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Hochkarätige Jury bei Autorenwettbewerb der Nibelungen-Festspiele 2015

Albert Ostermaier, Natalia Wörner, Martin Kušej, Maren Zimmermann und Jürgen Berger bewerten die 37 Einreichungen

Neben Bühnenautor und Schirmherr Albert Ostermaier komplettieren die mehrfach ausgezeichnete Schauspielern Natalia Wörner, Theater- und Opernregisseur Martin  Kušej, Dramaturgin Maren Zimmermann sowie Theater- und Literaturkritiker Jürgen Berger die Jury des neuen Autorenwettbewerbs der Nibelungen-Festspiele. Nico Hofmann und Thomas Schadt, die gerade die Intendanz des national bekannten Open-Air-Theaterfestivals übernommen haben, wollen mit diesem Wettbewerb den deutschen Dramatikernachwuchs unterstützen und mehr zu Wort kommen lassen. Insgesamt 37 junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren haben sich an der Premiere beteiligt und ihre Ideenskizzen bis zum Einsendeschluss eingereicht.

Die Jury des Autoren-Nachwuchswettbewerbs der Nibelungen-Festspiele, der in diesem Jahr erstmals ausgetragen wird, ist bewusst vielfältig besetzt. Jedes Mitglied soll durch seine ganz eigene fachliche Perspektive die Einreichungen bewerten und später mit den Nominierten an ihren Stücken arbeiten. Wer ausgewählt wurde, darf sich in diesem Jahr zum Beispiel auf die Zusammenarbeit mit Schauspielerin Natalia Wörner freuen.


Foto: Mirjam Knickriem

Die in Stuttgart geborene Mimin hat bereits in zahlreichen nationalen und internationalen Kino- und TV-Produktionen sowie Theaterinszenierungen mitgewirkt und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis. Vor kurzem hat sie die Fortsetzung des erfolgreichen Kinofilms „Die Kirche bleibt im Dorf" abgedreht und wird im Dezember in der opulenten TV-Eventproduktion „Götz von Berlichingen" zu sehen sein.
 „Ich bin gespannt, welche Aspekte des Nibelungenliedes für die junge Schriftstellergeneration Anlass und Inspiration für eine Neudichtung sein werden“, kommentiert Maren Zimmermann ihr Engagement in der Jury des Autorenwettbewerbs der Nibelungen-Festspiele.


Foto: Falk von Traubenberg

Seit 2011 ist sie als freie Dramaturgin tätig und arbeitet neben Gastengagements am Nürnberger Staatstheater unter anderem regelmäßig für das Salzburger Landestheater. Seit Beginn der Saison 2014/15 betreut Zimmermann dramaturgisch die Ballettproduktionen am Staatstheater Karlsruhe.
Jürgen Berger freut sich ebenfalls auf seine Tätigkeit für den Autorenwettbewerb der Festspiele und möchte sich von den „frischen Sichtweisen auf den Nibelungenstoff überraschen“ lassen.


Foto: Drama Agentur für Theaterfotografie Berlin

Der freie Theater- und Literaturkritiker arbeitet für die Süddeutsche Zeitung, Theater heute und die TAZ. An der Universität Mannheim unterrichtet Berger Theaterkritik und ist seit 2003 Juror in Auswahlgremien wie dem Mülheimer Dramatikerpreis und den Berliner Theatertreffen.
Mit dem Österreicher Martin Kušej konnte ein weiteres sehr kompetentes Jury-Mitglied gewonnen werden.


Foto: Robert Fischer

Seit Jahren ist er über die deutschen Landesgrenzen hinweg erfolgreich als Theater- und Opernregisseur sowie als Intendant tätig. Kušej wurde bereits mit dem österreichischen Nestroy-Preis für die beste Regie und dem deutschen Theaterpreis FAUST als bester Regisseur ausgezeichnet. Aktuell bereitet er die Inszenierung von „Idomeneo“ für das Royal Opera House im Londoner Covent Garden vor.
Albert Ostermaier, Kurator des Festspielprogramms und Autor der Hauptinszenierung 2015, hat auch die Schirmherrschaft für die Premiere des Autorenwettbewerbs 2014/15 übernommen.


Foto: Martin Lengemann

Die Bearbeitung des Nibelungenstoffes gerade durch junge Generationen findet er besonders wichtig:  „Wenn wir an das Nibelungenlied denken, kommen meist die falschen Bilder, die Bilder langbärtiger Germanen, langhaariger Walküren, blonder Nazis und Hitler auf dem Grünen Hügel, wir denken an unzählige Inszenierungen des Rings in SS-Uniformen. Als wäre das Nibelungenlied in dieser und nur für diese Zeit geschrieben. Als wäre es nicht wichtiger zu zeigen, warum und wie es so kam, was an diesem Stoff dazu führt, ihn zu missbrauchen, zu entfremden und für die falschen Ideen zu mobilisieren.“ Zusammen mit seinen Jury-Kollegen möchte er deshalb ausloten, was junge deutsche Autoren über den Nibelungenstoff denken. Wie sieht eine kritische und gegenwärtige Auseinandersetzung mit der Sage aus, welches sind die universellen Themen, die auch heute noch begeistern?

37 Teilnehmer hoffen auf den Einzug in den Kreis der Nominierten
Am Autorenwettbewerb können junge Dramatiker zwischen 18 und 35 Jahren teilnehmen, die sich in ihren Arbeiten kritisch und gegenwärtig mit dem Nibelungenstoff auseinandersetzen sollen. Für die Erstauflage musste bis zum 1. November eine kurze Ideenskizze sowie eine ausgearbeitete Szene zum diesjährigen Thema, dem Königinnen-Streit, eingereicht werden. Insgesamt 37 junge Dramatiker aus Deutschland und Österreich folgten bis zum Einsendeschluss dem Aufruf. „Mit diesem Zuspruch sind wir für das erste Jahr sehr zufrieden. Ich denke aber auch, dass  sich der Wettbewerb im Laufe der Jahre etabliert und die Anzahl der Einreichungen steigen wird“, so Petra Simon, die als Künstlerische Betriebsdirektorin der Nibelungen-Festspiele den Wettbewerb organisatorisch verantwortet.

In einem nächsten Schritt wird die Jury nun die Einreichungen sichten, bewerten und am Ende fünf Nominierte auswählen, die dann zu einem ersten Entwicklungsgespräch im März nach Worms eingeladen werden. In diesem Rahmen werden die einzelnen Entwürfe mit der Jury diskutiert. Danach sind die fünf
Autoren aufgefordert, an ihren Werken weiter zu schreiben und diese bis zum 1. Juli 2015 der Jury ein weiteres Mal vorzulegen.
Während der Nibelungen-Festspiele findet dann im August 2015 ein großer Workshop unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bühnenautors in Worms statt. Petra Simon: „Hier sollen die Nominierten im lebendigen Austausch mit Bühnenautor, Regisseur, Schauspielern, Presse und Publikum ihre Stücke weiterentwickeln. Außerdem sollen sie während der Festspiele hinter die Kulissen schauen und dadurch auch wertvolle Einblicke in die Theaterarbeit erhalten.“ Dabei würden Fragen der Präsentation und Entwicklung von Figur, Handlung und Sprache im dramatischen Text für eine Freilichtbühne ebenso diskutiert wie alltägliche, gesellschaftliche und dialogische Beziehungen sowie ihr Ausdruck durch szenisches Schreiben.
Am Ende des Workshops wird schließlich der Preisträger des Autorenwettbewerbs ermittelt. Diesem winkt sowohl ein Preisgeld von 10.000 Euro als auch eine Uraufführungsoption innerhalb des Kulturprogramms der Nibelungen-Festspiele für das darauffolgende Jahr. Zudem werden alle nominierten Stücke dem Publikum in einer öffentlichen Lesung während der Nibelungen-Festspiele präsentiert. Dieses vergibt einen Publikumspreis von 2.000 Euro, gespendet vom Freundes- und Förderkreis der Nibelungen-Festspiele.

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