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Mitch Walking Elk

There will be no surrender

Rezension Copyright 2021 by Ute Spangenmacher
für bookola.de

Verlag: TraumFänger Verlag
Hardcover, 346 Seiten
ISBN: 978-3941485167
€ 9,90
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Kurzbeschreibung

Die Autobiographie von Mitch Walking Elk, Angehöriger der Cheyenne-Arapahoe und Aktivist des American Indian Movements. Mitch hat irgendwie schon alles erlebt: Von den grausamen Alltag einer Boarding School, über Gefängnisaufenthalte, Alkohol, und Scheidungen bis hin zu den gefeierten Konzerten auf seinen Tournee. Er erkannte, dass Indianer in den USA für ihre Rechte kämpfen müssen und wurde Aktivist des American Indian Movements. Mitch kann seine Geschichte erzählen. Mit seinen Bildern findet er eine Realität, die uns nahe geht. Seine Worte schmerzen und berühren, wie wir es sonst nur von seiner Stimme gewohnt sind. Früher gingen seine Liedtexte unter die Haut, trieben uns die Tränen in die Augen und ließen uns sprachlos zurück, doch nun hat er mit seiner Biographie ein neues Instrument gefunden, seine Wut und seine Enttäuschung auszudrücken, aber auch seine Hoffnung und Liebe. Wir nehmen Anteil an einem Menschen, der schon oft vor dem Abgrund stand oder sogar darüber hinaus war, und es doch geschafft hat, sein Selbst zu behaupten, und sich nicht aufzugeben. Ein Mensch, der seine Wut besiegt hat und sogar imstande ist, zu vergeben. Ein bewegender Einblick in das Leben eines Musikers und Kämpfers und in einen unbeugsamen Mann.

Meine Meinung

Ein sehr interessantes Buch, in dem Mitch Walking Elk über sein Leben in seinem Land aber unter der Herrschaft der Einwanderer erzählt. Es ist sehr intensiv geschrieben. Manchmal ist es schon deprimierend, dass selbst in einem angeblich so fortschrittlichen Land wie den USA die indigene Bevölkerung immer noch so behandelt wird, als seien sie nichts wert.
Dummerweise habe ich sowieso noch nie verstanden, warum Naturvölker zwingend davon „überzeugt“ werden müssen, dass unsere Lebensweise die bessere ist. Wir sehen ja, wohin uns das gebracht hat. Aber gut, es war wohl immer das Ansinnen der Europäer und der Kirche, wohin auch immer sie kommen, die dort lebenden „Wilden“ mit allen möglichen Mitteln umzudrehen.
Das es keinen nachhaltigen Erfolg hat sieht man auch an Mitch. Und man sieht es weltweit bei allen Naturvölkern. Anstatt von ihnen zu lernen, zielen wir lieber darauf ab, sie zu vernichten, indem wir sie zu unserer Lebensart zwingen. Einfach nur, weil „Mensch“ zu gerne vergisst, dass wir alle nur Mieter dieses Planeten sind und dazu noch die einzige Spezies auf diesem Planeten sind, die absolut keinen Sinn macht und definitiv nicht für den Fortbestand dieser Welt nötig ist.
Es ist natürlich schlimm, was Mitch und vielen anderen Angehörigen der Naturvölker zugestoßen ist. Es ist grausam, wenn man seine Geschichte liest. Man denkt sich, es wäre wirklich an der Zeit, dass die US-amerikanische Regierung sich dafür entschuldigt oder die Menschen sogar für begangenes Unrecht entschädigt. Aber das wurde auf anderen Kontinenten auch schon gemacht, nur geändert hat sich dadurch nichts.
Es ist gut, dass er seine Geschichte aufgeschrieben hat und somit auch uns das Wissen vermittelt, was auf der anderen Seite des Großen Teichs geschieht.
Ein Buch das aufrüttelt und betroffen macht und von denen es noch viel mehr (auch von anderen Kulturen) geben sollte.

Lehrreiches Lesefutter (4 Sterne)

Über den Autor:
Wenn es einen indianischen Singer/Songwriter gibt, der von der Intensität der Texte und der Wandelbarkeit der Lieder an Bob Dylan herankommt, dann ist es Mitch Walking Elk. Gibt es einen Interpreten, der allein, als Duo oder mit einer Band eine enorme Bühnenpräsenz ausstrahlt und mit seiner einzigartigen Stimme jedes Publikum in seinen Bann zieht, dann ist es Mitch Walking Elk. Und wenn einer die Kompetenz hat, die Lebensumstände und Ungerechtigkeiten anzuprangern, mit denen die amerikanischen Urvölker noch heute zu kämpfen haben, dann ist es Mitch Walking Elk, der Hopi-Cheyenne-Arapaho, der in Oklahoma geboren und aufgewachsen ist und mit seiner Familie in St. Paul lebt. Er weiss, wovon er singt und schreibt: Er war eines der unzähligen Indianerkinder, die aus ihren Familienverbänden herausgerissen und in ein Internat gesteckt wurden – weit weg von der Heimat und der eigenen Sprache und Kultur. Er kennt das Schicksal vieler Indianer am eigenen Leib, die wegen der sozialen Missstände in Alkohol- und Drogenmissbrauch geraten. Die Traditionen und Zeremonien seiner Vorfahren sowie die Musik halfen ihm, aus dem Elend herauszufinden. Vielleicht erklärt das, weshalb er heute als Erzieher, Sozialarbeiter und Lehrer tätig ist, wenn er nicht mit Gitarre, Flöte und Trommel auf der Bühne steht. In seiner Biografie erzählt er zum ersten Mal von seinem Leben und rechnet mit einem unmenschlichem System ab.

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