In einer Stadt, in der man den Schatten nicht trauen kann, darf es keine Liebe zwischen zwei Welten geben ...

Meine Meinung:

Der Roman „Wintermond“ von Tanja Heitmann ist der zweite Teil einer fantastischen Reihe mit dem Leitmotiv der Dämonen. Der Roman hängt nicht mit seinem Vorgänger „Morgenrot“ zusammen.

Im Mittelpunkt stehen die erfolgreiche Kunstgaleristin Meta, Mitte dreißig, und der junge David, der so voller Geheimnisse steckt. Wie es das Schicksal will, finden die beiden, die sonst in zwei Welten leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, zueinander und verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander.

Beide versuchen die Sache als One-Night-Stand abzuhaken, doch keiner kommt von dem Anderen los. Meta muss immer fort an den bedeutend jüngeren und so anziehenden Mann denken, der so gar nicht in ihre Welt hineinpasst. Leute, wie sie würden ihn wohl als Straßenköter abtun und die Finger von ihm lassen, womit sie gar nicht so falsch lägen... Denn David ist zwar kein Hund, trägt aber den Dämon eines Wolfes in sich und gehört dementsprechend einem Rudel Gleichgesinnter an.

An dem Abend, als er Meta traf, sollte er eigentlich einen Auftrag erledigen, doch vermasselte ihn. Wegen Meta... Sein Anführer Hagen ist damit so gar nicht glücklich und der herrschsüchtige Mann beobachtet David von nun an genauer und deutlich strenger.

Immer wieder führt David seine Spürnase zurück zu Meta und sie verbringen erneut mehrere Nächte zusammen, bis David sich ihr ganz zuwendet. Nach dem Mord an einem Rudelmitglied ist er in der Hierarchie aufgestiegen und auch sein Wolf ist stärker geworden, doch David wendet sich nun ganz von dem Rudel ab und sucht bei Meta in einem fremden Revier Zuflucht.

Obwohl er mit Meta glücklich ist, merkt er rasch, dass er sich seinem Wolf und vor allem dem Rudel nicht so einfach entziehen kann. Zudem sind ihm in dem fremden Revier nicht alle Wölfe so wohlgesinnt, wie die Anführerin dieses Rudels.

Es ist einfach nichts mehr, wie es zuvor war, dass muss David einsehen: Er ist viel stärker, als er erahnen kann, weigert sich aber dennoch seinen Wolf von ihm Besitz ergreifen zu lassen. Was er nicht weiß, ist, dass sein Wolf sich ebenfalls von Meta angezogen fühlt, was nicht das Beste für Meta ist, denn schließlich ist er eigentlich ein Raubtier. Zudem plant Hagen das Revier, in dem David sich gerade befindet, zu übernehmen und Krieg um die ganze Stadt zu führen und dabei führt sein Weg auf gar keinen Fall an David vorbei...

Das fast 500 Seiten dicke Werk von Tanja Heitmann wird abwechselnd aus der Sicht von David und Meta erzählt. Ich muss sagen, dass Tanja Heitmann ihre Arbeit ganz gut gemacht hat. Besonders gefällt mir das Sinnliche, Leidenschaftliche, Geheimnisvolle und Spannende, wie es auch in ihrem Debütroman zu finden war. Heitmann fädelt ihren Anfang so geschickt ein, dass in dem Leser das gleiche Verlangen (vielleicht nicht auf der sexuellen Basis) entsteht, wie in Meta, nämlich den Unbekannten Schönen wieder zu sehen und mehr über ihn zu erfahren. Das hat mir sehr gut gefallen.

Auch das Mystische hat sie in ihrem zweiten Roman interessant dargestellt und es findet sicherlich viel Begeisterung bei den Lesern in den Zeiten der Bis(s)-Romane und vor allem der Filme. Warum nicht auf den Zug mit aufspringen? Natürlich ist dies hier kein weiterer Bis(s)-Band, dennoch geht es natürlich mit der Anspielung auf Werwölfe in deren Richtung.

Es gibt auch leider ein paar Makel. Durch all die Ereignisse kommt es irgendwann, wie es kommen muss, David trennt sich aus Rücksicht von Meta, als diese erfährt, was er wirklich ist. An dieser Stelle fehlte mir die Zerrissenheit und Sehnsucht, die sie in dieser Trennungsphase empfinden – bei beiden. Das Ganze wird sehr kurz abgetan und wird für den Leser leider nicht ganz verständlich und nachvollziehbar. Es wird zwar darüber geschrieben, allerdings kurz und ohne, dass die Emotionen beim Leser wirklich ankommen.

Und dann ist da noch was: Der heiß erwartete Showdown, den ein gutes Buch, wie ich finde, ausmacht, ist zwar eigentlich toll inszeniert, die Kulisse ist perfekt und auch die Atmosphäre, die beim Lesen einem in den Sinn kommt, passt, doch leider fehlt hier ausgerechnet die Spannung. Es hat mich nicht wirklich gepackt, was wirklich schade ist. Denn allein die Vorstellung dieser ungeheuren Kräfte bei einem Duell von David und Hagen, ist unglaublich. Doch so kommt es nicht herüber.

Dennoch soll das kein Verriss des Buches sein, da Tanja Heitmann eine gute und solide Nummer aufs Parkett gelegt hat, wenn auch nicht so gut, wie bei „Morgenrot“, aber nichtsdestotrotz durchaus lesenswert.

Copyright 2020 by www.BookOla.de
Joomla templates by a4joomla