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Marya Hornbacher
Du hast nicht gesagt,
ich liebe dich

Rezension © 2008 by Ute Spangenmacher für BookOla.de

du_hast_nicht_gesagt_ich_liebe_dich

Originaltitel: The Center of Winter
Originalverlag: HarperCollins
Aus dem Amerikanischen von Marie Rahn

Taschenbuch, ca. 464 Seiten
ISBN: 978-3-453-81056-3
€ 8,95 [D] | € 9,20 [A] | SFr 16,90
Verlag: Heyne

Kurzbeschreibung

Was bleibt einem Mädchen, das plötzlich auf schreckliche Weise seinen Vater verliert? Katie ist untröstlich, aber trauern kann die Sechsjährige nicht. Die tiefe Liebe zu Bruder und Mutter und ihr unstillbarer Lebenshunger machen aus einer Tragödie eine Geschichte der Hoffnung. Ein Roman, der das Leben feiert und den Leser noch lange begleiten wird.

Mitten im Winter in einem kleinen Ort tief im Norden Minnesotas ergibt sich Arnold Schiller den Dämonen, die ihn jagen, und setzt seinem Leben ein Ende. Zurück bleiben seine Frau Claire und die Kinder Esau und Katie. Claire, die mit ansehen musste, wie sie einen geliebten Menschen verliert, ist starr vor Schmerz. Um ihrer Kinder willen aber muss sie ihre Trauer überwinden. Esau, der zwölfjährige Sohn, droht mehr und mehr in sich zu versinken. Und auch die sechsjährige Katie ist von stummer Traurigkeit erfüllt. Doch es ist schließlich Katie, die Mutter und Bruder den Glauben an das Leben wiedergibt. Mit grenzenlosem Urvertrauen schenkt sie der Familie eine Zuversicht, die den Neuanfang ermöglicht.

 

 

Meine Meinung:

Ein Buch, bei dem mir (fast) die Worte fehlen, es zu beschreiben. Es ist dermaßen emotional geschrieben, daß es einen in seinen Bann zieht. Auch wenn die Geschichte an sich nicht unbedingt mit den fröhlichen Aspekten des Lebens um sich wirft. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Katie, Esau und Claire erzählt. Den Anfang macht Katie, die den Alltag ihrer Familie aus der Sicht einer 6jährigen beschreibt. Mit dem Selbstmord des Vaters übernimmt Claire die Rolle der Erzählerin. Zu dieser Zeit befindet sich Esau in einer geschlossenen Anstalt, weil er wohl ein leichtes psychologisches Problem hat. Aber auch er beginnt ihr Leben aus seiner Sicht zu erzählen. Die Figuren sind gut getroffen und die Geschichte ist so emotional erzählt, daß es mir selbst im Nachhinein noch eiskalt den Rücken runterläuft. Es ist so dramatisch, das man sich manchmal wünscht, das Buch zur Seite legen zu können, aber dann ist es doch wieder so fesselnd, daß man das nicht kann. Auch der Schluß wird von Katie erzählt, diesmal allerdings von einer erwachsenen Katie. Und er ist gut!

 

Meine Lieblingsstelle:

Er fasst mich um die Taille, wenn er mich zur Begrüßung küsst. Ich hänge seinen Mantel auf, laufe hinter ihm her und sammle die Papierfetzen und die Post auf, die er hinter sich fallen lässt, die Schals, den Hut und die Handschuhe, das Gewirr von Worten, die er wie eine Prise Salz über die Schulter wirft und die auf den ganzen Boden verstreut werden. Ich hebe alles auf und lege es an seinen Platz.

So liebe ich ihn. Ich liebe ihn. Das ist ihm ebenso vertraut wie sein eigener Herzschlag, er fragt nicht danach, er bemerkt es nicht, bemerkt noch nicht mal, dass er es braucht. So liebt er mich. So soll es sein.“

 

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