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Stephen King Lesung am 20.11.2013
im Congress Center in Hamburg

Bericht Copyright 2013 by Andreas Hesse für bookola.de/stephen-king.de

Man sollte bei so einer Tour nicht die Berichte von vorherigen Standorten lesen. Das macht nur nervös. Vom Chaos beim Eintritt war die Rede, von schlechter Sicht und so. Was sollte das also in Hamburg werden. Die kriegen ja nichtmal so ein kleines Orchesterhaus gebacken ... Doch die Vorängste sollten sich so rein gar nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil.

Jeder, der Mitarbeiter, mit denen wir es zu tun hatten, war sehr angenehm. Freundlich und vor allem hilfsbereit stand man uns zur Seite. Vor allem am Anfang als wir erstmal schauen mussten, wo wir hingehörten. Es gab Armbändel für uns - ganz wie bei den tollen Festivals - damit wir VIPs nich noch ein signiertes Buch bekommen würden und man uns im Vorfeld schon erkennen kann. Dann hieß es warten, schließlich waren wir im Voreifer fast 30 Minuten zu früh. Obwohl sich der Herr Co-Admin erfolgreich getarnt hat, hat man uns dennoch erkannt. Dem T-Shirt sei zum ersten Mal gedankt. An dieser Stelle viele liebe Grüße an Kimsen und Ilha. Mit euch hat es gleich nochmal so viel Spaß gemacht und ich fand es extrem klasse, euch beide kennenlernen zu dürfen. Obwohl ich mir nicht so ganz sicher bin, ob das unserer Nervosität geholfen oder eher geschadet hat, großartig war es trotzdem :P

Um 18.30 durften wir dann in den extra eingerichteten Bereich hinter der Bühne für das Meet & Greet. Wer erwartet hat, dass auch in Hamburg Teppiche an den Wänden hängen ... die waren wohl noch nicht geliefert. Es war ein echter Backstagebereich. Dennoch nochmal mein Dank an Heyne. Man hat sich sehr schön um uns gekümmert. Es gab zu Trinken und Kleinigkeiten zu essen. Da es Wein gab, erklärt sich wahrscheinlich, warum man über 18 sein sollte...

Inzwischen wuchs unsere kleine Fangruppe auf fünf kurz darauf auf sieben an. An dieser Stelle Grüße an Natascha, Nicole und Simon, die alle drei versprochen haben, sich spätestens heute hier anzumelden. Wenn Natascha nicht vorher an einem Herzkasper gestorben ist, heißt das :mrgreen:

War alles ziemlich bumms, als ER um 19:00 kam und durch die Reihen schritt. Er hatte wohl noch den Faux Pas von München und den dazugehörigen Fan im Kopf, denn er war schon zu seiner zweiten Runde aufgebrochen, als man ihn unterbrach. Irgendwie muss ihm mein T-Shirt schonmal begegnet sein, denn sein Spruch war 'Cool shirt!' Finde ich auch. Ist ja schließlich das von stephen-king.de.
Ein paar Damen kamen in den Genuss, ihm sehr nah zu mommen, denn von nackten Schultern begeistert fing der Meister plötzlich an zu umarmen. Ich habe Nataschas schwaches Herz oben erwähnt. Die Umarmung hat sie nicht wirklich beruhigt.

Nach seiner greet-runde dann das fast genauso wichtige. Er habe nur Zeit für ein Autogramm und es kann keine Widmung geben. Die Mehrheit - noch mit der Schüttelhand in Paralyse - gab keinen Widerstand. Warum auch, schließlich kam man ihm so noch sehr nah, denn gegen Photos hatte er auch nichts einzuwenden.

Er nahm sich reichlich Zeit. Ein kleiner Plausch hier und da, ein Foto nach dem anderen. Alles unaufgeregt und freundlich. Man hatte dann auch nichts mehr gegen meine Kamera, obwohl es bei der Anmeldung noch ein striktes Nein gab. Stephen King verzaubert halt doch.

Was sagt man zum Meister, wenn man dran ist? Eine gute Frage soll es sein, keine die er bestimmt schon hundertmal gehört hat. Jemand der vor mir dran war bekam die Bestätigung, dass Cell (dt. Puls) nun doch wirklich verfilmt wird. Bei meiner kam er dann doch ganz kurz ins Straucheln. :mrgreen: Dass er einen Charakter aus Doctor Sleep schonmal benutzt hat, wusste er selbst angeblich gar nicht mehr. 'But yeah, we could say they are relatives'. Smalltalk ganz so, als hätte er ebensoviel Spaß an der Sache wie wir. Der kleine zarte hinweis auf eine enzyklopädie mit noch mehr von dem zeug konnte so also auch noch angebracht werden bevor es zum Fotomachen ging.

Einer von Kings Bodyguards entwickelte sich im laufe der Aktion mehr und mehr zum Fotograf für die Gäste. Ihm wurden die Apparate einfach in die Hand gedrückt und er zielte wohl mehr oder weniger begeistert auf die Fans und King. Ich hoffe, bei den anderen gab es bessere Bilder. Die mit meiner Kamera gemachten waren grausig. Aber halb so wild. Danke an alle, die den Moment für mich aufgenommen haben und mitgeholfen haben, das fotografieren lange herauszuzögern um Kings Arm auf den Schultern ausgiebig genießen zu können.

Das Ganze muss wohl etwa dreißig Minuten gedauert haben als uns die stets freundlichen Damen des Heyne-Verlags auf unsere Plätze baten. Zu der Zeit wurden auch die Ränge gefüllt, so dass man einen Eindruck bekam, wie viel die mehr als 3.000 Teilnehmer wirklich waren. Es waren wohl noch 20 bis 30 Karten an der Abendkasse über, aber alles in allem glaube ich, dass die vom Veranstalter prognostizierten Zahlen mehr als erreicht wurden.

Nachdem unsere kleine Gruppe von sieben Zusammengefundenen festellen durfte, dass Parkett Mitte wirklich Parkett MITTTE bedeutet, brauchte es einfach eine Frischluftpause. Selbst auf dem Weg dorthin kam man nicht ungesehen an Forenmitgliedern von s-k.de vorbei. Vielleicht war es doch gut, kein schwarzes Shirt anzubieten...

Während das Licht ausging, dann noch ein wenig Starrummel in unserer Nähe. Markus Lanz, der King ja am 21. in seiner Sendung hatte, nahm sich Zeit, besuchte mit seiner Frau?bestenFreundin die Show und saß eine Reihe vor uns. Aber das wurde egal, als der Moderator auf die Bühne kam.

Es werde ein vorrangig englischsprachiger Event warnte Ingo Zamperoni uns. Offiziell, weil so viele Fans aus dem Ausland da waren - Polen, Schweden und Italien wurden genannt - , inoffiziell glaube ich, weil er nicht soviel auf einmal übersetzen wollte.

Nach einer Minute, die er dazu nutzte die Nutzung von Kameras und Mobiltelefonen zu erklären, bat er Steve auf die Bühne. Er mag zwar ängstlich und schüchtern sein, aber den Applaus genoss er dennoch sichtlich.
Als Pressefotograf hat man nicht viel Zeit. Ein paar Minuten mit und ohne Buch in den Händen und das war's mit dem Blitzlichtgewitter. 'Theymake great christmas presents' gab Steve den Journalisten auf den Weg bevor er sich in das Gespräch stürtzte.
Ich mag nicht alles wiedergeben, denn die Fragen die gestellt wurden, sind schon an anderen Stellen bei anderen Veranstaltungen gefallen. Dennoch war es großartig. Stephen ist, obwohl er selbst behauptet schüchtern zu sein, mit einem gewissen Talent zum Entertainment ausgestattet. Er ist witzig und geduldig, auch als ihm der Moderator das eine oder andere Mal ins Wort fällt. Er hat sich auf Deutschland vorbereitet, das merkt man ihm an.

So kann er sich einen Seitenhieb auf die deutschen Romantitel nicht verkneifen. Ob Patrick Niemeyer in seinem Sitz bei der Erwähnung des Dunkler-Turm-Zyklus zusammengezuckt ist? Ich dachte ich hab auch ein leises Wimmern zwei Reihen hinter uns vernommen wo der Redaktionsleiter, der für die Kingpublikationen verantwortlich war saß.
Allerdings gibt es auch Lob. "Es" klinge viel bedrohlicher als "It". Und auch "Doctor Sleep" ist ganz cool.

Seine Lesung war wie zu erwarten. Großartig und bewegend. Er erzählte die Geschichte von Charlie Hayes' Ableben, die beschreibt, warum Dan Torrance Doctor Sleep genannt wird. Sehr bewegend wie ich finde, weil man ihm anmerkt, welche Stimmung er beim Schreiben im Sinn hatte.

Das macht David Nathan später genauso. Seine Stelle ist Danny Torrances Aufwachen in Wilmington, seinem Tiefpunkt als Alkoholiker. David Nathan war für mich eine persönliche Überraschung. Dass Danny wie Johnny Depp klingt, funktioniert ziemlich prima. Dass Nathan Berliner ist, hört man dann nach der Veranstaltung als er sich sehr freundlich mit den paar verbliebenen Fans unterhält. Schade, dass ich mit dem Medium Hörbuch nichts anfangen kann.

Nach weiteren Fragen, welche der Moderator aus Tweets und Facebookmeldungen bekam, gab es auch für das Publikum die Möglichkeit. Dies ist mein einziger Kritikpunkt an dem großartigen Abend. Drei Fragen durfte man stellen. Nachdem der Moderator durch seine Fragen einen der großen Plottwists so gut wie spoilerte und einen weiteren einfach so herausplapperte, durften nur drei Teilnehmer fragen stellen.

Die erste habe ich bereits wieder vergessen. Die zweite war von einer jungen Autorin, die durch ihn mit dem Schreiben begann und wissen wollte, ob es ihm bewusst sei, dass er viele Autoren motiviert und inspiriert hatte. Die dritte war ausgiebig überlegt worden. Welche Verfilmung seiner Werke gefällt ihm besonders? Die Favoriten wurden von ihm genannt. Green Mile, Shawshank Redemption (deutscher Titel, Herr Moderator, ist "Die Verurteilten") und so weiter. Er hoffe auf ein Verschwinden der Fortsetzungen von Kinder des Zorns, oder wenigstens auf Crossoverkämpfe gegen Chucky und Freddy Krüger.

Nach einer viel zu kurzen Zeit war es das auch schon. Unter tosenden standing ovations ging King von der Bühne und wir von Dannen nur um vor dem CCH dann noch auf weitere Forenmitglieder zu treffen. Ich muss ehrlich gestehen, ich hab die Übersicht nicht mehr, wer eigentlich wer war, aber irgendwie wollte man noch trinken gehen ... als ob die Lesung vorher nicht schon bewegend genug gewesen war :mrgreen: Hoffe, ihr hattet Spaß und seid gut ins Bett oder Heim gekommen. Ich habe verzichtet. Wenn um kurz nach fünf die Bahn gen Süden geht, sollte man aufs Trinken verzichten. Leider!

An dieser Stelle nochmals Dank an Alle, die das möglich gemacht und begleitet haben. Es war super organisiert, deutlich entspannter und lustiger wie gehofft und trotz dem kleinen Wehrmuttropfen meiner eigenen Blödheit ein absolut unvergesslicher Abend!

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